Forchheim

Tracht, Tanz und Trubel

Eine Artistik-Show der Feuerwehr Rovereto und Volkstänze unterhielten die Gäste auf dem Rathausplatz, ehe sich der Festzug in Richtung Kellerwald in Bewegung setzte.
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In historischen Gewändern ging es "nauf die Keller". Foto: Matthias Hoch
In historischen Gewändern ging es "nauf die Keller". Foto: Matthias Hoch
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Das Annafest ist ein Treffpunkt für Menschen aus aller Herren Länder. Dank der 30-jährigen Städtepartnerschaft mit Rovereto (Italien) und einer Freundschaft des Spielmannszuges Jahn Forchheim mit der Volkstanzgruppe aus dem Schwedischen Åsele (Lappland) geriet der Annafest-Auftakt auf dem Rathausplatz zu einem europäischen Fest. Völkerverständigung, die Innenminister Hubert Aiwanger und Umweltminister Thorsten Glauber (beide FW), die Bundestagsabgeordneten Thomas Silberhorn (CSU) und Andreas Schwarz (SPD) sowie MdL Michael Hofmann erfreut zur Kenntnis nahmen.

Die Feuerwehrmänner aus dem Etschtal, die auf das Kommando von Marco Simonetti hören, präsentierten anlässlich des Jubiläums eine Präsentation mit zwei historischen, jeweils drei Meter langen Holzleitern. Unter dem Kommando von Vorsitzendem Denis Tovazzi steckten die Vigili de Fuoco die Leitern zusammen und richteten sie auf. Ein Kollege erklomm die Leiter und zwei weitere Floriansjünger stiegen bis zur Hälfte hoch. Vier Kollegen sicherten die Kletterer mit gespannten Seilen.

Aneinander-gekoppelt

Als Zeichen der Freundschaft überreichte der Inspektor der italienischen Feuerwehr Luciano Delati an Kommandant Jürgen Mittermeier und Vorsitzenden Joshua Flierl einen 30 Meter langen Feuerwehrschlauch mit einer italienischen und deutschen Schlauchkupplung. Mittermeier nannte es bemerkenswert, mit welchem Einfallsreichtum die Kollegen aus Roverto ihre Freundschaft unterstrichen.

Nicht minder sehenswert waren die pantomimisch angereicherten Volkstänze der "Åselebygdens Folkdanslag", die musikalisch ein wenig an die Melodie der Kult-Fernsehserie "Michel aus Lönneberga" erinnerten. Besonderen Beifall erhielten zwei Mädchen in ihren weißen Blusen, roten Miedern und schwarz-weiß-gestreiften Röcken, die im Tanz einen handfesten Streit austrugen. Sie schubsten sich, zogen sich an den Haaren und gingen mit den Handtaschen - im Takt der Musik - aufeinander los. Eine Art Schuhplatteln auf lappländisch?

Bunte Farbtupfer

Putzig anzusehen waren die sechs Paare der Kindertanzgruppe des Fränkische-Schweiz-Vereins Leutenbach, die beim "Bleib mir treu" die Ermahnung des Partners mit einem erhobenen Zeigefinder bewenden ließen. Zu den Klängen von Dieter Lengenfelder aus Weilersbach tanzten die Kleinen ferner den "Stampfer" und "Das Madla von Staa".

Der Heimat und Trachtenverein Weilersbach steuerte den "Tätscher" , die "Waaf" und den "Holzhäuser" bei. Zuvor hatte die zur Arbeitsgemeinschaft schlesischer Trachtengruppen gehörende Eichendorff-Tanzgruppe den Europeade-Tanz präsentiert, einen Tanz, den die Gruppe beim größten Folklorefestival Europas in Frankenberg vom 17. bis 21. Juli uraufgeführt hatte. Auch mit dem Deutrum und dem Lauterbacher wussten die Tänzer zu gefallen.

Nauf die Keller

Gegen 15.30 Uhr formierten sich der Schützenzug "nauf die Keller", wie Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) ankündigte, angeführt vom Spielmannszug Jahn Forchheim und den Schützenvereinen der Stadt. Dem Musikverein Buckenhofen folgten die Forchheimer Bierköniginnen und die Polit-Prominenz. Für Farbtupfen sorgten die "Kreebauern" in Tracht und die 2008 in Schlaifhausen gegründeten "Glen Regnitz Pipers".

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