Forchheim

Statt einer Arztpraxis ziehen zusätzliche Mietboxen in die Forchheimer Innenstadt

Im ehemaligen Heilmann-Gebäude werden künftig auch im ersten Stock Mietboxen untergebracht. Eine Arztpraxis sollte hinein, die Räume stehen aber seit langem leer.
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Noch steht der erste Stock im früheren Heilmann-Gebäude leer: Gegen einige kritische Stimmen wird "Lagermeister" nun erweitern. Foto: Ronald Heck
Noch steht der erste Stock im früheren Heilmann-Gebäude leer: Gegen einige kritische Stimmen wird "Lagermeister" nun erweitern. Foto: Ronald Heck

Im ehemaligen Heilmann-Gebäude in der Hauptstraße unweit des Rathausplatzes werden künftig auch im ersten Obergeschoss sogenannte Mietboxen untergebracht. Eigentlich sollte hier eine Arztpraxis entstehen - aber es fanden sich keine Mediziner, die Interesse hatten, dort im ersten Stock einzuziehen. Obwohl das Vorhaben im Bauausschuss umstritten war, beschloss die Mehrheit der Räte, der Nutzungsänderung zuzustimmen.

Der Besitzer Martin Bischof aus Forchheim möchte sein Geschäft "Lagermeister", das sich bereits im Erdgeschoss befindet, erweitern. Dort können Kunden Boxen mieten und Gegenstände einlagern. Da die im Obergeschoss geplanten Mietboxen allerdings der näheren Umgebung in der Innenstand widersprechen - wo sich meist Wohnungen befänden - empfahl das Stadtbauamt, dem nicht zuzustimmen.

"Der erste Stock ist schon seit über einem Jahren leer", betonte hingegen JB-Stadtrat Philipp Blümlein. Wie die Mehrheit seiner Kollegen befürwortete er deshalb die Expansion des Geschäftes - allerdings ohne die markante, gelb-blaue Werbe-Beklebung. Die Nachfrage nach den Boxen sei da, fügte Erwin Held (FW) hinzu: "Das sind überwiegend Forchheimer, die das nutzen. Ich sehe da auch einen Nutzen." Es gebe ohnehin zu viel Leerstand in Forchheim.

Nur Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) und FGL-Stadträtin Heike Schade lehnten die Erweiterung ab. Sie befürchteten unter anderem eine steigende Verkehrsbelastung. "Mit jedem dieser Geschäfte machen wir die Stadt etwas toter", sagte Buchhändlerin Schade. Sie wünschte sich ein Gesamtkonzept für die Innenstadt.

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