Großenseebach
Querläufer unterwegs

Querläufer unterwegs: Lauffestspiele in der Mozartstadt

Mit den Baiersdorfer Krenläufern hat sich Querläufer Jochen Brosig ein Ticket für den Salzburg-Marathon besorgt.
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Die Baiersdorfer Krenläufer um Klaus Novak (rotes Shirt) waren beim Salzburger Marathon dabei. Fotos: privat
Die Baiersdorfer Krenläufer um Klaus Novak (rotes Shirt) waren beim Salzburger Marathon dabei. Fotos: privat
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J ochen Brosig vom FSV Großenseebach trifft sich regelmäßig mit Sportlern der Region auf deren Lieblingslaufrunde. Dabei geht er auch immer wieder neue Laufwege. Vor zwei Jahren verzauberte ihn der Charme der Kaiserstadt Wien. Warum nicht wieder ins Nachbarland reisen? Nach Salzburg, in die Mozartstadt. Die Altstadt mit Getreidegasse und dem Geburtshaus Mozarts, dem Salzburger Dom, der Festung und Schloss Mirabell.

Die Anreise klappt bestens. Am Nachmittag geht es zum Sightseeing. Im Café "Fingerlos" treffe ich meinen Vereinskollegen Harald Fischer. Er ist als Zugläufer am Start.

Querläufer:

Warum gerade der Salzburg-Marathon?

Harald Fischer: Salzburg ist eine schöne Stadt mit Geschichte. Sie bietet viele Sehenswürdigkeiten. Außerdem gefällt mir die Lage am Rand der Alpen sehr gut. In so einer Umgebung macht Marathon doppelt Spaß.

S chon seit einigen Jahren geht er regelmäßig als Zugläufer bei den verschiedensten Marathons an den Start. Dieses Wochenende eben in Salzburg. So nutzt er die Marathons als eine Form der Stadtbesichtigung.

Mehrmals im Jahr zieht es Dich als Zugläufer an den Start. Was ist das Besondere daran?

Fischer: Zum einen ist es das Kennenlernen neuer Städte und Veranstaltungen. Manchmal wird dann ein Kurzurlaub daraus. Zum anderen sind es die Gespräche mit den Mitläufern. Durch meine bevorzugten langsamen Zielzeiten habe ich oft Neulinge dabei, die ich durch meine Erfahrung unterstützen kann.

Was sind Deine nächsten Einsätze?

Fischer: Am 26. Mai in Würzburg und am 15. Juni beim LGT-Alpin-Marathon in Liechtenstein. Dort werde ich bestimmt Bekannte aus früheren Zugläufer-Einsätzen treffen. Das sind immer schöne Begegnungen.

S onntagmorgen. Angenehme Temperaturen, kein Wind, aber Sonnenschein entgegen der Wetterprognosen. Für mich bestes Laufwetter. Am Start wird uns von den Moderatoren eingeheizt. Etliche Bands und Musikgruppen sowie die vielen Zuschauer sorgen auf der Strecke für Stimmung. Es wird nie langweilig. Die Route ist sehr schattig durch die vielen Alleen.

Am Mozartplatz schweifen meine Gedanken ab. Gestern Abend waren wir noch auf der "schaurigen Runde". Ein gruseliger Stadtrundgang der anderen Art. Er führt vom Rathaus über die Staatsbrücke und Linzergasse zum Hexenturm. Entlang der Salzach zum Mozartplatz. Dort tagte in der neuen Residenz der Hofrat. Auf deren Galerie verkündete die Justiz ihr Urteil über Tod oder Leben. So dramatisch soll es heute nicht werden. Die Krenläufer sind gut drauf. Ruck zuck sind wir im Ziel und empfangen die Medaillen.

Wie gefällt Dir der Salzburg-Marathon?

Ruth Grünberger: Super. Den Marathon haben wir langfristig geplant und uns gut vorbereitet. Nach der Durchführung des Krenlaufs tut Abwechslung immer gut. Und heute Abend wird der Zieleinlauf gefeiert.

W ie immer nach einem Marathon waren am Abend die Beine schwer. Das hinderte uns aber nicht daran, den Tag zu feiern. Ruth hatte den "Bärenwirt" ausfindig gemacht. Dort gibt es nach eigener Aussage Österreichs "bestes Backhendl". Und die echten "Salzburger Nockerln" durften nicht fehlen. Montags ging es wieder zurück in die Heimat.

Zuvor schlenderten die Krenläufer noch durch die Altstadt. In der Getreidegasse und der Goldgasse kann man sich nicht satt sehen.

A uf der Bahnfahrt nach Hause hatten wir genügend Zeit unsere Erlebnisse auszutauschen. Bei Salzburg muss man ins Schwärmen kommen. Auch kulinarisch hat es einiges zu bieten. Wie sang schon Peter Alexander: "Salzburger Nockerln, süß wie die Liebe und zart wie ein Kuss."

Run happy and smile!

Euer Querläufer

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