Forchheim
Fußball

Leistungsträger verlassen Jahn Forchheim

Zur neuen Saison werden Dennis Weiler und Andi Mönius nicht mehr das Trikot des Bayernligisten tragen und stattdessen Spielertrainer beim SC Adelsdorf.
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Der SC Adelsdorf um Abteilungsleiter Helmut Wölfel (l.) und Vorstand Lorenz Galster (r) haben  Dennis Weiler (2.v.r) und Andi Mönius (3.v.r.) zur neuen Saison als Spielertrainer zum SC gelotst. privat
Der SC Adelsdorf um Abteilungsleiter Helmut Wölfel (l.) und Vorstand Lorenz Galster (r) haben Dennis Weiler (2.v.r) und Andi Mönius (3.v.r.) zur neuen Saison als Spielertrainer zum SC gelotst. privat
Kurz vor der Rückrunde hat der SC Adelsdorf aus der Fußball-Bezirksliga die Weichen für kommende Saison gestellt und ein neues Trainerteam präsentiert. Damit endet die Amtszeit der vom FSV Stadeln gekommenen Florian Gräf und Heiko Pfeifer nach nur einem Jahr. Zur neuen Runde übernehmen Dennis Weiler und Andi Mönius als Spielertrainer-Gespann, beide kicken derzeit bei der SpVgg Jahn Forchheim in der Bayernliga. Adelsdorf steht mit nur 13 Punkten auf einem direkten Abstiegsplatz und muss in den verbleibenden Spielen fünf Zähler gutmachen.

"Während der spielfreien Zeit ergab sich die Gelegenheit, zwei aktuelle Bayernligaspieler zu verpflichten, die man sicherlich als Wunschkandidaten bezeichnen kann", heißt es in der Meldung des Vereins. "Dennis Weiler wohnt inzwischen in Adelsdorf, für Andi Mönius ist der SC sein Heimatverein. Beide werden als gleichberechtigte Spielertrainer agieren", teilte der Verein weiter mit.


Über Umwege nach Forchheim

Weiler spielte für den Baiersdorfer SV, den FSV Erlangen-Bruck und den SC Eltersdorf. Dazu sammelte der Defensivmann erste Trainererfahrung in Moggast. Zur Saison 2016/17 folgte der Wechsel als spielender Co-Trainer nach Forchheim, wo Weiler eine feste Größe im Abwehrverbund des Neulings ist.

Mönius hingegen kommt aus Adelsdorf, spielte lange Jahre für den 1. FC Nürnberg II und kurzzeitig für den SV Seligenporten, ehe der Offensivmann verletzungsbedingt zu seinem Heimatverein wechselte. Beim SCA traf der 26-Jährige in 53 Spielen satte 33 Mal und wechselte 2016/17 zum Jahn. Dort war Mönius Vizekapitän und unverzichtbarer Bestandteil der Offensive. In dieser Saison erzielte er fünf Tore und bereitete vier Treffer vor.


Co-Trainer in welcher Form?

"Emotional bin ich schon etwas enttäuscht, mit Dennis und Andi verlassen uns zwei wichtige Spieler, auf die ich gerne weiter gebaut hätte", sagte Jahn-Coach Christian Springer. Vor zwei Wochen teilte Weiler ihm bereits mit, seinen Vertrag nicht verlängern zu wollen. Mönius wollte eine Entscheidung ebenfalls zeitnah treffen - das ist nun erfolgt. "Ich habe die beiden sehr schätzen gelernt", sagte Springer.

Nun muss er abwägen, wie es auf der Position des Co-Trainers nächste Saison weitergehen soll. Wieder mit einem verlängerten Arm auf dem Feld? Springer favorisiert eher die Lösung eines klassischen Co-Trainers. Bislang saß Weiler in den Halbzeitpausen und direkt nach den Partien mit in der Spielerkabine, was ja verständlich ist. "Das hat Vor- und Nachteile", so Springer. "Es ist sicher gut für die Spieler, ich fände es aber besser, wenn ein Co-Trainer mit in der Trainerkabine sitzt, um Dinge zu analysieren und zu besprechen." Mögliche Kandidaten für den Posten sind Betreuer Gerald Meier und Torwart-Trainer Thomas Oppelt, die Springer bereits jetzt unterstützen.

Vor dem Start in die Restrückrunde steht für den Jahn am Sonntag um 14 Uhr beim SV Tennenlohe ein letztes Testspiel an. Die Partie am Mittwoch beim TV 48 Erlangen wurde abgesagt, sogar der dortige Sandplatz war gefroren, die Verletzungsgefahr zu groß. "Tennenlohe hat aber einen Kunstrasen, die Partie wird stattfinden", sagte Springer. Dann kommt wohl der neue Keeper Matthias Götz zu seinem Jahn-Debüt. Klar ist in der Zwischenzeit, dass Patrick Oeser nach seiner Schulterverletzung in dieser Saison nicht mehr zurückkommt.
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