Eckental
Tennis

Mischa Zverev schlägt in Eckental auf

Der Coburger French-Open-Sieger Kevin Krawietz wird seinen Doppeltitel beim ATP-Turnier nicht verteidigen, dafür ist der Bruder der deutschen Nummer 1 am Start.
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Mischa Zverev rückt dank einer Wildcard ins Hauptfeld des ATP-Turniers in Eckental. Dita Alangkara/AP/dpa
Mischa Zverev rückt dank einer Wildcard ins Hauptfeld des ATP-Turniers in Eckental. Dita Alangkara/AP/dpa

Als wäre das Feld bei den internationalen deutschen Hallenmeisterschaften in Eckental nicht schon weltklasse genug, kommt mit Mischa Zverev eine weitere Größe des Profi-Tennis ins House of Sports. Der ältere Bruder des Weltranglisten-Sechsten Alexander rutscht mit einer Wildcard ins Feld der 23. Auflage des ATP-Challenger-Turniers, das am Montag beginnt. Seinen größten Erfolgt feierte der Hamburger im Januar 2017, als er im Achtelfinale der Australian Open den damaligen Weltranglistenprimus Andy Murray bezwang. Ein Jahr später gewann er das ATP-Rasenturnier in Eastbourne.

Neben Zverev nominierten der deutsche Tennis-Bund und der bayerische Tennis-Verband Daniel Altmaier, Johannes Härteis, Niklas Guttau und Jeremy Schifris für eine Hauptfeld-Wildcard in Eckental. In der Qualifikation schlägt Leopold Zima auf. Tickets gibt es vor Ort an der Tageskasse. Die Organisatoren um Turnierdirektor Marcus Slany hielten die aufgrund gestiegener Auflagen gestorbene Veranstaltung mit einem Netzwerk von über 150 Partnern und mehr als 200 Ehrenamtlichen am Leben.

Nur zwei Quali-Partien

Der an den Grundlinien stark abgenutzte Teppichboden wurde im Mai durch einen schnellen, gelenkschonenden, helleren, dunkelblauen Belag ersetzt. Dennoch braucht es eine Ausnahmeregelung der ATP, denn normalerweise ist ein Hartplatz vorgeschrieben. Auch der Spielmodus ist neu: Das Qualifikationsturnier am Wochenende vor Beginn des Hauptfelds entfällt, am Montag geht es um 10 Uhr - parallel zu lediglich zwei Quali-Spielen - gleich mit der ersten Runde los, wobei die Topgesetzten der 64 Männer ein Freilos haben.

Für die ersten beiden Turniertage sind auf den beiden Courts zusammen 14 Einzelspiele à zwei Gewinnsätze angesetzt. Auch am Mittwoch und Donnerstag (jeweils zwölf Einzel) gibt es Tennis von früh bis spät, ehe das Turnier am Freitag mit den Viertelfinals auf die Zielgerade einbiegt.

25 Akteure aus den aktuellen Top 100 der Welt haben bereits im House of Sports aufgeschlagen. Heuer sind zwei Spieler aus diesem elitären Kreis dabei: Der Pole Kamil Majchrzak (Nr. 84) und der Münchner Peter Gojowczyk (95), der es in seiner Karriere auf ein Gesamtpreisgeld von 2 500 000 Dollar bringt, sich vor einer Woche bei den hoch dotierten Swiss Indoor in Basel durch die harte Qualifikationsmühle kämpfte und erst in der Hauptrunde in Lokalmatador Roger Federer seinen Meister fand.

Überraschungen sind in Eckental aber an der Tagesordnung. Neben vielen deutschen Assen, darunter Matthias Bachinger, Yannick Maden, Daniel Masur, Mats Moraing und Oscar Otte (Slanys Siegertipp) schlagen unter anderem die beiden Belgier Ruben Bemelmans und Steve Darcis auf, die das Turnier 2014 bzw. 2016 gewannen. Das Coburger/Kölner Duo Kevin Krawietz/Andreas Mies kann seinen Titel im Doppel nicht verteidigen. Die French-Open-Sieger bereiten sich auf das ATP-Finale in London vor. bwa/fr

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