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Kunreuth
Konzert

Und am Ende hieß es "Draun bo die Pfiffer"

Zu ihrem 25-jährigen Bestehen hatten "TroubaDur" nach Kunreuth eingeladen.
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Das Ensemble "TroubaDur" auf der BühneFranz Galster
Das Ensemble "TroubaDur" auf der BühneFranz Galster
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"Geht nur rei, da muss wos sei, zur A-Cappella Nacht" sangen die Männer von Vokalensemble "TroubaDur" bei ihrem Einzug in den großen Saal des Rathauses von Kunreuth. Lange viereinhalb Stunden Programm können sehr kurzweilig sein, wie der Abend bewies. Das Vokalensemble aus Kunreuth feierte sein 25-jähriges Bestehen.

Durch das Programm zog sich eine Art Hitparade der Top 10. Die Zuhörer hatten zuvor die Chance gehabt, ein Lied von "TroubaDur" zu wählen. Vorsitzender Ernst Strian konnte auf ein attraktives Programm verweisen. Da passte sinnhaft auf Platz neun das Lied "Geh zu, bleib do". Der langjährige Sänger Ekkehart Wörlein hatte es einst selbst verfasst.

Im Wechselspiel moderierten Strian und Heinz Hofmann den Abend. Hofmann kündigte als erstes das Vokalensemble "6appeal" aus Fürth an. Mit einem rockigen Marsch mit Tieren. Elefanten waren zu gefährlich, also wählten sie den Gänsemarsch. An anderer Stelle warnten sie vor dem Fahren mit der U-Bahn von Fürth nach Nürnberg: "Das ist wie eine Grenze und "do kassiern's di fei ab."

"The Lion sleeps tonight", oder auf fränkisch "Konns nimmer säign" stimmte "TroubaDur" Kunreuth anschließend an und beschwerte sich über "Bauernbrotwöscht" die ganze Wochen und "grüna Bohna".

"Wir halten zusammen, unsere Freundschaft wird niemals untergehen, stimmte "Sing-Tonic" an, eine Gruppe aus vier Männern und vier Frauen.

"Mein größter Wunsch wäre es, ein Zauberer zu sein", meinte Reinhard Potzner. Damit kündigte er Armani Rosemann aus Oberehrenbach an, der 20 Minuten lang die Zuschauer verblüffte, aus einem Tennisball vier machte, Ringe auf unerklärliche Weise verband, aus einem weißen und roten Tuch ein gestreiftes machte oder einen Tisch fliegen ließ.

Bekannte Melodien präsentierte "TroubaDur" mit "Ohrwurm", das den sechsten Platz errang, vor "Bressog mid Musigg". Zünftig wurde es, als "TroubaDur" als Blaskapelle auftrat mit alten bekannten Kerwasweisen wie " Wu is denn des Gerchla". Da hielt es auch die Zuschauer nicht mehr ruhig auf ihren Stühlen.

"Halleluja" auf Platz 2

Die Kunreuther "TroubaDure" sind stolz auf ihr singendes Mitglied Landrat Hermann Ulm. Als Schirmherr des Jubiläums hielt er eine kurze Ansprache. Dabei wünschte er "Liebe TroubaDure, singt ner fest weiter". Hohen Unterhaltungswert hatte die Gruppe "Belcanto Vocale" aus Waischenfeld. Sie trat zum dritten Mal in Kunreuth auf. Lieder wie "Liebling, mein Herz lässt dich grüßen" von den Comedian Harmonists bis hin zu "Bella Italia" mit exzellenten Stimmen folgten oft witzige Einlagen ihres Sängers Peter Dahl, die viele Lacher erzeugten.

Platz 2 der Top 10 errang "Hallelujah". Die acht Sänger von "TroubaDur" verteilten sich dabei über den Saal, der abgedunkelt wurde. Für einen Moment entstand festliche, ja fast andächtige Stimmung. Unbestritten Platz eins belegte am Ende das Lied "Draun bo die Pfiffer". Passt eigentlich in die Jahreszeit, wo es tatsächlich reichlich Pfiffer im Wald gibt. Reinhard Potzner hat das Lied komponiert und trug es vor, die Zuhörer stimmten in den Refrain ein.

Potzner führte auch Regie und hatte die Gesamtleitung der Veranstaltung. Heinz Hofmann dankte vielen, die vor und hinter den Kulissen mitwirkten. "Applaus, sonst dürfen sie aus dem Saal nicht hinaus", forderte Heinz Hofmann am Ende. Dem folgten die Zuhörer gerne.