Laden...
Fürth
Profis allein Zu Hause (4)

Rachid Azzouzi kommt Corona bekannt vor

Kurz nach der SARS-Krise im Jahr 2003 wechselte der damals 32-Jährige als Fußballprofi nach China, wo das Virus ausgebrochen war. Heute würde er sich anders entscheiden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Rachis Azzouzi verknüpft die Ausgangsbeschränkung aufgrund der Corona-Krise und das teilweise schöne Frühlingswetter: Der Sportdirektor der SpVgg Greuther Fürth arbeitet häufig auf dem  Balkon. privat
Rachis Azzouzi verknüpft die Ausgangsbeschränkung aufgrund der Corona-Krise und das teilweise schöne Frühlingswetter: Der Sportdirektor der SpVgg Greuther Fürth arbeitet häufig auf dem Balkon. privat

Für Rachid Azzouzi ist die SARS-Pandemie vor 17 Jahren noch gut in Erinnerung. Der Vorgänger des aktuellen Coronavirus' hatte seinen Ursprung ebenfalls in China, die Ausmaße waren mit 800 Toten aber bei Weitem nicht so groß. Der Fußball in Chinas höchster Liga, wo sich der Spielbetrieb am Kalenderjahr ausrichtet, wurde Anfang 2003 unterbrochen, die Weltmeisterschaft der Frauen kurzfristig vom Reich der Mitte in die USA verlegt.

Als in China wieder gekickt werden durfte, wechselte Azzouzi von der SpVgg Greuther Fürth zu Erstligist Chongqing Lifan. "Damals hab' ich mir keine großen Gedanken gemacht. Im Nachhinein kommt es mir schon etwas verrückt vor", sagt der 49-Jährige, der Ende des Jahres zurück zum Kleeblatt ging, wo er am Ende der Saison seine Karriere beendete. 2005 startete Azzouzi, der im Rheinland aufwuchs, bei der SpVgg seine Funktionärslaufbahn, seit 2017 ist er Sportdirektor.

Geboren wurde der Ex-Fußballer in Marokko, der Kontakt zu seinen dortigen Familienmitgliedern ist in der Corona-Krise noch intensiver: "Da sie kein so fortschrittliches Gesundheitssystem haben wie wir, sind die Maßnahmen dort stärker. Ab 18 Uhr gibt es ein Ausgehverbot. Das Militär kontrolliert streng."

Azzouzi selbst fühlt sich - noch - kaum eingeschränkt. Er pendelt zwischen seinem Zuhause, der Greuther Geschäftsstelle und dem Fürther Trainingszentrum. Sein Hobby, das Laufen, kann er nach wie vor betreiben. Acht Fragen an Sportdirektor Rachid Azzouzi in Zeiten der Corona-Krise.

Mein Lieblingsplatz ist gerade:

Unser Balkon.

Ohne mein Handy würde ich:

Im Moment wahrscheinlich durchdrehen. Ich kann in normalen Zeiten schon nicht darauf verzichten.

Ich vermisse gerade am meisten:

Meine Eltern, die in Aachen wohnen, und die Fußballmannschaft.

Jetzt finde ich endlich wieder Zeit für:

Meine Frau und meine beiden Kinder.

Mein Tipp gegen Langeweile ist:

Auch wenn es schwer ist: einfach mal zur Ruhe kommen.

Das habe ich immer im Kühlschrank:

Joghurt.

Diese Serie sollte jeder gesehen haben:

Haus des Geldes.

Wenn die Corona-Beschränkungen weg sind, werde ich als Erstes:

Eine Party schmeißen.