Forchheim
Leichtathletik

Titel-Flut bei der LG Forchheim

Acht Goldmedaillen: Noch nie haben die Forchheimer bei einer nordbayerischen Meisterschaft so gut abgeschnitten: Moritz Hecht siegte dreifach.
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Er kann es noch immer: Mit 39 Jahren siegte Jan Schindzielorz bei den Männern über 60m Hürden und wurde Siebter über die gleiche Länge in der Sprintdistanz. Bernd Schindzielorz
Er kann es noch immer: Mit 39 Jahren siegte Jan Schindzielorz bei den Männern über 60m Hürden und wurde Siebter über die gleiche Länge in der Sprintdistanz. Bernd Schindzielorz
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Erstmals standen acht Athleten der LG Forchheim bei der nordbayerischen Hallenmeisterschaft in Fürth ganz oben auf dem Podest und sorgten somit für das beste Ergebnis seit Bestehen der LG. Nicht umsonst wurden die Forchheimer im November für die beste Jugendarbeit im Bezirk Oberfrankens ausgezeichnet. Der Aufwand sollte sich gelohnt haben.

Erstmals räumten die Forchheimer in der Konkurrenz der Männer und Frauen so richtig ab. Den Auftakt zum Stelldichein der vier nordbayerischen Bezirke mit über 400 Athleten machte Jan Schindzielorz über 60m Hürden. Er meisterte die Distanz in 8,27s, holte sich den Titel und hat sogar die Quali für die "Deutsche" in Dortmund gelöst. Obwohl der 39-Jährige Trainer eigentlich schon zum "Klub der Senioren" gehört, konnten ihm die fast halb so alten Konkurrenten nicht folgen.

Und es sollte noch besser kommen: Moritz Hecht (20) bestätigte seine in ihn gesetzten Erwartungen. Er blieb erstmals unter sieben Sekunden über 60m (6,97s) und wurde nordbayerischer Meister, dann fügte er über 200m (21,87s) eine weitere Bestleistung hinzu. Mit dieser siegte er nicht nur zum zweiten Mal, sondern hat damit ebenfalls die Quali für die "Deutsche" der Männer und Frauen erreicht.

Der Titelgewinn mit der 4x200m-Staffel war das berühmte "Zuckerl". Hier schlug er mit Jan Schindzielorz, Mario Gößwein und Dominik Eckner in 1:31,04 Minuten zu. Eckner überraschte zudem mit dem Titel im Weitsprung mit neuer Hallenbestweite von 6,59m und ist damit auch ein Kandidat für das Podest bei den bayerischen Titelkämpfen Ende Januar in München. Zuvor konnte er den 60m-Vorlauf in neuer Bestzeit von 7,25s für sich entscheiden und mit Schindzielorz und Hecht erstmals in der Geschichte der LG mit drei Forchheimer Männern ins Finale ziehen. Hier zuckte er einen Wimpernschlag zu früh aus dem Block und wurde disqualifiziert. Altmeister Schindzielorz kam hier mit ausgezeichneten 7,24s auf Platz 7 unter 57 Startern. Jano Schubert und Max Fenn waren im Hochsprung der Männer angetreten und belegten mit 1,83m und 1,80m Platz 4 und 6, waren aber nicht ganz zufrieden.

Mit Jonas Saffer (16) hatten die Forchheimer ein weiteres heißes Eisen über 60m am Start. Der Ausnahmesprinter, von der Schüler- in die Jugendklasse aufgerückt, musste sich mit bis zu ein Jahr älteren Konkurrenten auseinandersetzen. Schon im Vorlauf siegte er ohne Probleme in 7,32s und sprintete im Finale in 7,28s auf den zweiten Platz.



LG-Damen mit Staffel-Rekord

Erfolgreich schlugen sich auch die Damen der LG. Allen voran das 4x200m-Quartett, das mit zwei furiosen Schlussrunden die Konkurrenz aufrollte und den Sieg holte. In der Besetzung Katharina Eckner, Janina Buck, Christine Priegelmeir und Lina Ende lieferten die Damen ein tolles Ergebnis mit LG-Rekord in 1:45,19 Minuten ab, sind bestens für die "Bayerische" gerüstet und wollen es dort ebenfalls aufs Podest schaffen.

Einen dritten Platz lieferte Veronika Prell im Dreisprung ab. Die im letzten Jahr durch zahlreiche Verletzungen geplagte Springerin konnte im Winter verletzungsfrei trainieren, legte mit 10,12m ein unerwartetes gutes Ergebnis ab und knüpft damit an ihre alte Stärke an.
Janina Buck wurde Fünfte im 60m-Finale in 8,18s, während Staffelkollegin Katharina Eckner den Endlauf nur hauchdünn verpasste, aber in Bestzeit trotzdem das Ticket zur Landesmeisterschaft löste. Im 200m-Sprint lief sie mit 26,95s eine hervorragende Bestzeit, die in der Gesamtabrechnung Platz sieben einbrachte. Bei Lina Ende platzte an diesem Tag der berühmte Knoten. Im Training hatte es sich schon angedeutet, dass sie derzeit eine Top-Form hat. So sprintete sie über 60m in 8,20s nur knapp am Finale vorbei, im 200m-Sprint verbesserte sie ihre Bestzeit um eine halbe Sekunde auf 26,44s und verpasste das Siegerpodest nur um eine Hundertstel. Damit hat sie ebenfalls das Ticket zur Landesmeisterschaft gelöst.

Christine Priegelmeir, Trainerin und amtierende Senioren-Europameisterin der W35, darf mit 8,32s über 60m und in 26,58s über 200m ebenfalls an der "Bayerischen" teilnehmen.

Viel Freude bereitete auch der Nachwuchs: Alexandra Pöhlmann (16) sprintete in 8,42s als Zweite in ihrem Vorlauf über die Ziellinie und verpasste das B-Finale über 60m nur um einen Platz. Jana Wadepohl löste ihre Aufgabe mit Bravour. Sie startete erstmals und kam auf Anhieb auf den zweiten Platz in ihrem Lauf mit 8,70s. Bei den Jungs lieferte Richard Kariun (16) im 60m-Sprint mit 7,79s eine neue Bestleistung mit dem dritten Platz im Vorlauf ab, ebenso wie Luis Lippert (16) in 8,11s. me
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