Forchheim
Triathlon

Nicht nur das Wasser schäumt in der 2. Triathlon-Bundesliga

Der SSV Forchheim beendet den dritten Wettkampf der 2. Triathlon-Bundesliga auf dem elften Platz.
Artikel drucken Artikel einbetten
Abkühlung bei heißen Temperaturen: Michael Stirnweiß vom SSV Forchheim wurde Gesamt-Neunter in der offenen Wertung am Trebgaster Badesee.  Foto: Karl-Heinz Weber
Abkühlung bei heißen Temperaturen: Michael Stirnweiß vom SSV Forchheim wurde Gesamt-Neunter in der offenen Wertung am Trebgaster Badesee. Foto: Karl-Heinz Weber
+2 Bilder

Der SSV Forchheim beendete den dritten Wettkampf der 2. Triathlon-Bundesliga erfolgreich auf Platz 11 von 16. Ralf Gärtner wurde 26., direkt gefolgt von Christoph Prem, Steffen Lotter wurde 48., Andreas Maiwald 62. und Florian Loos lief als 71. ins Ziel. Damit erzielten die Forchheimer eine sehr gute Leistung, obwohl die ersten beiden Wettkämpfe noch nicht allzu lange zurücklagen.

In einer Wettkampfwoche sieht die Vorbereitung immer gleich aus: Zum Erholen des Vorwettkampfes gibt es eine lange Schwimmeinheit am Montag und lockeres Laufen am Dienstag. Mittwoch steht eine harte Schwimmeinheit an, gefolgt von zwei Ruhetagen. Zum Heißwerden wird ein kurzes Rad- und Lauftraining im Wettkampftempo am Samstag angesetzt. Auch das Material wird überprüft: Luftdruck auf acht Bar, Kettenöl und ein Tropfen Spülmittel in die Schwimmbrille, damit diese nicht beschlägt.

Auf den ersten Metern sortierten sich die Forchheimer beim dritten Wettkampf am rechten Ende ein, um möglichst ungestört anzuschwimmen. Doch diese Idee hatten viele Athleten und das Quintett befand sich wieder in der "Waschmaschine". Dieser Ausdruck bezeichnet im Triathlon die Situation, wenn viele Schwimmer auf einem Platz um die Position kämpfen und das Wasser dabei aufgewühlt ist. Nicht nur das, Gärtners Schwimmbrille füllte sich zudem mit Wasser und alles schäumte - das passiert, wenn sich zu viel Routine einstellt und sich das Spülmittel immer noch in der Schwimmbrille befindet. Prem setzte sich mit den besten zehn Schwimmern vor dem Hauptfeld mit Lotter, Loos und Gärtner ab. Maiwald rief seine Schwimmform an diesem Tag nicht ab.

Hohes Tempo beim Radfahren

Im Gegensatz zu den ersten beiden Wettkämpfen setzte sich die Spitzengruppe beim Radfahren nicht ab und das Hauptfeld schluckte mit 44,8 km/h im Stundenmittel die Spitzengruppe auf den letzten Radkilometern. Dem hohen Tempo konnten einige Athleten nicht folgen und fuhren im hinteren Drittel weiter, darunter auch der Schwimmspezialist Loos.

Im abschließenden Lauf über 4,4 Kilometer wurde trotz des Missgeschickes beim Schwimmen Gärtner bester Forchheimer, gefolgt von Prem und Lotter. Mit beherzter Laufleistung überholte Maiwald einige Athleten. Loos, 1991/92 ehemals Schwimmtrainer von Lotter, blieb auf der Sprintdistanz immer noch unter der magischen Stundengrenze. Ende August starten die letzten beiden Wettkämpfe im Teamformat, was eine Stärke der Forchheimer ist. Denn hier zählt die Konstanz der Athleten. Vier von fünf Starter einer Mannschaft müssen das Ziel gemeinsam erreichen.

Neue oberfränkische Meisterin

Die Nähe zur Forchheimer Heimat lockte weitere SSVler an den Trebgaster Badesee, die in der offenen Wertung starteten. So nahmen Maria Leidenberger und Julia Heilmann über die Volksdistanz die Jagd nach der Krone zur oberfränkischen Meisterin auf. Leidenberger setzte sich diese in der Altersklasse Senioren 3 auf. Bei den Herren gelang Peter Landgraf dieses Kunststück in der AK Senioren 5, Alexander Hitzler holte Silber in der AK Senioren 1 und für Stefan Leidenberger reichte es für Bronze in der AK Senioren 4. Michael Stirnweiß ging über die Olympische Distanz an den Start und wurde Gesamt-Neunter. slo

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren