Willersdorf
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Willersdorf fegt Pautzfeld vom Platz

Der Absteiger ließ dem Ortsnachbarn beim 9:1 keine Chance und sendete ein Signal an die Konkurrenz der Fußball-A-Klasse 3 ER/PEG. Trainerrücktritt beim ATSV
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Mangelnden Einsatz musste sich die DJK Pautzfeld um Dominik Welsh (unten) nicht vorwerfen lassen. Die gastgebenden Willersdorfer (li. Jörg Weber) waren spielerisch aber klar überlegen.  Christian Distler
Mangelnden Einsatz musste sich die DJK Pautzfeld um Dominik Welsh (unten) nicht vorwerfen lassen. Die gastgebenden Willersdorfer (li. Jörg Weber) waren spielerisch aber klar überlegen. Christian Distler
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Die SpVgg Reuth verteidigte ihre Tabellenführung in der Fußball-A-Klasse 3 ER/PEG kampflos, da der TSV Ebermannstadt II nicht antrat. "Wir mussten Spieler in die erste Mannschaft abgeben und bekommen aktuell nicht genug zusammen", erklärte der Ebser Reserve-Coach Simon Albert. In der Vierer-Staffel erklomm der FC Thuisbrunn die Spitze.

A-Klasse 3 ER/PEG: DJK Willersdorf - DJK Pautzfeld 9:1

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Die Gäste kamen forsch aus der Kabine und erarbeiteten sich die ersten beiden Torannäherungen durch Fernschüsse von Marcel Graf und Dominik Welsh, die das Gehäuse jedoch knapp verfehlten. Anschließend übernahm die Heimelf mehr und mehr die Kontrolle und überzeugte mit sicherem Passspiel. Spielertrainer Michael Hobner agierte als Taktgeber aus der Abwehrzentrale mit variablem Spielaufbau mit einigen präzisen Diagonalbällen auf seine Sturmreihe. Christian Rzonsa, Christian Seeberger und Matthias Leisgang tauschten häufig die Positionen und brachten die gegnerische Abwehr durcheinander. Auf diese Weise entstand das 1:0, als Rzonsa auf der rechten Außenbahn in Szene gesetzt wurde und auf den mitgelaufenen Seeberger querlegte, der nur noch einschieben musste (12.).

Pautzfeld nur in eigener Hälfte

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Nur wenig später nahezu eine Kopie der Führung: Nach einem Ballverlust in der Hintermannschaft der Gäste gab Sebastian Fischer per Querpass den Assist für Leisgang (16.). Im Anschluss konnten sich die Pautzfelder kaum mehr aus der eigenen Hälfte befreien. "Wir wissen, dass wir Fußball spielen können. Aber sobald es ein- oder zwei Mal hinten klappert, brechen wir zusammen. Ich weiß nicht, an was es liegt", stellte Pautzfeld-Coach Alexander Büttner nach der Partie resigniert fest.

Die Eintracht hatte jetzt viel Platz im Angriff, ging jedoch fahrlässig mit den Chancen um. Fischer versprang der Ball in aussichtsreicher Position allein vor dem Tor (20.). Dann war wieder ein leichtfertiger Ballverlust der Pautzfelder Auslöser für einen Gegentreffer: Leisgang schnappte sich die Kugel und schickte Rzonsa, der eiskalt einschob (32.). Mit dieser komfortablen Führung im Rücken zog sich die Eintracht etwas zurück und ließ den Gegner kommen, agierte jedoch teils zu passiv und ermöglichte dem Gegner die ersten zwingenden Chancen.

Der eingewechselte Ferhat Demirezen brachte sichtlich Schwung ins Offensivspiel der Gäste. "Wir hatten zehn Minuten gegen Ende der ersten Halbzeit, in denen wir zu offen waren", bemängelte Hobner nach der Begegnung. Zum Glück für sein Team verpasste es Pautzfeld jedoch zu verkürzen, so dass die 3:0-Führung bis zur Pause Bestand hatte.

