Weingarts
Fußball

Posse um die Pässe in Weingarts

Der eigentlich sichere Wechsel von Bastian Lunz und Oliver Seybold vom FSV Bruck könnte ein Nachspiel haben.
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Mit vereinten Kräften versuchen die beiden Maigischer André Singer (Mitte) und Jonas Haller vergeblich, den Brucker Klaus Faßold vom Ball zu trennen. Er trifft zum 2:0. Foto: Leo Hühnlein
Mit vereinten Kräften versuchen die beiden Maigischer André Singer (Mitte) und Jonas Haller vergeblich, den Brucker Klaus Faßold vom Ball zu trennen. Er trifft zum 2:0. Foto: Leo Hühnlein

Nach ausnahmslos einstelligen Tabellenplätzen der neunjährigen Kreisligazugehörigkeit soll der DJK Weingarts heuer mit zwei ehemaligen Regionalligaspielern der große Wurf gelingen: mit Bastian Lunz als spielendem Chefcoach und Oliver Seybold, der als dessen Co-Trainer fungiert. Zwar ist das Kapitel in Maigisch für beide auch Neuland als Übungsleiter, aber schon beim Ex-Verein FSV Erlangen-Bruck haben die zwei als Kapitäns-Duo zusammen funktioniert.

Lunz redet demnach auch nicht um den Brei herum: "Die DJK hat ja schon in den letzten Spielzeiten gezeigt, dass sie oben mitspielen kann und will. Nach dem vierten Platz in der Vorsaison wäre es unglaubhaft, wenn man sich mit den jetzt getätigten Verstärkungen keine höheren Ziele setzt." In der kurzen Zeit in Maigisch während der Vertragsgespräche haben ihm die Verantwortlichen auch klar gemacht, wohin die Reise gehen soll: "Maigisch ist ein sehr gut aufgestellter Verein, hier greift ein Rädchen ins andere und ich gehe davon aus, dass uns auch einiges abgenommen und der Rücken freigehalten wird." Dass ihm mit Seybold sein Stellvertreter als Kapitän beim FSV Erlangen-Bruck als Co-Trainer folgt, sei ein Glücksgriff für ihn und die DJK: "Da ich gebürtig aus Bad Windsheim stamme, kenne ich kaum einen Verein dieser Kreisliga, aber das muss kein Nachteil sein. Mit Oli habe ich jemanden an der Seite, der dafür fast jeden Spieler aus seiner örtlichen Region sehr genau kennt."

Dicke Luft bei den Funktionären

Dennoch war die Stimmung in Maigisch vor dem Testspiel der DJK gegen Bruck etwas gedämmt - und zwar vornehmlich auf Funktionärsebene. Während sich die Spieler beider Reihen herzlich begrüßten, hielten sich die Verantwortlichen spürbar zurück: Die längst in trockenen Tüchern geglaubten Wechsel der beiden vom FSV nach Weingarts waren wegen unterschiedlicher Auffassung zu den Modalitäten nicht mehr vor dem Stichtag zum 30. Juni vollzogen worden. Zwar hatten sich die beiden Spieler rechtzeitig beim abgebenden Verein abgemeldet und dürfen somit in Privatspielen auflaufen - Einsätze in Punktspielen sind aber ohne Freigabe nicht ohne weiteres möglich. Noch vor Anpfiff haben die DJK-Funktionäre Leo Förtsch und Sepp Harrer das Gespräch mit Besnik Avdiji sowie dem neuen FSV-Sportvorstand Norbert Hofmann gesucht - jedoch ohne Erfolg. Demnach wäre sowohl Lunz als auch Seybold beim Wechsel nach Bruck die Zusage gegeben worden, bei einem Abgang kostenfrei wechseln zu können. Dies habe ihnen der frühere Brucker Manager Ralph Gläser zugesagt.

Während Förtsch und DJK-Vorsitzender Matthias Götz die Entwicklung bedauern und die Wogen eher glätten wollen, findet Harrer direkte Worte: "Seit mehr als dreieinhalb Wochen wissen die Brucker davon und seitdem haben sie die Zeit verstreichen lassen. Wohl um uns doch noch zu Zahlungen zu bewegen, doch das werden wir auf gar keinen Fall tun. Entweder kommt die bedingungslose Freigabe noch, oder wir machen beide zu Vertragsamateuren.

Bei der Wolfsberger Sportlerkerwa wurde die Premiere für das Trainergespann der DJK zu einer klaren Sache für ihren Ex-Verein: Der FSV Erlangen-Bruck siegte mit 6:0. Die Landesliganeulinge aus Bruck schnürten den Kreisligisten von Beginn an in der eigenen Hälfte ein und legten ein hohes Tempo vor. Schon zur Pause sorgten Dominik Hofmann, Klaus Faßold und Marco Kaiser mit dem 3:0 für klare Verhältnisse, zudem vereitelte Keeper Christopher Teuber einen möglichen Anschlusstreffer von Seybold. Yacine Kemenni und zweimal Labeat Ferizi erhöhten auf 6:0.

Ergebnisse der Sportlerkerwa

Am Samstag setzte sich die SG Geschwand in einem reduzierten Kurzturnier als Sieger durch und gewann seine Partien gegen die SG Kleinsendelbach/Hetzles mit 2:0 und gegen die SG Oberes Pegnitztal mit 1:0. Die Pegnitztaler behielten im Vergleich der Besiegten mit 4:0 die Oberhand und holten sich den zweiten Platz. Im Turnier der G-Jugend setzten sich die Minis der SG Rüsselbach als Sieger durch. Der Vizetitel ging an den SV Gößweinstein, die weiteren Plätze nahmen die SG Trubachtal und der SV Moggast ein.

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