LKR Forchheim
Frankenweg-Lauf

Quälen vor der Märchen-Kulisse

Die 10. Auflage verzeichnet einen Teilnehmerrekord. In der Königsdisziplin unterbietet nur ein Sportler die Schallmauer von vier Stunden.
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Unterstützung an der Strecke: Der Frankenweg-Lauf forderte von den Teilnehmern bei schwül-warmem Wetter alles ab.Felix Schott
Unterstützung an der Strecke: Der Frankenweg-Lauf forderte von den Teilnehmern bei schwül-warmem Wetter alles ab.Felix Schott
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Beim Frankenweg-Lauf auf dem Fern-Wanderweg durch die Fränkische Schweiz von Gasseldorf bis Obertrubach hatten die Teilnehmer bei der 10. Austragung großes Glück mit dem Wetter. Nach mehreren Tagen mit Gewittern und Unwettern blieb es beim Lauf sonnig und trocken.

Allerdings lag in den Wäldern eine starke Schwüle in der Luft, die allen Aktiven große Anstrengungen abverlangte. Die Marathon-Strecke mit 1225 Höhenmetern führte an den Sinterterrassen in Streitberg vorbei, durch die Oswaldhöhle, die Versturzhöhle Riesenburg und den schweren Buttensteig zur Burg Gößweinstein hoch. Entlang der Teufelshöhle Pottenstein ging es weiter ins Klumpertal und schließlich durch den Wald nach Leienfels, als Ziel war das Bildungshaus Obertrubach ausgegeben.
Neun Helfer-Teams versorgten die Sportler entlang der 42 Kilometer langen Strecke.


Nur einer unter vier Stunden

Eine Rekordteilnehmerzahl über alle Disziplinen (Trail-Running, Nordic-Walking und Wandern) von mehr als 400 Startern verzeichneten die Läufe.

Der Sieger in der Königsdistanz, dem Trail-Marathon, wurde Adrian Niski (adidas Terrex) in 3:54:07 Stunden. Er blieb als einziger von 139 Finishern unter der Schallmauer von vier Stunden. Zweiter wurde wie im Vorjahr Dominik Haselmeier von den Lauffreunden Gößweinstein in 4:06:23 Stunden, knapp vor Uwe Bäuerlein (TSV 1860 Staffelstein) in 4:06:47 Stunden. In der Cup-Wertung um die oberfränkische Marathon-Krone baute Uwe Bäuerlein seinen Vorsprung aus.

Bei den Damen lief Tina Schwarzmann aus Hamburg einen überlegenen Sieg in 4:17:28 Stunden heraus. Auf Platz 2 folgte Brigitte Knapp (TSV Neuhaus/Aisch) in 4:55:26 Stunden, die damit die Führung im oberfränkischen Marathon-Cup übernahm. Platz 3 bei den Damen ging an Verena Löffler vom TV 48 Erlangen in 5:03:30 Stunden. Schnellste Staffel war das Team "Tri Goes Trail" mit Andreas Schambeck und Thomas Schulz in 3:59:56 Stunden.

Die Startpunkte des Halbmarathons über 21,7 Kilometer und der 15-Kilometer-Strecke befanden sich entlang des Frankenwegs beim Höhenschwimmbad Gößweinstein und in Pottenstein. Schnellster von 127 Trailrunnern über die halbe Marathondistanz wurde Andreas Richter von der DJK Hallern-dorf. In 1:51:09 Stunden verwies er Chris Klein aus Bamberg und Maxime Petit knapp auf die Plätze 2 bzw. 3.

In neuer Streckenrekordzeit von 2:00:45 Stunden siegte Lisa Zakrotzky (Bayreuther Turnerschaft) mit großem Vorsprung vor den Zwillingsschwestern Andrea und Johanna Gretsch (beide 2:10:54 Stunden). Die kürzeste Trail-Run-Strecke über 15 Kilometer gewann Paul Schmidtfall (Run and Bike-Team Coburg) bei den Herren in 1:07:48 Stunden, der Damen-Titel ging an Helga Kist in 1:25:45 Stunden.


Viele helfende Hände

Der Frankenweg-Lauf wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal vom Erlebnislauf-Team um Michael Cipura aus Pretzfeld im Auftrag des Veranstalters Landkreis Forchheim Kultur- und Sportamt ausgerichtet. Mehr als 40 Helfer, die Bergwacht Forchheim und die Feuerwehren Muggendorf und Gößweinstein waren mit im Einsatz. mc


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