LKR Forchheim
Fußball

Vom Gejagten zum Jäger

In der Kreisliga 2 standen im Winter die Verträge der Trainer im Fokus. Die DJK Weingarts schlüpft im Vergleich zum Vorjahr in eine andere Rolle.
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Kevin Eckert (li.) duellierte sich in der Hinrunde u.a. mit dem an die Tür zur Bayernliga klopfenden ATSV Erlangen (re. Vignon Amegan). In der Rückrunde läuft er für den SC Kühlenfels auf. Sportfoto Zink
Kevin Eckert (li.) duellierte sich in der Hinrunde u.a. mit dem an die Tür zur Bayernliga klopfenden ATSV Erlangen (re. Vignon Amegan). In der Rückrunde läuft er für den SC Kühlenfels auf. Sportfoto Zink
Der SV Ermreuth und die DJK Weingarts gehen mit unverändertem Kader in die Rückrunde der Fußball-Kreisliga 2 ER/PEG, zudem verlängerten der ungeschlagene Spitzenreiter und der Tabellenfünfte die Verträge mit den Trainern Maik Sprenger und Michael Noegel beziehungsweise Arne Schmidt. Letzterer genießt in "Maigisch" das Vertrauen, wenngleich sein Team im Gegensatz zur Halbzeitbilanz vor einem Jahr acht Punkte Rückstand auf den Platz an der Sonne hat, anstatt mit diesem Vorsprung von oben zu grüßen.

"Vielleicht ist es ein Vorteil, diesmal der Jäger und nicht der Gejagte zu sein", sagt Schmidt mit Blick auf den TSV Kirchehrenbach, der eben diese acht Zähler in der Vorsaison aufholte und Meister wurde. Den Einbruch der DJK macht der 38-Jährige aber nicht nur an der Psychologie fest, sondern auch am Verletzungspech. "Uns sind Anfang vergangenen Jahres so viele Stammspieler ausgefallen, das konnten wir nicht kompensieren", so Schmidt, der aktuell nur auf Christian Kosel verzichten muss, bis zum Auftakt in gut drei Wochen aber auf die Rückkehr des Torjägers hofft.

Auch der auf Rang 4 aussichtsreich im Rennen um den Aufstieg liegende TSV Neunkirchen vertraut auf den Kader der ersten Saisonhälfte, der dem scheidenden Coach Joachim Müller (zur SpVgg Erlangen) mit der Rückkehr in die Bezirksliga ein Abschiedsgeschenk und dem künftigen Übungsleiter Harald Gerstner (50) einen netten Willkommensgruß an dessen alter Wirkungsstätte (2000 bis 2002) bereiten könnte.


Von der Landes- in die Kreisliga

Bei acht Zählern Vorsprung auf die Abstiegszone und weniger absolvierten Partien als die Konkurrenz hat der SC Kühlenfels den Jahreswechsel relativ sorgenfrei verbracht, dennoch wartet der Tabellenzehnte mit dem Königstransfer der Liga auf: Kevin Eckert kehrt von der SpVgg Bayreuth II in seine Heimat zurück, wo der 23-Jährige auf viele Kumpels und seinen Weggefährten aus Pegnitzer Zeiten, Christopher Schraml, trifft. Der 27-jährige Spielertrainer und sein Assistent Jörg Arnold (40) setzen ihr Engagement in "Kümas" ebenfalls über die laufende Saison hinaus fort.

Die restlichen Teams des Spitzenquintetts melden auch keine Zugänge. Weder die SpVgg Diepersdorf (2.), die vor einem Jahr kräftig am Kader gebastelt hatte, noch Mitabsteiger FC Ottensoos (3.) rüsten für den Meisterschaftskampf auf. Im Gegenteil: Der FCO muss ab sofort auf Andreas Kreußel verzichten, der sich seinem früheren Klub SV Henfenfeld anschließt. Der spannende Fünfkampf dürfte sich ab dem 10. März also nahezu unverändert fortsetzen.

Auf dem Papier ebenfalls unverändert bestreitet der auf Platz 7 stehende TSV Brand die Wintervorbereitung, jedoch stehen dem ab der kommenden Spielzeit nur noch als Spieler agierenden Coach Christian Häring nicht alle Mann aus der Hinrunde zur Verfügung. Zwei Abgänge muss der TSV Neunhof verkraften: Torwart Valentin Momber wechselt in die Nachbarliga zum SV Tennenlohe, Patrick Horlamus versucht es bei Bezirksligist FC Kalchreuth. Auch der aus dem Tabellenkeller auf Rang 9 gekletterte SK Lauf II verliert ein Duo: Alper Kaya und Tarkan Dülger gehen zum FSV Schönberg in die Kreisklasse 4.


Trainerduo auf Abschiedstour

Beim SV Moggast stehen die kommenden Monate im Zeichen einer zu Ende gehenden Ära: Alexander Roth und Christian Staatz werden im Sommer nach dann sieben Jahren als Trainerduo aufhören. Einen oder mehrere Nachfolger gibt es noch nicht. Philipp Lämmermann steht jedenfalls nicht zur Verfügung, denn der frühere Akteur von Jahn Forchheim steigt zur kommenden Runde beim FC Reichenschwand vom Spieler zum Trainer auf und beerbt damit Aufstiegscoach Michael Pfann. Zusätzlich hat sich der FCR für die Rückrunde die Dienste von Alex Betker (Spielertrainer des TV Leinburg) gesichert.

Der gefährdete TSC Pottenstein ist auf der Suche nach einem Ersatz für Thomas Spethling bereits fündig geworden. Der 35-Jährige wird nach dann zwei Jahren als Übungsleiter von Max Held abgelöst, der sich bei der SG Trockau in der Bayreuther Kreisklasse mit 14 Toren in 14 Einsätzen als treffsicherer Spielertrainer erweist. Der letzte Strohhalm für das abgeschlagene Schlusslicht ASV Pegnitz II hat zwei Namen: Die Reserve, deren Bezirksliga-Überbau ebenfalls um den Klassenerhalt bangt, verpflichtete Dominik Porsch vom TSV Elbersberg und Max Schönleben vom SV Plech.
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