Forchheim
Fußball

Oliver Seybold ärgert alte Liebe Forchheim

Der frühere Jahn-Spieler entschied das Kellerduell mit seinem FSV Bruck bei der SpVgg mit zwei Treffern zugunsten Erlangens.
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Der frühere Forchheimer Adem Selmani (re.) und der FSV Erlangen-Bruck holten beim Jahn um Timo Noppenberger drei Punkte für den Kampf um den Klassenerhalt.Florian Fraunholz
Der frühere Forchheimer Adem Selmani (re.) und der FSV Erlangen-Bruck holten beim Jahn um Timo Noppenberger drei Punkte für den Kampf um den Klassenerhalt.Florian Fraunholz
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Der FSV Erlangen-Bruck agierte im Derby bei Jahn Forchheim in der Offensive griffiger als die Hausherren und verzeichnete die größeren Chancen. Nach einem Platzverweis gegen Jens Wartenfelser spielten die Gäste die Partie in der Bayernliga Nord souverän herunter. Ein schlechtes Omen war die Verletzung von Kapitän Patrick Hagen beim Aufwärmen.

Der ATSV Erlangen fuhr mit dem 2:1-Sieg in Eltersdorf einen wichtigen Dreier im Kampf um den Klassenerhalt ein. Aufgrund einer starken ersten Halbzeit gewann der Aufsteiger das Stadtduell verdient.

SpVgg Jahn Forchheim - FSV Erlangen-Bruck 0:2

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Die Gäste hatten die erste Torchance, als der Ex-Jahnler Thomas Roas aus kurzem Winkel am Keeper der Forchheimer scheiterte (1.). Auch der Jahn hatte in einer ausgeglichenen Anfangsphase seine erste Möglichkeit, doch Tom Jäckel, vor der Saison aus Bruck gekommen, köpfte in Bedrängnis aus kurzer Distanz über das Tor (5.). Die bis zu diesem Zeitpunkt größte Gelegenheit hatte FSV-Akteur Florian Fromholzer, der einen Freistoß per Kopf verlängerte, aber am Querbalken scheiterte (17.).

Erlangen wurde nun stärker und kam wiederum durch Roas zu einer guten Chance auf den Führungstreffer, diesmal scheiterte er an Tino Stahl (21.). Kurze Zeit später machte es sein Teamkollege Oliver Seybold besser, als dieser mit einem abgefälschten Schuss erfolgreich war (27.). Der FSV drückte weiter und kam wieder durch Fromholzer zur nächsten Möglichkeit, sein Versuch wurde aber vom vorher zu Fall gebrachten Seybold geblockt (31.).

Wenige Minuten vor dem Seitenwechsel hatte Forchheim seine beste Chance der Partie: Jäckel stand im FSV-Strafraum völlig frei, scheiterte jedoch mit seinem Kopfball am Pfosten (39.). Praktisch im Gegenzug erzielte Seybold, der von 2013 bis 2015 seine Schuhe für die SpVgg schnürte, auf Vorarbeit von Petric Djonbalic seinen zweiten Treffer im Kellerderby. Kurz vor Schluss durfte er sich bei seiner Auswechslung für seinen Auftritt feiern lassen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste gefährlich. Dem Gastgeber lief die Zeit davon und mit dem Anbruch der Schlussphase wurde die Aufgabe noch schwerer, denn Jens Wartenfelser sah innerhalb einer Minute zweimal die gelbe Karte und musste somit vorzeitig zum Duschen (80.). Auch aufgrund des Platzverweises spielten die Gäste das Ergebnis souverän herunter und holten somit einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt.

Die Stimmen der Trainer

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Entsprechend zufrieden war FSV-Trainer Normann Wagner: "Der Sieg war sehr wichtig, aber unter dem Strich ist es nur ein weiterer Schritt zum Ziel. In meinen Augen war dieser Sieg mehr als verdient, da wir vor allem in der ersten Halbzeit klar die bessere Mannschaft waren." Forchheims Trainer Christian Springer haderte hingegen vor allem mit dem Umschaltspiel seines Teams: "Für uns hat es nicht zum Sieg gereicht, da wir in der Offensive nicht aktiv genug waren und uns zu wenige Chancen herausgespielt haben. In der Defensive sind wir nicht konsequent genug in die Zweikämpfe und haben in der Umschaltbewegung zu langsam agiert. Genau das hat Erlangen in Person von Oliver Seybold heute ausgenutzt." Jahn: Stahl - Petschner, Müller, Goldammer (46. Misic), Nagengast, Noppenberger (75. Grinjuks), P. Mai, Jäckel (56. D. Mai), Schwinn, Wartenfelser, Güngör FSV: Herzig - Sperber, Hinrichs, Lunz, Özdemir, Bauernschmitt (81. Cagli), Fromholzer, Djonbalic, Roas (73. Ferizi), Selmani, Seybold (90. Basener)

Tore: 0:1, 0:2 Oliver Seybold (27., 41.)

Zuschauer: 330 / Schiedsrichter: Ehsan Amirian (SV Wehen Wiesbaden)

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