LKR Forchheim
Fußball

Neue Forchheimer Stadtmauer in den A-Klassen

Vier der noch sieben bestehenden Stadtklubs treten in der A-Klasse an. Allerdings spielen Reuth und ATSV sowie Burk und TKV in unterschiedlichen Staffeln.
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Die SG Mittelehrenbach/Leutenbach um Christian Kraft (Mi.) ist aufgestiegen. Heuer könnte die SG Pinzberg/Gosberg mit Christian Bauer (re.) zu den Gejagten gehören.  Foto: herzopress, Archiv
Die SG Mittelehrenbach/Leutenbach um Christian Kraft (Mi.) ist aufgestiegen. Heuer könnte die SG Pinzberg/Gosberg mit Christian Bauer (re.) zu den Gejagten gehören. Foto: herzopress, Archiv
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Als Kreisspielleiter Max Habermann die Einteilung der Fußball-A-Klassen ER/PEG bekannt gab, wunderten sich wohl einige Verantwortlichen. Vor allem die Vereine der letztjährigen A-Klasse 3 finden sich heuer in zwei verschiedenen Staffeln wieder. Allen voran die Forchheimer Stadtvereine wurden geteilt. Der FC Burk und der TKV Forchheim treten in der A-Klasse 2 an, die SpVgg Reuth und der ATSV Forchheim bleiben in der A3. Während die beiden ehemaligen Kreisligisten in der Zweier-Staffel kürzere Fahrten haben, freuen sich Reuth und der ATSV auf deutlich mehr erste Mannschaften.

Vorspiel der jeweiligen Ersten

Eine Rolle bei der Einteilung spielt der Überbau: So können die Reserven aus Eggolsheim, Hallerndorf, Zeckern, Ebermannstadt, Möhrendorf und Langensendelbach in der A2 das Vorspiel ihrer Ersten bestreiten, die allesamt in der Kreisliga 1 antreten. Dies sei von den meisten Vereinen gewünscht, sagt Habermann, führe aber immer wieder zu Härtefällen. Der ATSV Forchheim und die SpVgg Reuth sehen ihre Zuordnung zur A3, in der sie auf einige Teams der letztjährigen A-Klasse 4 aus dem Oberland treffen, mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Gleichwohl dürften beide Klubs erneut zum Favoritenkreis zählen, dem auch die SG Pinzberg/Gosberg angehört. "Aus meiner Sicht ist das eine sehr interessante Liga mit vielen guten Mannschaften. Auch einige neue Gegner, die wir noch nicht einschätzen können, daher gibt es auch ein wenig Ungewissheit", sagt Spielertrainer Mathias Schuhmann. "Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, wollen wir wieder oben mitspielen", erklärt der 29-Jährige. Sein Abteilungsleiter muss sich auch erst an das neue Tableau gewöhnen: "Eine starke Liga mit vielen ambitionierten ersten Mannschaften und somit einem großen Favoritenkreis."

Nicht nur aufgrund der von fünf auf vier geschrumpften Zahl an Reserven wird es für die SG wohl nicht leichter. Vier Stammspieler haben den Vorjahresvierten verlassen: Lorenzo Gallmetzer, der in der vergangenen Saison einen großen Sprung gemacht hat, wechselte zum SV Buckenhofen in die Bezirksliga. Georg Messingschlager sucht bei der Spvgg Hausen (Kreisklasse) eine neue Herausforderung. Zusammen erzielten die beiden 18 Treffer. Tobias Schüpferling und Michael Weisel schlossen sich der SG Mittelehrenbach/Leutenbach an, die knapp vor Pinzberg landete und über die Relegation aufstieg.

Pinzberg/Gosberg verliert Qualität

Auf der Habenseite verbucht die SG Paul Förstel und Jannik Schwarzmann aus der eigenen Jugend. "Wir verlieren damit eine gewisse Qualität. Der gemeinsame Kader für erste und zweite Mannschaft ist etwas dünner. Wir müssen unsere Kräfte bündeln und von großen Verletzungen verschont bleiben", analysiert Schumann.

Leidner sieht zumindest den Vorteil, dass jeder Akteur auf mehr Einsatzzeiten kommen werde. Immerhin ist ein weiterer Zugang in Aussicht. Florian Eichinger hat seinen Pass bereits von Oesdorf zu Bruder Niklas nach Pinzberg gelegt. "Allerdings ist er aktuell verletzt und baut ein Haus", schränkt der Abteilungsleiter ein.

Stimmen zur Einteilung der A-Klassen

Philipp Heublein (Spielertrainer des ATSV Forchheim): "Wir sehen das Ganze gespalten. Einerseits haben wir deutlich mehr erste Mannschaften drin, was es sportlich interessanter gestaltet. Wir können uns dadurch vielleicht auch besser auf den jeweiligen Gegner einstellen. Ich glaube, dass die A-Klasse 3 in der Breite stärker aufgestellt ist. Viele Teams haben Ambitionen aufzusteigen oder vorne mitzuspielen.

Andererseits wären Derbys gegen den TKV, Burk, Pautzfeld und Neuses natürlich gut gewesen. Nicht nur für die Vereinskasse, sondern auch, weil sich die Jungs untereinander kennen. Es ist schon etwas anderes, ob man 30 bis 45 Minuten zu einem Gegner fährt, den man überhaupt nicht kennt, oder ob man nur kurz über die Brücke fährt und ein Derby erwartet. Es hat Vor- und Nachteile, aber rein geografisch wären wir in der A-Klasse 2 besser aufgehoben."

Markus Schütz (Sportvorstand der SpVgg Reuth): "In der A-Klasse 2 hätten wir mehr Derbys und kürzere Fahrten, aber auch viele zweite Mannschaften, was für die Zuschauer nicht ganz so interessant ist. Sportlich ist die A-Klasse 3 eine starke Liga mit vielen ersten Mannschaften, was für die Spieler und den Verein besser ist.

Die Einteilung ist für uns okay. Kreisspielleiter Max Habermann muss irgendwo eine Grenze ziehen und das ist in Ordnung. Wir waren diesbezüglich schon häufig betroffen und sehen das entspannt. Zumal wir beim letzten Mal bis nach Pottenstein und Elbersberg fahren mussten."

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