Forchheim
Tierschutz

Umweltminister Glauber unterstützt Passion für Katzen

Gespräche über herrenlose Hunde und kastrierte Katzen führte Umweltminister Thorsten Glauber gestern im Forchheimer Tierheim .
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Freude an Katzen: Umweltminister Thorsten Glauber und Karin Adelmann, die Zweite Vorsitzende des Tierschutzvereins.  Foto: Ekkehard Roepert
Freude an Katzen: Umweltminister Thorsten Glauber und Karin Adelmann, die Zweite Vorsitzende des Tierschutzvereins. Foto: Ekkehard Roepert
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Der Bayerische Umweltminister (FW) war gekommen, um für ein Förderprogramm seines Ministeriums zu werben. Erstmals seit 40 Jahren greift die Staatsregierung den Tierschützern im Freistaat unter die Arme. 2019/20 kommen je 2,2 Millionen Euro den Tierheimen zugute. "Tierschutz ist eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft", sagte Glauber. Ehrenamtlichen wie Marianne Wende (Vorsitzende des Tierschutzvereins) oder Karin Adelmann (stellvertretende Vorsitzende) hätten nicht nur eine "Passion" für Hunde und Katzen; sondern nähmen sich auch "ethisch-moralischer Fragen des Tierwohls" an, lobte Glauber.

Er und die oberfränkische Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz übergaben dann den ersten Förderbescheid des neu aufgelegten Unterstützerprogramms. Das Tierheim wird das Geld für die "Eindämmung herrenloser Heimtiere" nutzen, wie es im Förderantrag heißt. Die 2155 Euro seien "ein schöner Zuschuss", freute sich Marianne Wende. Die Kastration von 70 Katzen könne damit finanziert werden. Diese Aktion ist auch ein Beitrag zur Entlastung des Tierheimes. Denn der unerwünschte Nachwuchs herumstreunender Katzen werde häufig ja wieder in Forchheim abgegeben.

Um die Zahl herrenloser Katzen im Landkreis zu reduzieren, investiert das Forchheimer Tierheim jährlich 14 000 Euro in Kastrationen. In diesem Zusammenhang wies Marianne Wende auf die unsichere Finanzierungslage des 500 Mitglieder zählenden Tierschutzvereins hin. Zwar gebe es immer wieder Gönner, die auch mal 1000 Euro spendeten. "Aber mit diesen Zuwendungen können wir nicht fest rechnen", betonte Wende. Thorsten Glauber versprach, dass es die staatliche Unterstützung auch über 2020 hinaus geben werde. "Das Förderprogramm wird nicht nur eine kurze Episode bleiben."

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