Forchheim
Fußball

Jahn Forchheim: Uttinger will gegen den Ex treffen

Der Zugang freut sich auf das Wiedersehen mit dem ASV Vach. Die Freundschaft werde in den 90 Bayernliga-Minuten aber ruhen. Buckenhofen II hat neuen Coach.
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2015 trug Daniel Uttinger noch das Trikot des ASV Vach. Am Sonntag trifft er im Kellerduell der Bayernliga mit Jahn Forchheim auf seinen Ex-Verein.  Archivbild: Uwe Gick
2015 trug Daniel Uttinger noch das Trikot des ASV Vach. Am Sonntag trifft er im Kellerduell der Bayernliga mit Jahn Forchheim auf seinen Ex-Verein. Archivbild: Uwe Gick
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Mit einem knappen 4:3 gegen Sand hat der Jahn zum Rückrundenauftakt nach fünf Spielen ohne Sieg den Anschluss an die Nichtabstiegsränge der Fußball-Bayernliga Nord hergestellt. Ein verdienter Sieg, der am Sonntag um 14 Uhr bei Schlusslicht Vach Lust auf Mehr macht. Vor allem für Daniel Uttinger, der auf seinen Ex-Verein trifft.

Aufgrund seiner starken Hinrunde in der Bezirksliga fast schon ziellos ist der SV Buckenhofen, der am Samstag um 15 Uhr jahresübergreifend den vierten Sieg in Folge holen kann. Indes hat die Reserve der Buckis einen Nachfolger für ihren zum Saisonende scheidenden Trainer gefunden.

Bayernliga Nord: ASV Vach (18.) - Jahn Forchheim (15.)

Nicht nur Forchheim ist gut ins neue Jahr gestartet, auch der ASV fuhr im Derby bei Erlangen-Bruck einen Auftakterfolg - den zweiten unter Trainer Norbert Nein, der im November Norbert Hofmann abgelöst hatte. Dessen erste Frage nach dem 2:0 war: "Wie hat denn der Jahn gespielt? Den wollen wir am kommenden Wochenende eigentlich überholen." Das ist morgen nicht möglich, doch zumindest die rote Laterne kann der Aufsteiger mit einem Heimsieg abgeben.

"Überholen können die uns auf keinen Fall", sagt Forchheims Defensivmann Daniel Uttinger vor dem Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Verein schmunzelnd. Von der A-Jugend 2011 bis zur Landesliga 2016 kickte der 24-Jährige in Mannhof. "Ich bin immer gerne in Vach gewesen und bin dort immer noch gerne zu Besuch. Aber in den 90 Minuten ist die Freundschaft vorbei", erklärt Uttinger. Norbert Nein kenne ich noch aus meiner Zeit. Kapitän Kai Hufnagel war damals auch schon da."

Da es in der Liga nur einen direkten Absteiger gibt, lautet das Minimalziel beider Kontrahenten die Relegation. Nach den Erfolgen vor einer Woche ist das rettende Ufer aber nicht nur für die SpVgg wieder in greifbarer Nähe. Die Winterpause hat dem Jahn anscheinend gutgetan. "Die Vorbereitung war richtig hart, deswegen war der Sieg gegen Sand umso schöner", berichtet Uttinger. "Wir haben die Zweikämpfe richtig angenommen und waren gut am Mann. Sicherlich war das Spiel insgesamt nicht gut. Das war ein dreckiger Sieg." Diese Kampfkraft hatte Trainer Christian Springer schon in der Hinrunde gefordert. "Wir haben einfach Zeit gebraucht bei den vielen neuen Spielern", erklärt Uttinger.

Fast kompletter Jahn-Kader

Personell kann der Jahn zudem fast aus dem Vollen schöpfen. Abwehrspieler André Jerundow hat zwar noch Trainingsrückstand, dürfte bald aber wieder eine Alternative sein. David Mai, der nach seiner Herzerkrankung zwar schon sechs Einsätze hatte, muss dagegen erneut passen. "Das ist wirklich schade", findet dessen Mitspieler aus Jugendzeiten bei der SpVgg Greuther Fürth. Zwar traf die Jahn-Offensive gegen Sand auch ohne Mai viermal, doch die SpVgg machte ihrem Ruf als schlechteste Defensive der Liga wieder alle Ehre. Solange Forchheim immer ein Tor mehr erzielt, dürfte es Daniel Uttinger und Co. relativ egal sein. "Ich habe eine ganz gute Quote gegen Vach, vielleicht treffe ich ja wieder", sagt der 24-Jährige und lacht.

Bezirksliga Mittelfranken Nord: FC Hersbruck (7.) - SV Buckenhofen (4.)

Nach einer "durchwachsenen Vorbereitung" kann SVB-Trainer Helmut Wolff schwer einschätzen, wo seine Mannschaft steht. Da ist es gut für den Aufsteiger, dass vor dem Duell mit Spitzenreiter Schwaig das Gastspiel beim Tabellensiebten ansteht. Immer wieder fehlten dem 49-Jährigen in den vergangenen Wochen Spieler krankheitsbedingt. "Knapp die Hälfte der Mannschaft hat aus verschiedenen Gründen nicht alle Einheiten mitgemacht."

Seine Testspiele gegen unterklassige Gegner gewann der SVB, nur gegen Bayernligist Jahn Forchheim (0:2) und Landesligist Baiersdorfer SV (2:4) kassierte der Aufsteiger Niederlagen.

Vor dem Restrundenauftakt beim Vorjahres-Vizemeister ist Buckenhofen noch mitten im Rennen um den Durchmarsch in die Landesliga. Das Hinspiel gewannen die Wolff-Schützlinge deutlich mit 4:1. "Ich denke, dass bei Hersbruck der ein oder andere Spieler zurückkommt. Das ist eine Mannschaft mit einer guten Offensive und deswegen ein echter Prüfstein", erklärt der Gästetrainer. Aufgrund seiner starken Hinrunde wird der Neuling wohl kaum mehr unterschätzt werden.

Den Klassenerhalt hat der SVB längst in der Tasche. "Wir können jetzt ohne Druck befreit aufspielen. Meine Mannschaft ist sehr jung und hat viel Potenzial. Dennoch müssen wir unsere Leistung in der Rückrunde und dann auch in der neuen Saison erst einmal bestätigen", mahnt Wolff.

Glauber coacht Bucki-Reserve

Patrick Glauber wird zur kommenden Saison Trainer der zweiten Mannschaft des SV Buckenhofen, die im Sommer in die Kreisklasse 2 ER/PEG aufgestiegen ist. Dort wird er Nachfolger von Christoph Zeller, der aus beruflichen Gründen ausscheidet. "Mit Patrick haben wir einen erfahrenen und engagierten neuen Mann für unsere junge Mannschaft gefunden. Nach dem ersten Gespräch waren sich beide Seiten schnell einig und freuen sich auf eine hoffentlich lange und erfolgreiche Zusammenarbeit", teilte der SVB mit.

Der 39-Jährige ist aktuell Spielertrainer bei Ligarivale SV Poxdorf. Nach Buckenhofen bringt er Sebastian Steinbrecher mit, der bereits zu Pinzberger Zeiten sein Co-Trainer war.red

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