Trotz großer Ambitionen verlief auch der Start in die zweite Hälfte für die Spartaner gar nicht nach Plan. "In der Pause habe ich der Mannschaft gesagt, dass wir innerhalb der ersten zehn Minuten das 1:3 machen müssen, dann ist hier auf jeden Fall noch was möglich. Oder es kommt das vierte oder fünfte. Leider Gottes ist der zweite Fall eingetreten", erklärte Büttner. Schon zwei Minuten nach Wiederanpfiff fand eine Flanke von Rzonsa den Kopf von Leisgang, der zum vierten Treffer einnickte. Kurz darauf erhöhte wieder Leisgang auf Zuspiel von Seeberger (53.).

Obwohl das Spiel dadurch entschieden war, versuchten die Gäste weiter, Chancen zu kreieren, so dass der Eintracht große Räume für Konter blieben. Bei Ballverlusten schaltete Willersdorf blitzschnell um. Insbesondere Rzonsa war von den Pautzfeldern nicht zu fassen. Per Kopf baute er die Führung auf 6:0 aus, diesmal servierte Leisgang per Flanke (61.). Der eingewechselte Sascha Postler setzte sich mit einem Sololauf gegen drei Gegner durch und führte den Torreigen fort (64.).

Beinahe zweistelliges Ergebnis

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Die Hintermannschaft der Gäste zerfiel komplett. Ein Angriff nach dem anderen rollte aufs Pautzfelder Tor. Fischer (70.) und Rzonsa mit seinem dritten Treffer (83.) kratzten an der Zweistelligkeit. Fast so kurios wie das Ergebnis war außerdem eine Aktion des Willersdorfers Jörg Weber, der einen verunglückten Rückpass zum Torwart aus etwa 40 Metern fast in den eigenen Kasten setzte. Der Ehrentreffer war aber Enver Hantal vorbehalten (86.).

Trotz der Meisterleistung seiner Mannschaft versuchte Hobner, die Erwartungshaltung zu dämpfen: "Ob wir wirklich ganz oben angreifen können, muss man sehen. Ich glaube, man fährt ganz gut damit, von Spiel zu Spiel zu denken und dann zu schauen, was dabei rauskommt." Willersdorf: Männel - Grimm, Halbach, Hobner, Weismeier, Präger, Weber, Leisgang, Fischer, C. Seeberger, Rzonsa (Postler, F. Seeberger, Brandl) Pautzfeld: Klement - Düsel, Kupfer, Höhn, Hantal, Graf, Tumbach, Walzog, Welsh, Candan, Büttner (Postler, Demirezen, Ulbricht) Schiedsrichter: Andreas Stark (DJK Langenmosen) / Zuschauer: 130

Pinzberg/Gosberg - ATSV Forchheim 5:2

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Die SG wollte den ersten Saisonsieg und ging entsprechend in die Partie. Bereits nach acht Minuten gelang Coach Matthias Schuhmann die Führung. Jetzt wachten die Gäste auf, Fadil Haji-Yusef erzielte den Ausgleich (15.). Damit ging es trotz mehrerer Chancen in die Pause. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie etwas aggressiver. In der 65. Minute zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt, Tobias Schüpferling scheiterte mit dem Foulelfmeter, lochte aber den Nachschuss zum 2:1 ein. Keine drei Minuten später vollendete Schuhmann einen schönen Pass von Martin Weber.

Als ATSV-Keeper Luis Mechler einen Heber von Schuhmann außerhalb des Strafraums mit den Händen abwehrte, musste er mit der Ampelkarte vom Feld (69.). In Unterzahl gelang Forchheims Trainer Tekin Atar der Anschluss (77.). Plötzlich war der ATSV allerdings nur noch zu neunt, weil Luka Kisberi wegen Fouls Rot sah. Lorenzo Gallmetzer per Foulelfmeter 4:2 (88.) und Schüpferling mit dem Schlusspfiff schraubten das Ergebnis in die Höhe. Im Anschluss an die Partie erklärte Atar seinen Rücktritt (siehe unten). mgö

Leutenbach/Mittelehrenbach - DJK Hallerndorf II 2:1

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In einem fairen Spiel war die Heimelf überlegen und drückte den Gegner in dessen Hälfte fest. Trotzdem gingen die Gäste durch ein Eigentor, als ein harmloser Schuss abgefälscht wurde, in Führung. Mit einem direkten Freistoß gelang Fabian Fritsch der Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel drückte die SG weiter und kurz nach seiner Einwechslung gelang Benjamin Meixner per Kopf der Siegtreffer. mgö

SV Poxdorf II - SV Bammersdorf 1:1

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Bammersdorf war von Beginn an überlegen. Nach 27 Minuten gab es einen Pass in die Schnittstelle auf den schnellen Tahir Ali Gemechis, der mit einem schönen Lupfer das 0:1 erzielte. Bammersdorf dominierte weiter, vergaß allerdings das Toreschießen. Mit der einzigen Chance erzielte Johannes Reck den Ausgleich (38.).

Auch nach dem Seitenwechsel bestimmte der SVB das Geschehen, ohne jedoch seine Chancen zu verwerten. "Wir haben es einfach verpasst, Tore zu schießen. Der Gegner kommt mit einem Vorstoß zum Punktgewinn", ärgerte sich Gästecoach Metin Akyol. mgö

A-Klasse 4 ER/PEG: FC Thuisbrunn - SG Oberes Pegnitztal II 4:1

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Thuisbrunn musste auf einige Stammkräfte verzichten, trotzdem gelang ein verdienter Sieg. Niko Schwandner ging nach einem langen Ball ins Eins-gegen-eins und behielt die Nerven (20.). Ähnlich erzielte er das 2:0 (62.). Auch nach einem Abpraller stand der 22-Jährige richtig und komplettierte den Hattrick (78.). Ein Freistoß in den Winkel von Thomas Huber bescherte den Anschluss (79.), ehe Dominik Hofmann den Endstand herstellte (80.). mgö

SV Bronn - SG Bärnfels/Obertrubach 3:1

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Die Zuschauer sahen eine ansehnliche Partie, die ständig hin- und herging. Die Gäste waren engagiert, aber die Heimelf war ebenfalls gefährlich. Nur eine Minute nach seiner Einwechslung ließ Christian Oltean dem Gästetorwart mit einem Heber keine Chance (30.). Die SG kam besser aus der Kabine und schaffte dank eines Eigentors von Lukas Späth den Ausgleich (59.). Nun wurde Bronn wieder stärker und Oltean erzielte das 2:1 (80.). Nach einem schönen Spielzug nickte Sener Moustafa eine Flanke per Kopf ein (93.).

TSV Elbersberg - SV Plech 3:0

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Elbersberg trat die Partie ersatzgeschwächt an, machte aber das Beste daraus. Nach einem Eckball der Gäste konterte der TSV über Patrick, der zum 1:0 versenkte (20.). Ebenfalls einen langen Ball in die Spitze vollendete Johannes Wölfel (51.), ehe Eckert auf Querpass von Wölfel alles klar machte (60.). mgö

Tekin Atar tritt beim ATSV Forchheim zurück

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Eigentlich war der Start nach dem Abstieg gelungen: Vor dem gestrigen Spiel in der Fußball-A-Klasse 3 ER/PEG bei der SG Pinzberg/Gosberg hatte der ATSV Forchheim sieben Punkte auf dem Konto. In Pinzberg verloren die Gäste mit 2:5. Vor allem nach dem Seitenwechsel zeigte die Mannschaft ein Gesicht, das schon in der vergangenen Kreisklassen-Saison häufig hervortrat. Durch Undiszipliniertheiten und unnötige gelbe Karten machten sich die Schützlinge von Spielertrainer Tekin Atar selbst das Leben schwer.

Ein Grund für den 40-Jährigen, das Handtuch zu schmeißen. Im Anschluss an die Partie unterrichtete Atar die ATSV-Verantwortlichen, dass er mit sofortiger Wirkung von seinem Posten zurücktritt. "Schon letzte Saison waren einige Spieler immer wieder undiszipliniert benahmen sich daneben. Leider lernen sie nicht dazu", begründete der seit Sommer 2016 amtierende Coach seinen Schritt.

Abteilungsleiter Sahin Saygili wurde vom Rücktritt im Urlaub erwischt. "Wenn Tekin das gesagt hat, wird es stimmen. Ich habe noch keinerlei Kenntnis", erklärte der Funktionär gegenüber unserem Partnerportal anpfiff.info. Ein Interimsnachfolger dürfte demnach noch nicht feststehen. Atar schaffte nach dem Aufstieg unter Coach Peter Heublein den Klassenerhalt, am letzten Spieltag der vergangenen Saison erwischte es die Forchheimer aber. mgö

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