Forchheim
Fußball

Jahn zeigt die geforderte Reaktion, verliert aber trotzdem

Nach dem 0:4 gegen Bayernliga-Neuling ASV Vach musste die SpVgg Jahn Forchheim eine Reaktion zeigen.
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Der schmerzlich vermisste Sandro Gumbrecht gab in Ammerthal sein Comeback und deutete an, dass es beim Jahn in den nächsten  Wochen aufwärts gehen kann.Sportfoto Zink/Archiv
Der schmerzlich vermisste Sandro Gumbrecht gab in Ammerthal sein Comeback und deutete an, dass es beim Jahn in den nächsten Wochen aufwärts gehen kann.Sportfoto Zink/Archiv
Das tat die junge Mannschaft am Mittwochabend auch, musste jedoch die spielerische und körperliche Überlegenheit der DJK Ammerthal anerkennen, die mit diesem Sieg die Tabellenführung übernahm.


DJK Ammerthal - SpVgg Jahn Forchheim 3:0

Die Gäste begannen auf dem engen Platz engagiert, merkten aber schnell, dass der DJK nur schwer beizukommen sein würde. Dazu offenbarten die Forchheimer Schwächen bei Standards, was ihnen schon in der Anfangsphase das Genick brach: Zwei ruhende Bälle, die Max Höhenberger in die Gefahrenzone brachte, nutzten Mario Zitzmann (12.) und Michael Jonczy (22.) zur 2:0-Führung.

Kurz vor dem zweiten Gegentreffer hatte Timo Noppenberger die Chance auf den Ausgleich, doch sein Schuss strich knapp über das Gehäuse. Mi der komfortablen Führung im Rücken spielten die Hausherren ihre Vorteile aus und profitierten von der Unsicherheit der unerfahrenen Gästemannschaft, die kurz vor der Pause noch das entscheidende 3:0 durch Ralph Egeter hinnehmen musste (44.).


Der Wille war da

"Man hat schon im Verlauf der ersten Halbzeit gemerkt, dass wir nicht sattelfest sind. Und wenn man im Spielaufbau keine Sicherheit ausstrahlt, hängen die Stürmer schnell in der Luft", analysierte Jahn-Sportvorstand Uwe Schüttinger, der trotz Niederlage mit der Mannschaft nicht zu hart ins Gericht gehen wollte.

"Die Jungs waren da, haben versucht dagegenzuhalten. Aber der Gegner war einfach besser. Körperlich und spielerisch starke Teams wie Ammerthal sind aktuell nicht unser Maßstab." Die Heimelf ließ vor 350 Zuschauern in der zweiten Halbzeit nichts mehr anbrennen, die drei Wechsel auf Forchheimer Seite änderten daran nichts.

"Allerdings hat man gemerkt, dass wir mehr Sicherheit bekommen haben, als Sandro Gumbrecht sein Comeback gegeben hat. Seine Erfahrung und Übersicht hat den anderen geholfen, von denen kaum einer Bayernliga-Erfahrung hat", betonte Schüttinger.


Die tragenden Säulen kehren zurück

Zuletzt seien mit Jens Wartenfelser, Philipp Nagengast und Steffen Müller nur drei Speiler aufgelaufen, die schon vergangene Saison im Jahn-Trikot gesteckt hatten. Das Grundgerüst der Mannschaft - neben Gumbrecht sind das Patrick Hagen, Patrick Mai und Firat Güngör -, komme erst nach und nach zusammen: Hagen kann nach seinem Urlaub vielleicht schon gegen Eltersdorf auflaufen. Mai trainiert, muss aber schauen wie belastbar sein Fuß ist, und Güngör muss noch zwei Spiele Sperre absitzen.

"Wir müssen uns noch durch den August schleppen, dann werden wir mit Sicherheit eine andere Jahn-Mannschaft zu Gesicht bekommen", erklärte der Sportvorstand.

SpVgg Jahn Forchheim: Stahl - Uttinger, Jerundow, Tischler, Wartenfelser, Städtler (64. Gumbrecht), Noppenberger, Grinjuks (46. Misic), Karsak, Müller (68. Goldammer), Nagengast


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