Gräfenberg

Stadt wirbt um Unterstützung für Sanierung der Gräfenbergbahn

Mit einem Resolutionsvorschlag, wie man die Gräfenbergbahn funktions- und zukunftssicher instandsetzen könne, wirbt Gräfenberg um Unterstützung.
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Ein Zug der  Gräfenbergbahn am Bahnhof in Gräfenberg Foto: petra Malbrich
Ein Zug der Gräfenbergbahn am Bahnhof in Gräfenberg Foto: petra Malbrich
Die Problemhäufung an der Gräfenbergbahn begann im November vergangenen Jahres und sorgte für Probleme bei verärgerten Eltern und Pendlern. Der Gräfenberger Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla (SPD) brachte das Problem bereits in der Sitzung des Kreistags Forchheim vor und versuchte vor Weihnachten noch, mit den anderen an der Bahnstrecke liegenden Gemeinden zu sprechen.

Nun brachte der Grünen-Stadtrat Matthias Striebich einen Antrag ein. Mit den aufgelisteten Maßnahmen könne die Gräfenbergbahn funktions- und vor allem zukunftssicher instand gesetzt werden. Auch engere Taktzeiten sind auf dem Antrag angegeben.


Prozess in Schwung bringen

Mit diesem Schreiben will die Stadt Gräfenberg Bundes- und Landtagsabgeordnete involvieren, um den Prozess einer deutlichen Verbesserung in Schwung zu bringen.

Werner Wolf (FW) und Hans Derbfuß (CSU) geht die Geschichte jedoch zu weit. Den Maßnahmenkatalog wolle man eher in Hand der Berufspolitiker sehen. Ob die konkreten Vorgaben wie Oberleitung so in Ordnung seien, wolle man nicht beurteilen.


Schranke per Hand betätigt

Bürgermeister Nekolla brachte hier eine Geschichte aus dem Bahnalltag an. Eine zusätzliche Person sei im Zug mitgefahren, um in Eschenau auszusteigen und dort die Schranke zu betätigen. "Und das in einem hochtechnisierten Land. Das kann nicht sein", betonte Nekolla. So viel sei in dem Schreiben nicht gefordert.

Lars Laufer (CSU) drückte die Bedenken dann anders aus: "Im Beschluss steht, dass wir das anderen Gemeinden aufbürden." Das wolle man nicht, sondern deren Unterstützung. Nun wurde das Schreiben Resolutionsvorschlag genannt, mit dem man sich an die anliegenden Gemeinden wenden werde. Einstimmig wurde diese Art der Werbung für Unterstützung angenommen.


Sanierung des Freibades

Mit einem Antrag auf Gründung eines Arbeitskreises Freibad wendete sich die Gräfenberger Bürgerliste (GBL) an den Stadtrat, um die Sanierung des Bades voranzubringen. Werner Wolf erinnerte an die gute Aktion mit dem Förderverein, mit der es gelungen war, das Freibad wieder eröffnen zu dürfen.

Ein Planungsbüro sollte nun Ausbauvarianten vorlegen. Solle nun der Arbeitskreis diese Arbeit erledigen? Für die FW stellte sich die Frage nach dem Sinn und Zweck eines Arbeitskreises. Um die Sanierung voranzubringen, werde man zustimmen, jedoch müsse die Leitung des Arbeitskreises der Bürgermeister innehaben. Das Gräfenberger Stadtoberhaupt erklärte sich dazu bereit. Verwundert war Antragsteller Heiko Kracker (GBL). Der Vorschlag sei allen Fraktionen vorgelegt worden. Auch aus jeder Fraktion solle ein Vertreter im Arbeitskreis dabei sein. Lediglich von den Freien Wählern kam keine Rückmeldung, um Optionen durchzusprechen. Auch der Förderverein werde eng mit eingebunden werden.

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