Ebermannstadt
Startschuss

"StadtUp" in Ebermannstadt: Frische Köpfe braucht die Insel

Mit dem Projekt "StadtUp" soll der Wirtschaftsstandort Ebermannstadt und mit ihm die sich in einer Insellage befindliche Altstadt belebt werden. Es ist ein Kampf gegen leerstehende Geschäftsflächen und für einen breiten Branchenmix.
Artikel drucken Artikel einbetten
Christiane Meyser hatte als Geschenk für Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber, der schon mehrfach beim Fränkische-Schweiz-Marathon startete, ein paar neue Laufschuhe. Fotos: Carmen Schwind
Christiane Meyser hatte als Geschenk für Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber, der schon mehrfach beim Fränkische-Schweiz-Marathon startete, ein paar neue Laufschuhe. Fotos: Carmen Schwind
+1 Bild

"Wir suchen kreative Leute mit Ideen!" Mit diesen Worten gab Ebermannstadts Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) den Startschuss für den außergewöhnlichen Businesswettbewerb "StadtUp". Einfallsreiche Unternehmer oder Menschen mit Ideen, die sich selbstständig machen möchten, können an diesem Wettbewerb teilnehmen und unterstützende Dienstleistungen von Kooperationspartnern im Gesamtwert von über 60 000 Euro gewinnen.

"Das eint mich mit dem Projekt, denn ich stand vor 20 Jahren auch vor der Entscheidung, was tue ich als Selbständiger", erzählte der bayerische Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber (FW). Er hätte sich damals auch über Begleitung durch Firmenpartner gefreut, denn durch Partnerschaften entstünden die nötigen Netzwerke. "Es gibt ja mittlerweile viele soziale Netzwerke, aber ich finde es besser, wenn auch die Stadt mit unterstützt."

Glauber erinnerte daran, dass vor 20 Jahren von Politikern eine Zukunft in Bayern mit sieben großen Städten geplant war, um die sich alles dreht. "Wir sind deutlich mehr als sieben Städte oder zwei Metropolregionen", sagte der Minister. Er freut sich über diese Idee in Ebermannstadt und wünsche sich, dass sich noch mehr Leute in diese Stadt verlieben.

Altstadt aufwerten

Mit dem Projekt "StadtUp" soll Bewegung in die Wirtschaft Ebermannstadts kommen. Für die Bewegung des Staatsministers schenkte ihm Christiane Meyer Laufschuhe. Außerdem verriet sie, dass sie beide denselben - und ihrer Ansicht nach weltbesten - Frisör in Ebermannstadt haben. Motto dieser Geschäftsbewegung ist: "Frische Köpfe für die Insel". Denn gerade die Altstadt mit ihrer "Insellage" soll aufgewertet werden. Hier gibt es bereits eine gute Mischung aus Handel, Gastronomie und Erlebnis. Doch nun werden weitere Unternehmer aus der ganzen Welt und mit innovativen Ideen gesucht, die sich hier niederlassen wollen.

Christiane Meyer trug vor, dass die Kooperationspartner dieses Projektes zeigen wollen: "Uns ist der Wirtschaftsstandort Ebermannstadt wichtig! Wir stehen füreinander ein, es gibt ein Miteinander! Wir halten zusammen! Wir sind offen für neue Ideen und bringen uns ein!" Weiter berichtete sie, dass die Bedeutung der Stadt als Mittelzentrum immer mehr wachse: "Wir sind der Motor für die Entwicklung der inneren Fränkischen Schweiz." Mit fast 7000 Einwohnern und einem Einzugsgebiet von etwa 30 000 Menschen aus der Region besitze die Stadt eine überdurchschnittliche Kaufkraft. Außerdem arbeiten immer mehr Menschen in Ebermannstadt. Diese positive Entwicklung soll sich nun noch mehr verbessern.

"StadtUp" ist eine Idee von Annika Eckert vom Zentrenmanagement. Sie stellte das Projekt in der Veranstaltung kurz vor: Kreative Menschen, die sich in Ebermannstadt geschäftlich niederlassen wollen, können ihre Konzepte aus den Bereichen Handel, Handwerk, Gastronomie oder Dienstleistung bis zum 31. Januar 2020 beim Zentrenmanagement abgeben oder sich dort informieren. Im Februar 2020 sollen von einer Jury die drei besten Konzepte ermittelt und die Gewinner prämiert werden.

Leerstände bekämpfen

Die Kooperationspartner aus der Region sind neben der Stadtverwaltung Firmen aus den Bereichen Medien und Kommunikation, Beratung, Marketing, Banken, Versicherungen, Steuerberater und Anwalt, Handwerk und Versorgungsdienstleister. Sie begleiten das Projekt und stellen für die Sieger finanzielle Mittel und Dienstleistungen für den Start zur Verfügung.

Das Prämienpaket für Platz eins hat einen Wert von rund 30 000 Euro, für den zweiten Platz etwa 20 000 Euro und für den dritten Platz rund 13 000 Euro. Der geplante Geschäftsort muss im Gemeindegebiet Ebermannstadt liegen und dort für mindestens drei Jahre bestehen bleiben. "Damit wollen wir auch leer stehende Geschäftsflächen reaktivieren und den Branchenmix verdichten", sagte Annika Eckert und verriet, dass sich bereits Interessierte aus Nürnberg bei ihr gemeldet haben.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren