Forchheim
Karate

Wie zu den besten Zeiten

42 Sportler, 35 Medaillen: Bei der "Oberfränkischen" ist das Shotokan-Zentrum aus Forchheim der erfolgreichste Verein.
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Svenja Kindler (l.) vom Shotokan-Zentrum aus Forchheim holte sich bei der oberfränkischen Karate-Meisterschaft den ersten Platz im Kumite. Insgesamt gingen 35 Medaillen nach Forchheim. privat
Svenja Kindler (l.) vom Shotokan-Zentrum aus Forchheim holte sich bei der oberfränkischen Karate-Meisterschaft den ersten Platz im Kumite. Insgesamt gingen 35 Medaillen nach Forchheim. privat
Das Shotokan-Karate-Zentrum Forchheim ist auf dem besten Weg, die Dominanz früherer Jahre im Bezirk Oberfranken zurückzuerobern. Bei den Meisterschaften in Coburg hatten die Forchheimer 42 Sportler im Einsatz und holten mit 35 Medaillen den ersten Platz in der Vereinswertung. Alle Altersklassen waren besetzt, von den Kindern über die Schüler bis hin zu Leistungsklasse und Masters. Und die meisten landeten auf den vorderen Plätzen: 15 Goldmedaillen, elf zweite Plätze und neun Mal Bronze war die Ausbeute.

Bemerkenswert war, dass gerade bei den Kindern und Schülern viele bereits im vergangenen Jahr bei den "Oberfränkischen" gestartet sind und nun mit zum Teil enormen Leistungssteigerungen beeindruckt haben. Die Erfolge in den vergangenen Jahren haben eine gewisse Sogwirkung entfaltet.
Waren es bei den Masters in den letzten Jahren nur zwei oder drei Starter, nahmen diesmal nun sechs Athleten teil - auch der ein oder andere, der vor Jahren seine Wettkampfkarriere beendet hatte und nunmehr wieder Spaß daran gefunden hat.

Allerdings macht im Besonderen der Nachwuchs den Forchheimer Trainern sehr viel Freude. Eine Gruppe von fast 30 Kindern und Schülern sind nahezu in jedem Training und entwickeln sich sehr zielstrebig.

Eine herausragende Vorstellung lieferte dabei allerdings die Forchheimerin Livia Lowry ab. Mangels Teilnehmer in ihrer Altersklasse bei den Kindern durfte sie bei den Jungs starten. Und dort legte sie richtig los: Ihre Vorrundenkämpfe gewann sie souverän und traf im Finale auf den amtierenden Bayerischen Meister Paul Hörner (Naila). Er ging zwar schnell mit 2:0 in Führung, hatte seine Gegnerin aber offenbar komplett unterschätzt. Sie setzte ihm dermaßen zu, dass selbst ein ungewollter Treffer von Hörner unterhalb des linken Auges von Livia sie nicht stoppen konnte. Mit einer bemerkenswert klugen Taktik und ungeheurem Mut und Kampfgeist holte sie Punkt für Punkt und gewann mit 6:2.

Für eine weitere Überraschung sorgte das neu formierte Kata-Team der Masters. Oliver Schnabel, Jutta Zimmermann und Georg Gittelbauer traten diesmal nicht an, daher waren Andreas Polster, Stefan Metzger und Hans Rosemann als Kata- Team II am Start. Sie trafen auf die Mannschaft aus Kulmbach, zeigten eine starke Leistung und gewannen völlig unerwartet den Wettbewerb.


Die Titelträger des Shotokan-Zentrums

Rosen Stefanov (Kata und Kumite), Livia Lowry (Kata und Kumite), Andreas Polster (Kata), Andrea Michel (Kata), Kumite-Team Schüler weiblich, Oliver Schnell (Kata), Lina Berisha (Kata), Kata-Team Masters, Kilian Grant (Kumite), Milena Stefanova (Kumite), Nova Lowry (Kumite), Svenja Kindler (Kumite), Luan Berisha (Kumite)
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