Muggendorf
Laufsport

Muggendorf: Die Bestzeit des Erfinders ist geknackt

Der Streckenrekord von Robert Stein ist seit Samstag Geschichte, doch seine Idee für den Gebirgslauf in der Fränkischen Schweiz lebt weiter.
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Bergauf und bergab geht es für die Teilnehmer des "Muggendorfer Gebirgslaufs". Foto: Paul Pöhlmann
Bergauf und bergab geht es für die Teilnehmer des "Muggendorfer Gebirgslaufs". Foto: Paul Pöhlmann
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Für die ersten 50 Teilnehmer war es sicherlich eine sportliche Herausforderung, beim "Muggendorfer Gebirgslauf" eine gute Zeit zu erzielen. Für das weitere Feld von ungefähr 150 Läufern zählte wohl die Leistung, die Strecke unter drei Stunden zu bewältigen, als Erfolg. Und das mit gutem Recht, denn es ging auf einer Länge von 22 Kilometern, über Stock und Stein, bergauf und bergab.

Teilnehmerzahl steigt

Veranstalter des Muggendorfer Gebirgslaufs ist der Markt Wiesenttal. Die Idee dazu hatte Robert Stein. Ihm galt auch der Dank des Wiesenttaler Bürgermeisters Helmut Taut für sein sportliches Engagement. Startete der erste Lauf vor drei Jahren mit 30 Teilnehmern, so waren es heuer um die 200. Vorjahressieger Florian Genser vom WSV Warmensteinach knackte als Erster die von Robert Stein gesetzte Bestmarke von 1:45 Stunde um rund zwei Minuten. Dicht dahinter folgte sein Dauerrivale Sven Starklauf aus Vorra mit 1:46 Stunde, der damit knapp über dem bisherigen Streckenrekord blieb.

Als erste Frau unter zwei Stunden

Bisher waren beim Gebirgslauf "Neideck 1000" nur Männer - fünf an der Zahl - unter zwei Stunden geblieben. Das änderte die Betzensteinerin Lisa Wirth vom LAC Quelle Fürth bei ihrem spontanen Auftritt, der sie nach 1:54 Stunde ins Ziel führte.

1000 Höhenmeter mussten auf diesem Halbmarathon-Gebirgslauf überwunden werden. Nach dem Start am Schulgelände in Muggendorf folgte gleich der erste Anstieg über den "Zwecklesgraben" hinauf zum "Quakenschloss" und "Adlerstein".

Durch die "Riesenburg" führte die Strecke steil hinunter ins Wiesenttal und über den "Brunnweg" wieder auf die Jurahöhe. Etwas Erleichterung war durch die "Oswaldhöhle" hinüber zum "Guckhüll" angesagt. Aber auch diese Strecke war alles andere als eben. Nach dem Abstieg ins Tal nach Streitberg musste der letzte Steilanstieg über den Bergsporn der "Neideck" nach Trainmeusel und danach über den "Frauenstein" hinunter ins Wiesenttal nach Muggendorf bewältigt werden. Das ging noch einmal kräftig in die Beine.

Zuruf aus dem Publikum

Im Zielbereich wurden die Läufer mit Beifall begrüßt. "Mama, gleich hast du's geschafft": Dieser Zuruf ihres Töchterchens setzte wohl die letzten Kraftreserven einer jungen Mutter auf der Zielgeraden über die Muggendorfer Wiesentpromenade frei.



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