Laden...
Weiher
Straßenbau

Straße in Weiher ist wieder frei - für 12.000 Fahrzeuge täglich

2,3 Millionen Euro kostete die Sanierung der Staatsstraße 2240 und der Neubau des Rad- und Fußweges in Weiher. Der Innenminister gab die Straße frei.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das Band ist durchgeschnitten. Foto: Petra Malbrich
Das Band ist durchgeschnitten. Foto: Petra Malbrich
+5 Bilder

Der Verkehr rollte bereits, als der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU), Uttenreuths stellvertretender Bürgermeister Reinhard Horlamus (SPD), Landtagsabgeordneter Walter Nussel (CSU), Bürgermeister Heinz Richter (FW) aus Neunkirchen am Brand und der Leiter des Straßenbauamts Nürnberg, Andreas Eisgruber, zum symbolischen Eröffnungsakt der Staatsstraße 2240 in Weiher (Kreis Erlangen-Höchstadt) kamen. "Wir haben nicht bis zum offiziellen Termin gewartet, damit die Leute nicht wieder die Umleitung fahren müssen", sagte Eisgruber. Gerade die Vollsperrung sorgte für viele Unannehmlichkeiten und Unmut. Auch zahlreiche Anwohner waren zur offiziellen Eröffnung gekommen. Gerade diesen Anwohnern dankte Andreas Eisgruber für das Verständnis, aber auch dem Bürgermeister aus Uttenreuth, der erkrankt war, und dessen Neunkirchener Kollegen Heinz Richter, der sich die Sorgen der Rosenbacher Bürger anhören durfte. Diese wüssten nun, was Verkehr bedeute, meinte Horlamus. Er zeigte sich wie alle Beteiligten erfreut, dass die Straße in Weiher für alle Verkehrsteilnehmer sicherer geworden ist. "Hier sieht man den lärmmindernden Asphalt", sagte Innenminister Herrmann bei einem Rundumblick. Vor allem die Lärmbelästigung sei enorm gewesen. Die Lärmdämmung war auch hörbar. Der Innenminister hob das Engagement des Uttenreuther Bürgermeisters Frederic Ruth und der Gemeinderäte hervor und erinnerte an die frühere Unentschlossenheit, ob eine Südumgehung gebaut oder die Ortsdurchfahrt verbessert würde. "Das führte dazu, dass 20 Jahre nichts getan wurde", meinte Herrmann. Ebenso wirkte der Uttenreuther Altbürgermeister Karl Köhler an der Verwirklichung mit. Auch er kam zu der Eröffnungszeremonie. Mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt und dem Anbau des durchgehenden Geh- und Radwegs sei die Verkehrssicherheit für alle und auch der Verkehrsfluss deutlich verbessert worden, meinte Herrmann.

Lob für die Straßenbauer

Ein großes Lob sprach Joachim Herrmann der guten Zusammenarbeit zwischen dem staatlichen Straßenbauamt Nürnberg und der ausführenden Baufirma Schulz aus Buttenheim aus, die ihre Bagger in Gang gesetzt hatten, so Eisgruber, um das 2,3 Millionen Euro teure Projekt weit früher - rund sechs Wochen - als geplant beenden zu können. Die Gesamtkosten setzen sich aus den 1,1 Millionen, die der Freistaat zahlt, und den 1,2 Millionen Euro der Gemeinde Uttenreuth zusammen. "Die 1,2 Millionen der Gemeinde werden noch ordentlich bezuschusst", sagte Herrmann, so dass ein Großteil durch den Freistaat bezahlt werde. Die Staatsstraße 2240 von Erlangen nach Neunkirchen am Brand ist eine der wichtigen direkten Verbindungsstraßen zwischen den Landkreisen Erlangen-Höchstadt und dem Nürnberger Land. Alleine in Weiher fahren durchschnittlich täglich 12.000 Fahrzeuge, wovon mehr als 450 Lastwagen sind.

Umgehung von Forth

Eine weitere wichtige Straße sei die Umgehungsstraße Forth, die im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen im "vordringlichen Bedarf" ist. Anschließend sperrte die Polizei für einen kurzen Augenblick die Straße, so dass alle am Projekt beteiligten Verantwortlichen das Band in den bayerischen Landesfarben durchschneiden konnten. Der Verkehr kann nun auch offiziell wieder durch Weiher fließen - bis zum nächsten Jahr, wenn der Ortsplatz umgestaltet wird.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren