Unterleinleiter
inFranken-Kick

Weilersbach verspielt Zwei-Tore-Führung

Im Kellerduell der Kreisklasse 2 ER/PEG kam die Gloria in Dürrbrunn nicht über ein 3:3 hinaus. Damit spielten fünf Teams aus dem hinteren Sextett remis.
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Gloria-Antreiber und -Co-Trainer Sebastian Vollmeier (li) behakt sich mit dem Dürrbrunner Jonas Übelacker im Kampf um den Ball. Letztlich gab es ein friedliches 3:3. Fotos: Leo Hühnlein
Gloria-Antreiber und -Co-Trainer Sebastian Vollmeier (li) behakt sich mit dem Dürrbrunner Jonas Übelacker im Kampf um den Ball. Letztlich gab es ein friedliches 3:3. Fotos: Leo Hühnlein
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In zwei direkten Duellen um den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisklasse 2 ER/PEG gab es ein Unentschieden: Sowohl die SpVgg Dürrbrunn (27 Punkte) im "inFranken-Kick" gegen den SV Weilersbach (20) als auch die Spvgg Hausen (24) gegen den ATSV Forchheim (23) teilten sich die Punkte. Der Gloria reichte eine Zwei-Tore-Führung nicht und muss mehr denn je den Gang in die A-Klasse fürchten.

Schlusslicht Hetzles (17) ist trotz des 1:1 in Ebermannstadt - sportlich - so gut wie abgestiegen und sorgte rechnerisch dafür, dass der TSV (60 Zähler) in der Liga bleibt. Denn weder der Baiersdorfer SV II (71) noch der SV Langensendelbach (70) gaben sich auswärts eine Blöße. Nur noch zwei Punkte vom rettenden Ufer entfernt ist Schlaifhausen, das sich überraschend deutlich in Poxdorf durchsetzte.


SpVgg Dürrbrunn - SV Weilersbach 3:3

Die gleichzeitige Liveübertragung der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle hat dem "inFranken-Kick" vermutlich keinen einzigen Zuschauer gekostet. Denn viele der fast 250 Fans erwarteten auf mitgebrachten Klappstühlen den Einmarsch der beiden Mannschaften unter "Prinz Charles Heinz Doneff of Maigisch". Und sie sahen eine forsch auftretende Gloria-Elf, wie es SV-Spielertrainer Simon Dimter vorausgesagt hatte.

Vom Anpfiff weg suchten die Gäste ihr Heil im Angriff. Zwar kamen die Hausherren nach einer Minute und einem Eckball durch ihren Spielertrainer Michael Taschner zu einem Lattentreffer per Kopf, das blieb aber für lange Zeit die einzige Offensivaktion der SpVgg. Auf Pass von Dominic Amon grätschte René Schrettenbrunner das Leder mit der Pike knapp neben den Pfosten (7.), doch ein Freistoß von Dimter aus dem Halbfeld brachte die Gästeführung: Sebastian Vollmeier köpfte fast unbedrängt und überlegt zum 0:1 in die Maschen (15.).


Dominic Amon staubt zum 0:2 ab

Als Schrettenbrunner bei einer Flanke von Christopher Ott mit dem abwehrenden SpVgg-Keeper Holger Schmidt zusammenprallte, staubte Amon aus kurzer Distanz bereits nach 26 Minuten zum 0:2 ab. Schmidt biss in der Folge auf die Zähne, humpelte aber bis zum Abpfiff. Schrettenbrunner hatte per Heber über Schmidt den dritten Treffer auf dem Schlappen, doch auch dieser Versuch ging über den Kasten (29.).

"Lada" schien langsam aufzuwachen, ein Distanzschuss von Timo Finze war aber zu harmlos. Plötzlich herrschte Aufregung im Strafraum, als Florian Aign über das Bein von Abwehrchef Kevin Erlwein stolperte, der die Gästeabwehr bis dahin prima organisierte. Doneff ließ weiterspielen, um in der Folgeszene doch auf den Punkt zu zeigen, als wiederum Aign nach Tackling von Daniel Böhm zu Fall kam. Jonas Übelacker verwandelte sicher gegen den bis dahin beschäftigungslosen Stefan Sponsel zum Anschlusstreffer (35.).

Gegenüber wartete Vollmeier einen Tick zu lange, so dass ihm Manuel Schmitt noch die Butter vom Brot spitzelte, dem dabei fast ein Eigentor unterlief (38.). Als Amon am Flügel durchbrach und mit toller Übersicht in die Mitte legte, stellte Vollmeier mit seinem zweiten Treffer zum 1:3 den alten Abstand wieder her (42.). Doch Dürrbrunn schlug zurück. Nach einer unübersichtlichen Eckballsituation köpfte Finze zu Taschner, der aus spitzem Winkel unmittelbar vor dem Pausenpfiff auf 2:3 verkürzte.


Weilersbach geht die Luft aus

Die Gloria machte nicht dort weiter, wo sie aufgehört hatte, zudem kam plötzlich eine völlig andere "Ladarer" Elf aus der Kabine. Taschner legte per Kopf auf Victor Augustin quer, der aber nicht herankam (47.), und ein Schuss von Aign wurde gerade noch von Böhm geblockt (53.). Übelacker aus der Drehung (57.) und Aign per Heber (61.) waren nah am Ausgleich, Entlastung brachte ein Solo von Dimter, dessen Schuss Schmidt per Fuß aus der Ecke kratzte (64.).

Nachdem der Ukrainer Dmytro Latukha über den rechten Flügel durchgebrochen war und aufs lange Eck abgezogen hatte, stand es 3:3 (67.). Der Flachball passte genau, schien aber nicht unhaltbar. Niclas Schmitt hatte sogar die Führung für die SpVgg auf dem Fuß, Sponsel verkürzte aber geschickt (71.). Einen aufs kurze Eck getimten Freistoß von Kügel parierte Schmidt aus dem Winkel (75.) und auch Sponsel zeichnete sich gegenüber bei einer Chance von Aign aus (77.).


3:4 von Amon zählt nicht

Die Zeit lief den Gästen davon. Amon erzielte die vermeintliche Führung, die aber wegen Stürmerfouls annulliert wurde (85.). Nach zwei Kopfballchancen des glücklosen Schrettenbrunner hatte Kügel die letzte Großchance in der Nachspielzeit, kam aber in Rücklage und verzog weit über das "Ladarer" Gehäuse. Damit ist Dürrbrunn dem rettenden Ufer nah, Weilersbach muss weiter auf den vierten Saisonsieg warten und auf Schützenhilfe hoffen. Die Punkteteilung im Parallelspiel verschlimmerte die Situation des ehemaligen Kreisligisten zumindest nicht. "Glücksplatz" 13 ist nach wie vor vier Zähler entfernt. Am Sonntag folgt der nächste Kracher, wenn Hausen ins Weilersbacher Waldstadion kommt. "Lada" könnte mit einem Dreier in Hetzles schon einen Haken unter die Saison machen.


Stimmen zum Spiel:

Michael Taschner wirkte gelöst:
"Uns nutzt das Unentschieden mehr als den Gästen, das hatte ich ja bereits vor dem Spiel gesagt. Nun sollten wir bei noch einem Sieg eigentlich am Ziel sein, aber wir müssen aufpassen, dass wir entsprechend konzentriert in die restlichen Partien gehen. Die erste Hälfte haben wir fast komplett verschlafen, aber nach der Pause haben wir Spiel und Gegner beherrscht. Weilersbach hatte nach Wiederanpfiff kaum noch klare Chancen."

Simon Dimter konnte es kaum fassen: "Dieses Spiel war ein Spiegelbild der gesamten Saison. Wir kommen super in die Partie und haben eigentlich alles im Griff. Mit den beiden Toren halten wir die Trümpfe in der Hand und lassen leichtfertig eine Führung mit drei oder vier Toren bis zur Pause aus. Selbst nach dem Anschluss haben wir nochmals ein Tor nachgelegt, aber prompt den zweiten Treffer kassiert. In der zweiten Halbzeit waren wir quasi nicht mehr auf dem Platz."


Die Statistik:

SpVgg: Holger Schmidt - Tobias Schmitt, Lathuka, Mohr, Manuel Schmitt, Taschner, Übelacker, Bauer, Aign, Niclas Schmitt, Finze, (Augustin, Senger Zachlod)
SVW: Sponsel - Langmar, Schlenz, Böhm, Erlwein, Dimter, Vollmeier, Schrettenbrunner, Amon, Dangel, Ott, (Kügel, Trambauer, Hensel)
Schiedsrichter: Karl Heinz Doneff (DJK Weingarts) / Zuschauer: 245
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