Ebermannstadt
Fränkische-Schweiz-Marathon

Skater sagen der Fränkischen Schweiz Lebewohl

Nach dann 20 Runden auf Rollen durch die Fränkische Schweiz ist am Sonntag Schluss: Ab dem kommenden Jahr findet die Veranstaltung ohne Inlineskating statt.
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Beim 20. FSM wird zum letzten Mal die Disziplin Inlineskating angeboten.  Archivbild Matthias Hoch
Beim 20. FSM wird zum letzten Mal die Disziplin Inlineskating angeboten. Archivbild Matthias Hoch

Die Ankündigung, dass Skaten beim 20. Fränkische-Schweiz-Marathon am kommenden Sonntag aufgrund sinkender Beliebtheit zum letzten Mal angeboten wird, hat die Anmeldungen in dieser Disziplin um elf Prozent steigen lassen. Bis Dienstagnachmittag waren 205 Inliner registriert. Dennoch bleibt es bei der Entscheidung der Organisatoren, die zudem mindestens 286 Marathon-Läufer, 345 Teilnehmer über zehn Kilometer und 585 Halbmarathoni begrüßen werden.

"Mit den Nachmeldungen am Samstag überschreiten wir wahrscheinlich die Marke von 2000 ", sagt Landkreis-Sportreferent Toni Eckert. Das hänge aber genauso wie mögliche Streckenrekorde vom Wetter am Wochenende ab. Zum Vergleich: Bei der Premierenveranstaltung rollten noch 564 Männer und Frauen auf acht Rädern durch die Fränkische Schweiz.

Premierensieger gibt Stelldichein

Zum kleinen Jubiläum lädt das Orga-Team Menschen ein, die den FSM seit dem Jahr 2000 auf oder neben der Strecke geprägt haben. So hat zum Beispiel der erste Sieger Gerd Betz, der damals für den TSV Höchstadt rannte und heute im Streckenort Weilersbach wohnt, sein Kommen zugesagt. Der Pinzberger Thorsten Glauber, der seit neun Monaten bayerischer Umweltminister ist, traut sich erstmals an die 42,195 Kilometer zu Fuß.

"Ich hoffe, dass er trotz seines Karrieresprungs genug Zeit zum Trainieren hatte", feixte Eckert bei der Pressekonferenz am Dienstag. Glaubers Vater Reinhardt hatte als Landrat einst die Idee zum begleitenden autofreien Sonntag. Die Schirmherrin, die oberfränkische Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, schickt ihren Stellvertreter Thomas Engel vor, der die zehn Kilometer in Angriff nimmt. Auch drei Sponsoren, die der Veranstaltung seit Beginn die Treue halten, sollen gewürdigt werden.

Die Skater und Handbiker fahren nach der ersten Wende in Weilersbach wie gewohnt bis Behringersmühle. Für die Marathon-Läufer ist heuer ein häufigerer Richtungswechsel vorgesehen, denn nach dem Weg von Ebermannstadt nach Weilersbach und von dort Richtung Burggaillenreuth geht es nach dem Motto "Von der Neideck zur Ehrenbürg" noch einmal bis Weilersbach und schließlich zurück ins Ziel in Ebs. "Wie wir die Strecke für die Handbiker im kommenden Jahr wendegerecht gestalten, wissen wir noch nicht", erklärt Eckert.

Obwohl noch Ferien sind, zeichnet sich auch bei den Schüler- und Bambini-Läufen, die zusammen mit dem Zehntel-Marathon schon am Samstagnachmittag stattfinden, eine Steigerung ab. Die gut vier Kilometer lange Strecke wollen allerdings rund ein Fünftel weniger Sportler als 2018 bewältigen.

Starke Konkurrenz um den Sieg

Beim Marathon der Männer erwartet Mitorganisator Michael Cipura einen Vier- oder sogar Fünfkampf um den Sieg. Angeführt wird das Feld der Favoriten vom Vorjahresgewinner Firaol Eebissaa, der auch 2015 in legendärer Manier triumphierte, indem er trotz fünfminütiger Verspätung die Nase vorn hatte. Ebenfalls angemeldet ist der Schnellste von 2014 und 2017, Endisu Getachew, sowie zwei Läufer, die eine Marathon-Bestzeit von um die 2:20 Stunden aufweisen. Der FSM-Rekord von 2013 liegt bei 2:26. Bei den Frauen versucht Maria Veliscu nach drei zweiten Plätzen in Folge, die Streckenrekordhalterin (2:47) und 2018-Gewinnern Marija Vrajic abzulösen.

Die letzten Skate-Sieger könnten aus dem sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern stark vertretenen TAX-Racing-Team kommen. Die oberfränkische Marathon-Krone dürften sich die klar führenden Markus-Kristan Siegler aus Erlangen und die Regensburgerin Eva Müller-Geistert nicht mehr nehmen lassen.

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