Weißenohe
Kriminalität

Gesprengte Fahrkartenautomaten: Kripo fasst Tatverdächtigen

Die Serie von Sprengungen von Fahrkartenautomaten - unter anderem in Weißenohe - ist laut Mitteilung des Bayerischen Landeskriminalamtes geklärt.
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Der Tatort mit dem gesprengten Fahrkartenautomaten in Weißenohe. Insgesamt wurden in ganz Bayern sechs Fahrkartenautomaten gesprengt.  Foto: Petra Malbrich
Der Tatort mit dem gesprengten Fahrkartenautomaten in Weißenohe. Insgesamt wurden in ganz Bayern sechs Fahrkartenautomaten gesprengt. Foto: Petra Malbrich
Die Serie gesprengter Fahrkartenautomaten in Bayern hat ein Ende: Nach umfangreichen Ermittlungen der Ermittlungsgruppe "Automat" des Bayerischen Landeskriminalamtes wurde am Freitag, den 9. März 2018, gegen 23 Uhr ein dringend Tatverdächtiger festgenommen. Im Laufe der kriminalpolizeilichen Ermittlungen stellten die Sprengstoffexperten fest, dass ein 22-jähriger deutscher Staatsangehöriger sich zu den mutmaßlichen Tatzeiten an mindestens zwei Tatorten aufgehalten hat.


Tatverdächtiger in Straubing verhaftet

Daraufhin erfolgte in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Ingolstadt - der zuständigen Ermittlungsbehörde für die Tat in Eichstätt am 4. März, bei der ein Fahrdienstleiter verletzt wurde - die Festnahme des Tatverdächtigen in seiner Wohnung im Landkreis Straubing. Bei der Durchsuchung fanden die Ermittler umfangreiches Beweismaterial und Geldscheine, die Teile der Beute sein könnten.


Haftbefehl erlassen

Der Tatverdächtige wurde am 10. März dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Ingolstadt vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Der arbeitslose 22-Jährige steht im dringenden Verdacht, seit 6. Februar insgesamt sechs Fahrkartenautomaten mit Sprengstoff gesprengt zu haben. In einem Fall wurde eine Person verletzt. Der gesamte Sachschaden beläuft sich auf mindestens 150.000 Euro.

In allen Fällen versuchte der Verdächtige, an das in den Automaten befindliche Bargeld zu kommen. Dabei waren die Explosionen so heftig, dass nicht nur die Automaten komplett zerstört wurden. Auch an den Wartehäuschen entstand jeweils erheblicher Schaden. Zur Verdeutlichung: In einem Fall wurde die Türe des Automaten, die immerhin 50 Kilogramm wiegt, fast 30 Meter weit geschleudert.


Die Tatorte

Hier die Zusammenfassung aller Tatorte mit den genauen Tatzeiten: 6. Februar, 5 Uhr, Burgthann; 9. Februar, 5.10 Uhr, Weißenohe; 16. Februar, 3.45 Uhr, Grub bei Poing; 25. Februar, 3.05 Uhr, Grub bei Poing; 4. März, 2.30 Uhr, Eichstätt; 5. März, 4.15 Uhr, Neuhof an der Zenn.


Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise

Der Tatverdächtige macht bislang keine Angaben zu den ihm vorgeworfenen Straftaten. Nach den bisherigen Ermittlungen muss allerdings davon ausgegangen werden, dass die Automaten nicht von ihm alleine gesprengt wurden. Die Ermittlungen der "EG Automat" und der Staatsanwaltschaft Ingolstadt dauern an. Insbesondere werden weiterhin Zeugen gesucht, die an den oben genannten Tatorten und deren Umgebung verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben. Hinweise nimmt das Bayerische Landeskriminalamt unter Telefon 089/1212-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
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