Ebermannstadt

Prägende Figur verlässt den TSV Ebermannstadt

Abteilungsleiter, Spieler, Trainer: Michael Parzefall kämpfte für die Ebser an etlichen Fronten. Zur neuen Saison wechselt er als Coach zum SKC Eggolsheim.
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Michael Parzefall verlässt am Saisonende den TSV Ebermannstadt und wechselt als Trainer zum SKC Eggolsheim.  Foto: Archiv
Michael Parzefall verlässt am Saisonende den TSV Ebermannstadt und wechselt als Trainer zum SKC Eggolsheim. Foto: Archiv
Es sind bewegte Tage bei den Sportkeglern des TSV Ebermannstadt: Zum einen herrscht Freude über den ersten Saisonsieg der ersten Männermannschaft in der Bezirksliga A, schwerer wiegt aber eine Personalentscheidung: Michael Parzefall hatte bereits angekündigt, bei den Neuwahlen im Frühjahr nicht mehr als Abteilungsleiter zu kandidieren. Nun teilte er außerdem mit, ab kommender Saison nicht mehr als TSV-Trainer zu fungieren und stattdessen die Landesliga-Kegler des SKC Eggolsheim als Coach zu betreuen.

"Ich habe mir in den vergangenen Tagen sehr viele Gedanken gemacht und bin zu dem Entschluss gekommen, eine neue sportliche Herausforderung zu suchen, die mich annährend so reizt wie das Aufbauen eines kleinen Klubs. Meine neue Aufgabe bringt sicherlich viele neue Erkenntnisse mit sich, die ich gerne mit voller Kraft angehen möchte. Ich werde der TSV-Abteilung allerdings passiv mit Rat weiterhin zur Seite stehen", teilte Parzefall in einem Schreiben mit.

Schon vor Saisonbeginn gab es einen großen personellen Umbruch, als sich mit Robin Straßberger, Lukas Biemüller und Florian Seiler die drei Aushängeschilder des TSV zu einem Vereinswechsel entschieden, um in höheren Ligen weitere Erfahrungen zu sammeln. Nun geht auch Parzefall, der die Kegel-Abteilung neu belebt hatte. "Das Projekt ,Ebser Kegler' war bereits seit 2003, als ich Jugendbetreuer wurde, mein Baby - und der TSV meine Herzensangelegenheit. Ab der neuen Saison wollte ich, wenn überhaupt, nur noch als Trainer dem Verein treu bleiben. Dieses Amt werde ich ebenfalls nur noch bis zum Saisonende bekleiden."

Der Wechsel in die Nachbarschaft ist aus mehreren Gründen naheliegend: "Vor knapp drei Wochen wurde ich von drei befreundeten Sportkeglern des SKC informiert, dass man mich gerne ab der kommenden Saison als Trainer für die erste Mannschaft in der Landesliga Nord haben möchte. Da mir mehr als die halbe Mannschaft freundschaftlich sehr nahe steht und auch meine Frau in diesem Verein ehrenamtlich tätig ist, passt vieles zusammen. Es ist für mich eine große Ehre, bei einem solchen Traditionsverein Trainer zu werden. Als ich mit 15 Jahren dort in der Jugend im Wettkampfbetrieb zu kegeln begann, hätte ich mir das nie erträumt", teilte Parzefall weiter mit. Eine Vakanz auf dem Posten des Abteilungsleiters wird es in Ebermannstadt aber nicht geben: "Die Nachfolge ist geregelt."


Erster Sieg in der Bezirksliga

Angesichts der jüngsten Entwicklungen rückt der erste Saisonsieg der Männer in der Bezirksliga A West etwas in den Hintergrund. Mit Mannschaftsbestleistung von 2129:2120 Holz gewann der TSV mit 4:2 MP gegen den SKC Seußling. Jürgen Trautner (519:532) zeigte zu Beginn eine couragierte Leistung und siegte dank des besseren Satzverhältnisses (2,5:1,5). Anschließend musste sich Marco Edelmann mit 512:517 geschlagen geben, so dass es 1:1 bei einem Handicap von 18 Holz stand. Völlig überraschend kam Tim Schnitzerlein im ersten Satz überhaupt nicht zurecht. Er siegte nur aufgrund einer Verletzung des Gegners und eines Wechsels bei Satzgleichheit deutlich mit 532:493.

Der TSV lag nun mit 21 Holz in Front. Werner Giersch unterstrich seine starke Form. Er und der Seußlinger Kontrahent gewannen je einen Satz, wobei das Niveau bei 295:302 sehr hoch war. Den dritten Durchgang verlor der Routinier mit 133:148, die "Blau-Weißen" kamen wieder mit einem Kegel ins Hintertreffen. Im Schlusssatz wechselte die Führung mehrmals, Giersch setzte sich erst durch einen Neuner auf dem 18. Wurf etwas ab. Da sich der TSVler den letzten Durchgang mit 138:128 sicherte, stand der historische Sieg für die Ebser fest. Giersch zeigte mit starken 566 Holz eine persönliche Heimbestleistung. Die TSVler müssen in den restlichen Spielen sechs Punkte aufholen, um dem Abstieg zu entgehen.
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