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Valentinstag in Forchheim: Wie verbringen Paare den 14. Februar?

In der Forchheimer Fußgängerzone verraten Pärchen, was sie zum Tag der Liebe geplant haben. Der Valentinstag fällt 2018 auf Aschermittwoch.
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Am Mittwoch ist Valentinstag - der Tag der Liebe. Für die Forchheimer Marion Freisinger und Stefan Pfister ist die gemeinsame Zeit am Valentinstag  das wichtigste. Foto: Ronald Heck
Am Mittwoch ist Valentinstag - der Tag der Liebe. Für die Forchheimer Marion Freisinger und Stefan Pfister ist die gemeinsame Zeit am Valentinstag das wichtigste. Foto: Ronald Heck
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Marion Freisinger und Stefan Pfister wollen am Valentinstag gemeinsam schön Essen gehen. Besonders wichtig sei den Forchheimern der 14. Februar nicht. "In der heutigen Zeit ist das größte Geschenk, wenn man sich Zeit schenkt", meint Pfister. Menschen, die an Valentinstag keinen Partner haben, raten die beiden mit Freunden auszugehen. Der Tag der Liebe gelte für alle Menschen, die man gerne hat. "Man kann sich einfach Zeit für sich selbst nehmen und zum Beispiel in die Sauna gehen", sagt Freisinger.

Anita und Arnold Pfaff aus Aschaffenburg, die sich als Touristen die Forchheimer Innenstadt anschauen, feiern heuer überhaupt nicht. "Für uns als Katholiken ist morgen vorrangig Aschermittwoch", betont die Frau. Essen gehen kommt deshalb für sie nicht in Frage. Für die gläubigen Christen ist der Aschermittwoch ein Fastentag. Als die beiden jünger waren, hätten sie den Valentinstag noch zelebriert. In den vergangenen Jahren hätten sie sich aber nichts mehr geschenkt.

"Nein, wir haben noch nie gefeiert", sagen Helga und Bernd Döllinger. Das Pärchen aus Schwabach verbringt einen Urlaubstag in Forchheim. "Unser Sohn ist 19 und für ihn spielt der Valentinstag eine große Rolle", verrät die Frau. Für sie und ihren Partner aber nicht. In 30 Jahren Ehe könne sie die Geschenke zum Valentinstag an einer Hand abzählen. Blumen würden am 14. Februar sowieso das Doppelte kosten, sagt ihr Gatte. Auch die Bedeutung hinter dem Tag der Liebe (siehe Infobox) kennen die beiden nicht. "Mit Karl Valentin hat es nichts zu tun, oder?", scherzt Helga Döllinger.

Stefano und Christiane Villani würden gerne Valentinstag feiern, aber Stefano muss arbeiten. Den Feierabend wollen sie dann romantisch, gemeinsam mit der knapp vier Monate alten Tochter Noemi, zu Hause verbringen. Sie beschenken sich aber nicht. "Wir lieben uns das ganze Jahr. Da reicht es, am Valentinstag einfach füreinander da zu sein", meint Stefano Villani.
Heiliger Heute wird der Valentinstag als Tag der Liebenden gefeiert. Der heilige Valentin war Bischof von Terni im Norden von Rom. An einem 14. Februar (um 268) wurde er unter dem römischen Kaiser Claudius Goticus wegen seiner Treue zu Christus als Märtyrer hingerichtet. Der Überlieferung zufolge pflegte er Liebespaaren Blumen aus seinem Garten zu schenken. Ein Valentinsaltar befindet sich in der Dreikönigskirche in Forchheim-Burk.

Tradition Am Valentinstag schenken sich Paare gerne Blumen, Pralinen und Herzen. Ein Brauch, der in den letzten Jahren immer populärer geworden ist. Seit dem 15. Jahrhundert gilt der 14. Februar in Großbritannien als Tag der Liebenden. Seit 1950 ist er auch in Deutschland beliebt. Nach dem zweiten Weltkrieg feierten die US-Soldaten in Nürnberg den ersten Valentinsball. Die Idee rund um den Valentinstag machen sich auch Werbeindustrie und Einzelhandel zu nutze.

Blumen Warum Menschen Blumen schenken, ist zu schwierig zu beantworten. Bereits in Gräbern von Neandertalern wurden Hyazinthen gefunden. Zum Symbol für Liebe wurde der Blumenstrauß in der Antike. So opferte man Blumen der Göttin Juno und brachte Männer und Frauen zu Paaren zusammen. Im Christentum wurde das Blumenschenken durch Bischof Valentin etabliert.
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