Neunkirchen am Brand
Steilpass

Neunkirchen: Hofmann trotz Fehlstart kämpferisch

Sieben Jahre Bezirksliga folgten sieben Jahre Kreisliga. Nach dem Wiederaufstieg sieht es für den TSV Neunkirchen nicht nach einer neuen Ära im Bezirk aus.
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Sieben Spielzeiten brauchte der TSV Neunkirchen, um nach dem Abstieg aus der Bezirksliga Mittelfranken Nord heuer in diese Klasse zurückzukehren. Nach mehreren Jahren mit Platzierungen unter den ersten Fünf schafften die Brandbach-Kicker unter Trainer Joachim Müller den Sprung über die Relegation. Unter Nachfolger Harald Gerstner ist die Euphorie aber schnell verflogen: Der Neuling ziert nach zehn Spieltagen mit nur fünf Zählern das Tabellenende. Abteilungsleiter Mario Hofmann hat die Hoffnung auf den Klassenerhalt trotzdem nicht aufgegeben und baut auf die Stärken des TSV.

Wer hat Sie angespielt?

Mario Hofmann: Das war Arno "Anno" Amon, er ist ein alter Bekannter aus früheren Spielen. Vor den Duellen mit ihm und dem SV Weilersbach hatte ich immer Respekt, es ging häufig zur Sache. Nach mehreren Jahren haben wir uns zufälligerweise im Krankenhaus in Erlangen wiedergetroffen - er als Mitarbeiter, ich als Patient - und verstanden uns sofort. Seitdem stehen wir regelmäßig in Kontakt.

Haben sich das Waldkrankenhaus und Arno Amon gut um Sie gekümmert?

Ja, ich wurde gut gepflegt und mir wurde geholfen. Die Bedingungen waren top und mit Arno hatte ich immer einen Ansprechpartner, der mir auch bei Behandlungsfragen zur Seite stand. Ich kann also eine Empfehlung aussprechen (lacht).

Neunkirchen hat nach sieben Jahren in der Kreisliga den Aufstieg gepackt, aus den ersten zehn Partien aber nur einen Sieg geholt. Woran machen Sie den schwierigen Saisonstart fest?

Wir wussten nach dem Aufstieg, dass es für uns sehr schwer wird. Uns war klar, dass es nur um den Klassenerhalt geht. Unsere Personaldecke ist dünn, das liegt auch daran, dass bei uns keine Auswärtigen spielen. Bei uns wird kein großes Geld bezahlt, es gibt eine Siegprämie, doch auch diese ist in der Bezirksliga im unteren Bereich anzusiedeln. Aufgrund vieler Verletzungen war es bislang schwierig, Woche für Woche Topleistungen abzurufen. Häufig spielen Jungs aus der zweiten Mannschaft und sogar aus der A-Jugend, deren Leistung will ich aber keinesfalls schmälern. Ich habe großen Respekt davor, wie sie das machen und sich in den Dienst der Mannschaft stellen.

Lediglich beim FSV Stadeln, der meiner Meinung nach den besten Kader der Liga hat, sowie gegen die SpVgg Hüttenbach haben wir uns schwach präsentiert. Bei den meisten anderen Spielen waren wir jedoch ebenbürtig, es fehlten uns manchmal das Glück und die nötige Erfahrung auf diesem Niveau. Auch die Relegation hat uns Schwierigkeiten bereitet, schließlich hatten wir im Sommer nur eine Woche Pause. Wir müssen einfach aus den bisherigen Partien lernen.

Was macht Ihnen Hoffnung, dass der Klassenerhalt gelingt?

Die Mannschaft trainiert hervorragend. Man sieht, dass sie sich nicht hängen lässt und alles für den Erfolg gibt. Es kommen hoffentlich bald ein paar Verletzte zurück, dann sind wir schon optimistisch, dass es besser laufen wird. Die Entwicklung schreitet definitiv voran, auch die Jungs aus der Reserve verbessern sich Woche für Woche. Solange der Abstand zum rettenden Ufer nicht allzu groß wird, verlieren wir also nicht die Hoffnung. Sollte es aber mit dem Klassenerhalt nicht klappen, wird sich nicht allzu viel ändern. Wir wissen schließlich ganz genau, woher wir kommen und können die Bezirksliga entsprechend einordnen.

An wen spielen Sie weiter?

Ich nominiere Markus Ursprung, er spielt aktuell in Langensendelbach für die zweite Mannschaft. Früher hat er bei uns in Neunkirchen gespielt. Jemand mit seinen fußballerischen Qualitäten ist selten zu finden. Darüber hinaus ist er menschlich überragend, er war damals für alle Spieler bei uns ein Vorbild, da könnten sich viele Akteure eine Scheibe abschneiden.

? Steilpass-Regeln: Das Spielfeld bilden die Landkreise Erlangen-Höchstadt und Forchheim. Verboten sind Kurzpässe, also Zuspiele innerhalb des eigenen Vereins, und Rückpässe zu bereits angespielten Aktiven.

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