Forchheim
Fußball

Schwabs Rendezvous mit dem Ex-Klub

Nicolas Schwab verbrachte sein gesamtes Fußballer-Leben beim Baiersdorfer SV. Im Sommer wechselte er zu Jahn Forchheim, mit dem er jetzt auf seine alten Kollegen trifft.
Artikel drucken Artikel einbetten
Nicolas Schwab trifft am Samstag mit Jahn Forchheim auf den Baiersdorfer SV, für den er 14 Jahre spielte. Foto: Sportfoto Zink,
Nicolas Schwab trifft am Samstag mit Jahn Forchheim auf den Baiersdorfer SV, für den er 14 Jahre spielte. Foto: Sportfoto Zink,
+2 Bilder

Derbywochen in der Fußball-Landesliga Nordost. Innerhalb von 14 Tagen spielen die Absteiger Jahn Forchheim und Erlangen-Bruck sowie der Baiersdorfer SV jeweils gegeneinander. Den ersten Vergleich entschied Bruck am vergangenen Samstag in der Krenstadt mit 3:0 für sich - vor den Augen fast der gesamten Jahn-Mannschaft, die ihre Gegner von morgen (15 Uhr, BSV) und eine Woche später (16 Uhr, FSV) beobachtete.

Pokalduell verletzt verpasst

Viel mehr, als er aus 14 Jahren Fußball in Baiersdorf weiß, erfuhr Nicolas Schwab nicht, wie der 24-Jährige im Interview erzählt. Für das Pokalduell kurz nach seinem Wechsel fiel der Abwehrchef mit einer Oberschenkelzerrung aus, umso mehr freut er sich auf das (Aufeinander-) Treffen zwischen dem Tabellen-13. und 18. am Samstag an der Jahn-Straße.

Wie oft haben Sie in den vergangenen Tagen und Wochen an das Duell mit Ihrem Ex-Verein gedacht?

Nicolas Schwab: Ich habe gleich als der Spielplan veröffentlicht wurde, den Termin des Derbys rausgesucht. Da ich noch viel Kontakt zu den Baiersdorfern Christoph Lehmann und Jonas Harrer habe, war das Spiel immer mal wieder Gesprächsthema. Innerhalb meiner neuen Mannschaft hat es aber nicht so eine große Rolle gespielt, obwohl wir ja einige Ex-Baiersdorfer im Team haben.

Außer Ihnen sind das Ihr Bruder Fabian sowie Christopher Lee, Patrick Hoffmann, Timo Noppenberger und Nuyan Karask. Zwei davon werden das Derby aber verpassen. Warum?

Timo hat zuletzt gegen Kornburg in der Nachspielzeit wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit die rote Karte gesehen. Wie lange er gesperrt wird, ist noch nicht verhandelt worden. Das kommt immer darauf an, was der Schiedsrichter in seinen Bericht schreibt und erschließt sich mir manchmal nicht ganz. Gegen Baiersdorf muss er aber auf jeden Fall zuschauen. Nuyan Karsak wäre nach seinem Platzverweis gegen Großschwarzenlohe wieder frei, fehlt am Wochenende und wahrscheinlich noch häufiger in dieser Saison studienbedingt.

Laut anpfiff.info und BFV sahen nur 100 Zuschauer das Derby zwischen Baiersdorf und Bruck. Darunter, ein Großteil Ihrer Mannschaft. Dürfen es am Samstag ein paar mehr sein?

In Baiersdorf hatten wir nie viele Zuschauer, man muss aber auch sagen, dass sich das auf dem BSV-Gelände gut verteilt und die Zahl deswegen vielleicht manchmal etwas unterschätzt wird. Ich würde mich freuen, wenn wir am Samstag vor richtig guter Kulisse spiele. Daheim haben wir bislang eigentlich starke Leistungen gezeigt und hätten ein paar Zuschauer verdient. Ich kann mir vorstellen, dass auch einige aus der Baiersdorfer Jugend vorbeischauen.

Welche Erkenntnisse haben Sie als Zuschauer aus dem Pokalduell mit Baiersdorf sowie dem Derby zwischen dem BSV und Bruck gezogen?

Zunächst einmal dürfen wir den Gegner auf keinen Fall unterschätzen und am Tabellenstand messen. Ich finde überhaupt, dass in dieser Liga - zumindest am Anfang einer Partie - jeder mit jedem mithalten kann. Ich habe das Gefühl, dass Baiersdorf heuer aggressiver presst und offensiver spielt als früher. Letztlich wollen wir aber unser Spiel durchbringen.

Sind Sie als Ex-Baiersdorfer in der Woche vor dem Spiel ein wichtiger Ansprechpartner fürs Trainerteam?

Die Trainer binden mich schon manchmal mit ein, allerdings nicht speziell wegen Baiersdorf, sondern weil ich die Landesliga Nordost gut kenne. Ansonsten sind sie ohnehin bestens vorbereitet und wissen, worauf es ankommt.

Der BSV braucht die Punkte eigentlich noch dringender als der Jahn? Wie sehr spielen Sie auf Sieg?

Am Samstag gibt es keine Mitleid von meiner Seite. Die Freude über einen Sieg würde überwiegen. Es ist aber klar, dass ich Baiersdorf den Klassenerhalt wünsche. Allein schon, damit das Derby erhalten bleibt.

Das sagt Bruder Fabian Schwab:

"Es ist natürlich etwas ganz Besonderes, gegen seine ehemalige Mannschaft auf dem Platz zu stehen. Ich hatte wirklich eine tolle Zeit beim BSV und freue mich, viele bekannte Gesichter wiederzusehen. Aber das Ganze gibt natürlich einen Schuss Extramotivation für das Spiel.

Ich verfolge den BSV natürlich ganz genau. Und ich glaube, dass der Punktestand der Tabelle das Auftreten der Mannschaft nicht wirklich widerspiegelt. Die Jungs haben sich immer wieder gut präsentiert und mit ein bisschen mehr Glück wäre durchaus der ein oder andere Punkt drin gewesen. Deswegen dürfen wir die Mannschaft auf keinen Fall unterschätzen. Ich erwarte einen sehr starken Gegner und - weil wir uns natürlich alle kennen - ein emotionales Derby."

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren