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Forchheim
Wirtschaftsleben

Telekom schließt in Forchheim

Der Laden in der Forchheimer Hauptstraße macht im Juli dicht. Die Senioren, die auf Beratung angewiesen sind, würden dadurch vor fast unlösbare Probleme gestellt, meint Karl-Heinz Schrüfer.
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Im Juli schließt der Telekom-Shop in der Forchheimer Hauptstraße. Foto: Josef Hofbauer
Im Juli schließt der Telekom-Shop in der Forchheimer Hauptstraße. Foto: Josef Hofbauer

Noch läuft auf dem Display hinter der Kasse die Werbung: "Jetzt beraten lassen!" Doch bald werden die Kunden des Telekom-Ladens in der Forchheimer Hauptstraße auf diesen Service verzichten müssen. "Im Juli wird geschlossen", bestätigt der stellvertretende Shop-Leiter eine Anfrage unserer Zeitung.

Für viele Telekom-Kunden dürfte diese Nachricht überraschend kommen, denn der Laden in der Hauptstraße 40 gilt als stark frequentiert. Der Forchheimer Karl-Heinz Schrüfer weiß es aus eigener Erfahrung und durch Erzählungen aus seinem Bekanntenkreis: "Egal, ob bei Beratungen, um in einen anderen Tarif zu kommen, oder wenn man sich ein Tablet eingerichtet hat, da wird keiner über den Tisch gezogen."

Partner soll helfen

Telekom-Sprecher Stephan Althoff sagte dem FT gestern, dass das Unternehmen "auch nach der Schließung des Shops im Forchheimer Zentrum präsent" sein werde: Am Marktplatz sei mit dem Handyshop "Toplar" ein "Exklusivpartner der Telekom" vor Ort, der das komplette Produkt- und Service-Angebot des Unternehmens anbiete.

Karl-Heinz Schrüfer glaubt aber nicht, dass der Shop in der Hauptstraße ohne weiteres ersetzt werden könne. Schrüfer ist 78 Jahre alt und wohnt mittlerweile in einer Nachbargemeinde von Forchheim. Gerade für die älteren Bürger aus dem Umland sei der Telekom-Shop ein wichtiger Anlaufpunkt. "Sonst muss man ja bis nach Erlangen fahren."

Er selbst habe den Vorteil, dass er als ehemaliger Beschäftigter beim Arbeitsamt viel digitales Wissen erworben habe, sagt Schrüfer. "Außerdem hat mich das Thema schon immer auch persönlich interessiert." Aber von vielen Menschen seiner Generationen bekomme er immer wieder zu hören: "Im Internet - da blickt doch keiner mehr durch."

Ohne die Beratung in der Hauptstraße 40, wo sich das Personal ausgiebig Zeit genommen habe, sehe es für die ältere Generation "düster" aus, meint Karl-Heinz Schrüfer: "Die Leute wissen nicht, wo sie hinsollen."

Alternative 15 Kilometer entfernt

Telekom-Sprecher Stephan Althoff dagegen ist überzeugt: Der Partner-Shop am Marktplatz werde "für alle Altersgruppen ein kompetenter Ansprechpartner sein".

Davon abgesehen, verweist Althoff die Kunden auf die Nachbarkommune: "Der nächste Telekom-Shop befindet sich 15 Kilometer entfernt in der Erlanger Hauptstraße."

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