Fußball

TSV Neunkirchen ist eiskalt

Die SpVgg Heßdorf patzt, der TSV ist zur Stelle: Mit dem 5:2-Sieg ist Neunkirchen in die Bezirksliga aufgestiegen.
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Die pure Freude nach dem Schlusspfiff: Der TSV Neunkirchen steigt durch das 5:2 gegen Heßdorf in die Bezirksliga auf. Uwe Kellner
Die pure Freude nach dem Schlusspfiff: Der TSV Neunkirchen steigt durch das 5:2 gegen Heßdorf in die Bezirksliga auf. Uwe Kellner
Die stärkeren Nerven gehabt, das bessere Spiel gemacht: Der TSV Neunkirchen hat sich vor 1400 Zuschauern in Erlangen mit 5:2 gegen die SpVgg Heßdorf durchgesetzt und steigt in die Bezirksliga. "Es ist ein Traum, sich so verabschieden zu können. Heute hat einfach alles gepasst", sagte TSV-Coach Jojo Müller, den es zur SpVgg Erlangen zieht.

SpVgg Heßdorf -TSV Neunkirchen 2:5
Wer bei dem großen Andrang auf dem Gelände des BSC Erlangen etwas zu lange vor dem Kassenhäuschen warten musste, verpasste gleich den ersten Aufreger. Nach wenigen Sekunden landete der Ball bei SpVgg-Keeper Jan Allerdissen, der unter Druck ans Sechzehnereck zu einem Mitspieler passte. Der spürte aber wohl Avian Kain im Rücken und rutschte aus. Kain behielt die Übersicht, Querpass zu Manuel Menges - Tor für Neunkirchen. Es war eine Szene, die so symptomatisch war für den Auftritt der SpVgg Heßdorf im gesamten Spiel: Während Neunkirchen hellwach agierte, leistete sich die SpVgg merkwürdige Aussetzer.

Zunächst gelang Daniel Vogel aus spitzem Winkel zwar der 1:1-Ausgleich (9.), Neunkirchen blieb aber die spielbestimmende Mannschaft. Bei einem Freistoß von Stefan Köhler wäre Allerdissen beinahe der Ball durchgerutscht (19.). Dann rettete der Keeper bravourös gegen Ertal Sahin aus kurzer Distanz (25.). Licht und Schatten wechselten sich bei Allerdissen aber ab, etwa, als ein Freistoß von Matthias Werner mittig auf die Latte tropfte und der Keeper daneben langte (39.). So wie kurz darauf beim 2:1. Kevin Hofmann düpierte auf der linken Außenbahn gleich vier Gegner und zog aus 23 Metern ab. Der Ball senkte sich spät, Allerdissen hätte ihn haben müssen, griff aber daneben.

Auch beim 3:1 in der 45. Minute durfte sich der TSV auf den Gegner verlassen: Manuel Menges sprintete in einen viel zu kurzen Rückpass von Marco Nagel und war eine Fußspitze eher am Ball als der Keeper.


Nur ein kurzes Aufbäumen

Nach der Pause wirkte Heßdorf etwas zielstrebiger, während Neunkirchen abwartete. Die großen Chancen hatte Heßdorf aber nicht - bis zur 61. Minute: Max Heinlein stellte gegen Marc Reichelsdorfer das Bein raus, Elfmeter. Hakan Doganer war zwar noch dran, der Schuss von Sebastian Bräunig schlug aber links unten ein - 2:3, alles wieder offen. Zumindest für ein paar Minuten.

Dann setzte wieder Kevin Hofmann zum Sprint an, diesmal über rechts. Abermals düpierte er mehrere Verteidiger, schloss diesmal aber mit dem Außenrist ins kurze Ecke ab (67.) - dort, wo eigentlich Allerdissen stehen sollte. Die Entscheidung fiel neun Minuten später, erneut mit Hofmann und Menges im Mittelpunkt: Nach einem Annahmefehler war Hofmann durch und grätschte den Ball kurz vor der Außenlinie in die Mitte zu Menges, der aus wenigen Metern das 5:2 besorgte (76.) - eine hübsche Kombination und gleichzeitig der Todesstoß für Heßdorf.

"Unsere Fehler und die Klasse von Neunkirchen haben heute den Unterschied gemacht", sagte SpVgg-Coach Joachim Schwarz. tsc
SpVgg Heßdorf: Allerdissen - Schuffert (C. Nagel), Büttner, M. Nagel, S. Nagel, D. Nagel, Purucker, Vogel, Reichelsdorfer (86. Sentürk), Meyer, Bräunig
TSV Neunkirchen: Doganer - Kain (83. Schütz), Heinlein, Kolb, Köhler, Michler (87. Magiera), Werner (79. Derfuß), Menges, Sahin, Conrad, Hofmann
Tore: 0:1 Menges (1.), 1.1 Vogel (9.), 1:2 Hofmann (41.), 1:3 Menges (45.) , 2:3 Bräunig (61.FE), 2:4 Hofmann (67.), 2:5 Menges (76.). Gelb-Rot: D. Vogel (83./Heßdorf). Schiedsrichter: Andreas Peplinski (Post SV Nürnberg). Zuschauer: 1400


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