Forchheim
Leichtathletik

Keine Titel, aber gute Leistungen der LG Forchheim

Bei den nordbayerischen Hallenmeisterschaften in Fürth blieben die Sportler der LG Forchheim zwar ohne Sieg, dennoch reichte es für einige Qualifikationen zur bayerischen Meisterschaft.
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Moritz Hecht verpasste das Podest über 200 Meter knapp. Foto: Kiefner
Moritz Hecht verpasste das Podest über 200 Meter knapp. Foto: Kiefner
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Die nagelneue, blaue Hallenbahn der ausrichtenden LAC Quelle Fürth zog knapp 400 Leichtathleten zu den nordbayerischen Hallenmeisterschaften. Die Sportler der LG Forchheim überraschten zwar mit persönlichen Bestleistungen und Qualifikationen für die Landesmeisterschaften, gingen aber heuer ohne Titelgewinn nach Hause. Ein Grund dafür war, dass einige Jugendliche zum Jahreswechsel in die höhere Altersklasse wechseln mussten.


Titelverteidigung nicht möglich

Die 4x200-Meter-Staffel der männlichen U20, die 2015 gewann, musste sogar auf einen Start verzichten, weil Abiturprüfungen und Verletzungen dazwischen kamen. Dafür wetzten andere die Scharte aus - zum Beispiel Clemens Gundermann. Dem 16-Jährigen gelang auf Anhieb in der U18 ein Husarenstück auf den 1500 Metern.
In 3:45,36 Minuten musste er lediglich den letztjährigen bayerischen Meister ziehen lassen und wurde nordbayerischer Vizemeister.
Janina Buck (18) und Moritz Hecht (19) zeigten bei den Erwachsenen ihre Klasse. Beide wurden in großen Startfeldern mit der neuntschnellsten Zeit über 60 Meter gelistet und verpassten den Einzug ins Finale der älteren Jahrgänge nur um wenige Hundertstel. Mit 8,35 (Buck) und 7,22 Sekunden (Hecht) erreichten sie aber die Qualifikation zur bayerischen U20-Hallenmeisterschaft, die Ende Januar in München stattfindet.
Hecht ging zudem über die 200 Meter an den Start und lieferte mit 22,95 Sekunden ein Spitzenergebnis ab, wurde - nur um zwei Zehntelsekunden vom Siegerpodest getrennt - Fünfter und gehört damit in München zum erweiterten Favoritenkreis. Mit 4,96 Meter schaffte Janina Buck den Einzug ins Weitsprungfinale der Frauenklasse und wurde dort mit derselben Weite Siebte.
Neuzugang Christine Priegelmeir (Jahrgang 1981) startete in der W20 und wurde über 60 Meter bei 8,62 Sekunden gestoppt - ein tolles Wiedereinstiegsergebnis nach mehrjähriger Leichtathletik-Abstinenz. Die ehemalige Topsprinterin aus Fürth verstärkte auch die 4x200-Meter-Staffel um Lina Ende, Buck und Julia Erdmann. Der Lohn war eine neue Bestzeit von 1:52,91 Minuten und Platz 5 unter zehn Staffeln.


Auch Gösswein knackt die Quali

Für eine weitere Überraschung sorgte in der U18 Mario Gösswein. Mit 7,86 Sekunden verpasste der 17-Jährige zwar den Einzug ins Finale, knackte aber die Quali. Hannah Stöhr (16) zeigte über die 60 Meter Hürden deutliche Verbesserungen zum Vorjahr (10,28) - trotz Altersklassen- und damit verbundedem Abstands-Wechsel. Damit platzierte sie sich im Mittelfeld von über 30 Starterinnen.
Zusammen mit ihren Teamkolleginnen Annabelle Treuheit (15), Nina Lodes (16) und Cosima Gundermann (17) starteten die Mädels erstmals als Quartett über die 4x200 Meter und wurden in 2:02,46 Minuten Sechste. Ohne Wechselpatzer wäre noch mehr drin gewesen. Svenja Heidecke (16), die sich erst im Herbst der LG angeschlossen hat, entpuppte sich als Sprinttalent. Völlig überraschend knackte sie bei ihrem Leichtathletik-Debüt die Qualifikation zur "Bayerischen" über 60 Meter mit 8,63 Sekunden und rundete das gute Abschneiden der Forchheimer ab. red

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