Forchheim
Padel

Payrleitner will Trendsportart in Forchheim etablieren

Größtenteils unbemerkt ging in Spanien eine WM für Senioren über die Bühne. Geht es nach Harry Payrleitner, bleibt Padel-Tennis aber keine Trendsportart.
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Als Tennislehrer beherrscht Payrleitner auch die Padel-Technik bestens. Lediglich an Erfahrung mangelt es noch. Fotos: privat
Als Tennislehrer beherrscht Payrleitner auch die Padel-Technik bestens. Lediglich an Erfahrung mangelt es noch. Fotos: privat
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Nur weil die USA nicht angetreten waren, wurde Harry Payrleitner mit Team Österreich nicht Letzter, doch für den Forchheimer stand die Platzierung bei den Padel-Senioren-Weltmeisterschaften in Spanien ohnehin nicht im Vordergrund. Der Forchheimer, der als Trainer der Tennisschule t.i.m. bekannt ist, betreibt seit ein paar Jahren parallel den Padel-Sport, eine Mischung aus Tennis und Squash, und ist dank guter Vernetzung in der Szene bei der WM in Estepona gelandet, wo die Athleten ab 35 Jahren in fünf Altersklassen erstmals ihre Besten ermittelten.

Vom Spieler zum Zuschauer

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"Wir haben in der ersten Runde gegen Spanien verloren und dann gegen Belgien", berichtet der 43-Jährige. Somit nahm Payrleitner relativ schnell auf den Zuschauerrängen Platz, denn "wer gerade nicht spielt, ist Fan", beschreibt der Forchheimer die Atmosphäre bei der Sportart, die in Südwesteuropa und Südamerika bereits weit verbreitet ist, hierzulande aber noch ein Nischendasein fristet. Umso mehr ist es Payrleitner ein Anliegen, Padel bekannter zu machen. Als Mitglied der SpVgg Jahn versucht er, nach dem Umzug des Vereins in den Norden, auf dem neuen Gelände zwei Padel-Courts zu errichten.

"Das ist natürlich eine Frage des Geldes, zumal es in Deutschland sinnvoll wäre, überdachte Plätze zu bauen, was die Kosten verdoppeln würde", sagt der Österreicher. In Estepona im Süden Spaniens, zwischen Gibraltar und Malaga, fanden die rund 500 Teilnehmer aus 16 Ländern 20 Courts auf engstem Raum vor und spielten in sechs Tagen die Titel in der ausschließlich im Doppel ausgetragenen Sportart aus. Im Finale der Männer setzten sich die Gastgeber gegen Argentinien durch. Deutschland wurde drei Plätze vor Österreich Zwölfter.

Dass der Forchheimer an dem Turnier - für Anreise, Unterkunft und Teilnahmegebühr kam er selbst auf - teilnehmen durfte, verdankt er einem Treffen mit einem österreichischen Padel-Spieler vor einigen Jahren. "Damals habe ich ihm gesagt: Wenn der Verband jemals einen Akteur für eine Meisterschaft braucht, kann er sich bei mir melden." Offenbar erinnerte sich ein Funktionär der Alpenrepublik daran und holte Payrleitner ins zwölfköpfige Team Austria.

Zum Vergleich: Deutschland reiste mit 40 Senioren an. Auch die meisten anderen Nationen hatten einen deutlich größeren Kader, aus dem die Paarungen beliebig zusammengestellt werden durften. Einzige Ausnahme: Ein jüngerer Spieler darf nicht in einer höheren Altersklasse antreten, die bei den Männern in Fünf-Jahres-Schritten bis 55 und bei den Frauen bis 45 reichten. "Für die WM Urlaub zu nehmen, hat sich trotzdem gelohnt", fasste Payrleitner seinen sportlichen Trip zusammen.

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