Forchheim
Fußball-Bayernliga

Wie ein Heimspiel für Norbert Hofmann

Die Zeit beim Jahn war mit die schönste in seiner Karriere, sagt Norbert Hofmann. Am Samstag kehrt der Coach mit dem ASV Vach für 90 Minuten zurück.
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Seit 1984 ist Norbert Hofmann Trainer mit Leib und Seele. Am Samstag gastiert er mit dem ASV Vach bei der SpVgg Jahn Forchheim - es wird ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern. Sportfoto Zink
Seit 1984 ist Norbert Hofmann Trainer mit Leib und Seele. Am Samstag gastiert er mit dem ASV Vach bei der SpVgg Jahn Forchheim - es wird ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern. Sportfoto Zink
Vier Jahre lang war Norbert Hofmann einst Trainer der SpVgg Jahn Forchheim. Am Samstag um 15 Uhr gibt er mit dem ASV Vach seine Visitenkarte am Wasserturm ab. Im Vorfeld des Duells unterhielten wir uns mit dem langjährigen Uerdinger Bundesligafußballer, seit vielen Jahren auf dem hiesigen Trainermarkt aktiv, über seine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, die Bayernliga allgemein und die Rolle der Vacher als Aufsteiger in der Liga.

Herr Hofmann, nach einigen Jahren kehren Sie als Trainer wieder einmal zurück nach Forchheim. Werden da Erinnerungen wach?
Norbert Hofmann: Aber natürlich. Die vier Jahre in Forchheim gehören mit zu den schönsten Jahren in meiner Karriere. Wenn ich da so an die ganzen Geschichten im Umfeld denke. Und wie wir Jahr für Jahr die großen Favoriten ärgern konnten. Das war eine Mannschaft gespickt mit menschlich überragenden Charakteren und noch dazu richtig guten Fußballern.

Gibt es denn noch Kontakte zu den alten Weggefährten?
Na klar. Und nicht gerade wenig. Mit Bernd Kohler und Edgar Wirth habe ich regelmäßig Kontakt. Leider sind ja mit Wiggerl Preis und Bernd Brechelmacher zwei aus dieser Zeit viel zu früh verstorben. Aber zu den anderen pflege ich die Kontakte. Thomas Oppelt und Ralf Weidhaus sind auch noch zwei derer, die ich regelmäßig höre oder sehe. Und viele andere.

Und zu den aktuell in Forchheim tätigen Spielern?
Da kenne ich ja nicht mehr ganz so viele. Philipp Nagengast hatte ich in Weingarts als Spieler, Jens Wartenfelser kenne ich noch aus seiner Baiersdorfer Zeit. Und natürlich Tom Jäckel. Er war ja damals in der Buckenhofener Hochphase bei mir. Das war auch eine Riesentruppe. Hayri Özdemir, Thomas Roas und wie sie alle geheißen haben. Die habe ich ja am Wochenende beim Spiel gegen Erlangen-Bruck getroffen. Da haben wir danach auch lange gequatscht.

Gegen Bruck gelang Ihrem ASV der erste Sieg. Ist Vach nach dem Aufstieg nun in der Bayernliga angekommen?
Vorneweg muss man sagen, dass die Liga hochinteressant ist. Du hast viele Derbys, kurze Wege und triffst viele alte Gesichter. Das ist schon ein super Ding. Für uns ist es aktuell noch schwierig. Wir hatten durch die Relegation nur eine kurze Pause. Sechs, sieben Spieler konnten in der nur vierwöchigen Vorbereitung gerade einmal die Hälfte aus verschiedensten Gründen mitmachen. Dazu haben wir noch ein paar Neuzugänge. Das hinterlässt Spuren. Bei den Bruckern war es ja im Vorjahr auch so, dass sie die ersten Punkte erst in der jetzigen Phase geholt haben. Blöd ist, dass sich das jetzt durch Urlauber und vor allem die zwei schwer verletzten Spieler noch fortsetzt. Bei den englischen Wochen und der Hitze merkt man das einfach brutal. Daher bin ich jetzt erst einmal froh, dass wir in einen Wochenrhythmus kommen. Da kannst du dann vernünftig trainieren. Ich bin optimistisch, dass wir am Ende die Liga halten können.

Ist es eigentlich tatsächlich so, dass aufsteigen schwieriger ist als die neue Klasse zu halten?
Definitiv. Wir waren bislang nie haushoch unterlegen. Am Ende haben dann persönliche Fehler, die fehlende Robustheit und andere Kleinigkeiten oft den Ausschlag für den Gegner gegeben. Das lernen meine Jungs aber allmählich. Sie begreifen es und dann werden wir auch Spiele gewinnen. Bis auf eine Katastrophenhalbzeit in Abtswind war die Saison durchaus in Ordnung. Dazu kam, dass wir Pech mit den Schiedsrichtern hatten. Ich will da nicht schimpfen, aber das war zeitweise schon grenzwertig.

Jetzt geht es gegen Forchheim. Haben Sie den Jahn schon beobachtet?
Natürlich. Ich schaue mir eigentlich alle Gegner im Vorfeld an. In Sand hatten sie das nötige Glück, durch ein 30-Meter-Tor wieder in Führung zu gehen. Das vierte Tor war dann schon ein herrlicher Konter. Sie agieren unheimlich clever, stehen kompakt und kontern über ihre schnellen Offensivleute richtig gut. Defensiv sind sie fast komplett neu aufgestellt. Da könnte unsere Chance liegen. Wir bauen ja letztlich auch auf unsere schnellen Umschaltspieler.

Ein Wort zu Christian Springer, den Sie ja ein halbes Jahr beim SC 08 Bamberg als Spieler hatten ...
Christian ist ein super Coach. Der weiß schon, wie es geht. Ich schätze ihn als Kollegen und Menschen sehr. Mit acht Punkten ist der Jahn ja nicht umsonst recht gut in die Saison gestartet. Aber so leid es mir tut: Es wäre schon gut, wenn wir nach dem Sieg gegen Erlangen-Bruck nachlegen könnten.


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