Forchheim
Spiele- und Rätselwochen

Sven zockt im Forchheimer Jugendhaus "Fifa 15" am besten

Der Fränkische Tag und das Jugendhaus Forchheim haben ein virtuelles Fußballturnier an der Playstation 3 veranstaltet. Am Ende macht Brasilien in einem Herzschlagfinale gegen Arsenal das Rennen.
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Volle Konzentration auf die Leinwand Fotos: Matthias Hoch
Volle Konzentration auf die Leinwand Fotos: Matthias Hoch
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Der HD-Beamer im Gruppenraum 2 des Jugendhauses wirft ein WM-Spiel auf die Leinwand. Dieser Eindruck entsteht zumindest beim ersten flüchtigen Blick. Tatsache ist, dass Matthias Breunlein gerade die letzen Vorbereitungen trifft für das große Fifa-15-Spielkonsolenturnier, zu dem das Jugendhaus und der Fränkische Tag im Rahmen der Spiele- und Rätselwochen eingeladen haben.


16 Spieler, die sich je eine berühmte Fußballmannschaft wählen, werden in einem virtuellen Achtelfinale gegeneinander antreten. Die jungen Akteure sind zwischen zehn und 17 Jahre alt und haben meistens schon viel Erfahrung mit dem immer wieder verbesserten virtuellen Fußballspiel gesammelt. Gut zehn Minuten dauert ein Spiel, das die zwei realen Halbzeiten abbilden soll.



Die meisten Jugendlichen spielen bei der SpVgg Jahn Forchheim


Sieben der Jungs spielen auch sonst Fußball, die meisten bei der SpVgg Jahn Forchheim. Übereinstimmend sagen alle: Echter Fußball macht mehr Spaß. Aber trotzdem fiebern sie ihrem Auftritt am Controller entgegen. Aber erst einmal muss die Mannschaft gewählt werden. Erstaunlicherweise ist England sehr begehrt, obwohl die Leistungen der "Three Lions" bei der WM bekanntlich nicht so toll waren.

Die erste Partie soll Brasilien gegen Atlético Madrid sein. Sven tritt gegen Matthias Breunlein an. Breunlein hat das Turnier organisiert - gewissermaßen als Einweihung des renovierten Gruppenraums. Dort sind auch am Wochenende Bundesligaspiele live im Fernsehen zu sehen: Seit ungefähr einem Jahr lockt das Jugendhaus mit einem Sky-Zugang.


Ein Pokal und Karten für die Bamberger Basketballer


Auf dem Tischchen vor den Kontrahenten steht er schon, der Pokal, der auf den besten Zocker wartet. Gestiftet hat ihn der FT und Karten für Bundesliga-Spiele der Brose-Baskets gleich mit dazu.
FT-Redaktionsleiter Michael Memmel freut sich, dass das Turnier zustande kam. Und springt auch selbst mit ein, weil noch ein Startplatz frei ist. Memmel entscheidet sich für Borussia Dortmund; außer dem Bayernfan Steven ist er der einzige, der eine Bundesliga-Mannschaft wählt.

Breunlein gegen Sven, alias Brasilien gegen Atlético Madrid, steht nach zehn Minuten 2:1. Jeder Platz in dem doch recht kleinen Raum ist besetzt. Auch junge Frauen, die angeblich nichts mit Fußball am Hut haben, schauen zu. Es hat was, in die Rolle von elf Fußballstars schlüpfen zu dürfen. Es haben schließlich die Programmierer den virtuellen Akteuren etliches von deren echtem Spielverhalten mitgegeben. Der Ball fliegt knapp am Tor vorbei; wie im Stadion werden Rufe laut. Allerdings fällt dann der Jubel über die ersten Tore doch zögerlicher aus. Unerwartet fällt der Schlusspfiff. Sind die zehn Minuten wirklich schon um? Gelaufen sind die virtuellen Spieler ziemlich viel und haben so manche Parade geliefert, die auf dem echten Rasen nur ganz selten zu sehen ist.


Das Tempo steigert sich


Im nächsten Duell tritt Yasin für Arsenal an; Deniz hat Manchester City gewählt. Das britische Duell steht zur Halbzeit 0:0 unentschieden. In hohem Tempo greift Arsenal an. Walcott schießt das Tor. Die Augen der zwei Jungs an den Controllern bewegen sich immer schneller. Derweilen sind längst nicht mehr alle Zuschauer auf das virtuelle Spiel konzentriert; man plaudert über dies und das.

Hat Kazer einen besonders schweren Gegner gezogen? Memmel verrät, dass er in früheren Jahren öfter virtuellen Fußball gespielt hat. Mit einem anderen Steuerungsgerät, bekennt er nach seiner Runde und freut sich, dass er nur zwei Gegentore kassiert hat. In der angezeigten 88. Minute kassiert er das entscheidende 1:2 und ist raus. "Da ist ein Knopf, damit die Spieler schneller laufen; den hab ich nicht gleich gefunden", erklärt Memmel am Rande.


Der erste Sieger ist auch der letzte


Drei Stunden und unzählige Tasten-Kombinationen später ist das Turnier beendet. Der erste Sieger ist auch der letzte: Sven hat sich mit Brasilien nach Elfmeterschießen mit 4:3 gegen Yasin (Arsenal London) durchgesetzt, nachdem auch in der Verlängerung kein Tor gefallen ist. Auf Platz 3 landet Kadir, der mit Chelsea das kleine Finale gegen Emres Juventus Turin mit 3:2 gewonnen und sich damit die letzten Brose-Baskets-Karten gesichert hat.
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