Forchheim
Stadtentwicklung

Stadtrat beschließt Wohnnutzung des Klosters

Das Erlanger Max-Planck-Institut hätte das Forchheimer Redemptoristen-Kloster gerne als Bildungsstätte genutzt. Doch der Stadtrat hat am Donnerstag endgültig die Planung für die Wohnnutzung auf dem Gelände beschlossen.
Artikel drucken Artikel einbetten
In eine Bildungsstätte wollte das Max-Planck-Institut Erlangen das Forchheimer Kloster verwandeln. Doch der Stadtrat setzt weiter auf eine Wohnnutzung. Foto: Josef Hofbauer
In eine Bildungsstätte wollte das Max-Planck-Institut Erlangen das Forchheimer Kloster verwandeln. Doch der Stadtrat setzt weiter auf eine Wohnnutzung. Foto: Josef Hofbauer
Ein Hotel und ein Altenwohnheim waren im Gespräch, bis sich die Redemptoristen für eine Wohnnutzung in ihrem Kloster entschlossen. Wie berichtet, verlassen die Patres Forchheim und haben das Gelände in der Klosterstraße an den Erlanger Bauträger Sontowski & Partner verkauft.

Im Stadtrat am Donnerstag schien die Nutzungsgeschichte des Klosters plötzlich eine Wende zu nehmen. Professor Gerd Leuchs vom Max-Planck-Institut Erlangen hatte sich an Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU/WUO) gewandt. Leuchs Hoffnung: Wenn die Stadt vom Vorkaufsrecht des Klostergeländes Gebrauch macht, könnte das Institut in der Klosterstraße ein Bildungs- und Tagungszentrum bauen. "Für mich wäre es interessant gewesen", sagte Stumpf am Freitag. Aber der Vorstoß der Max-Planck-Gesellschaft sei einfach zu spät gekommen. Gerd Leuchs hatte seine Idee im Januar den Redemptoristen vorgetragen.
"Doch die konnten sich für die Idee nicht erwärmen", sagt Stumpf und zitiert aus einem Brief der Patres an ihn: "Die Würfel der Nachnutzung sind bereits gefallen."

Theoretisch hätte die Stadt das Vorkaufsrecht wahrnehmen können. Dann hätte sie den Redemptoristen schätzungsweise zwei Millionen Euro gezahlt und der Erlanger Bauträger hätte zurücktreten müssen. Doch diese Variante habe den Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung auch deshalb nicht überzeugt, sagt OB Stumpf, weil das Erlanger Institut das Klostergelände wiederum nicht direkt kaufen wollte. Das Geschäft hätte über eine Stiftung abgewickelt werden sollen. Stumpf: "Das war den Stadträten dann auch zu viel Risiko." Sie entschieden sich dafür, die Wohnbebauung voranzutreiben. Ganz im Sinne der scheidenden Patres.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren