Forchheim
Fußball-Bayernliga

Jahn Forchheim stellt sich der neuen Saison

Zum Auftakt am Sonntag geht es nach Erlangen-Bruck - inklusive Wiedersehen mit etlichen Ex-Spielern. Für wenig Begeisterung sorgt aber der Zeitpunkt.
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21 Spieler inklusive zwölf Neuzugängen umfasst der Kader der SpVgg Jahn Forchheim für die Bayernliga-Saison 2018/19. Sebastian Baumann/anpfiff.info
21 Spieler inklusive zwölf Neuzugängen umfasst der Kader der SpVgg Jahn Forchheim für die Bayernliga-Saison 2018/19. Sebastian Baumann/anpfiff.info
Intensiver kann eine Fußball-Saison kaum beginnen. Im letzten Testspiel empfing der FSV Erlangen-Bruck den Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Nürnberg (2:5), eine Woche später ist am Sonntag um 13 Uhr zum Auftakt der Bayernliga Nord die SpVgg Jahn Forchheim zu Gast. "Ich freue mich natürlich sehr auf das Spiel", sagt Adem Selmani gegenüber unserem Partnerportal anpfiff.info.

Der 28-Jährige lief in den vergangenen fünf Jahren für Forchheim auf und hofft auf einen Einsatz des muskulär angeschlagenen Hayri Özdemir, der ein Jahr zuvor die Seiten gewechselt hatte. "Dann werden wir für den Jahn bereit sein", so Selmani.


Vorfreude auf das Derby

Dass das Spiel etwas Besonderes für den 28-Jährigen ist, ist klar. Zwar gehe er mit besonderem Ehrgeiz in die Partie, "im Moment bin ich aber noch ganz cool, das kommt immer erst kurz vor dem Spiel", erklärt die Offensivkraft, die im Trikot der SpVgg nur eine Niederlage gegen Bruck hinnehmen musste und diese Derby-Serie jetzt mit Erlangen fortsetzen will.

Sein Trainer Normann Wagner geht von einer engen Kiste aus: "Das wird ein Spiel auf Augenhöhe. Ich denke, die Tagesform und der größere Wille entscheiden." Verzichten muss Wagner auf Zugang Genc Bajrami - einer von sieben FSVlern mit Forchheimer Vergangenheit -, der sich im Duell mit dem Club schon nach wenigen Minuten verletzte.

Zudem spielen die Ex-Forchheimer Oliver Seybold, Philipp Viereckl, Tim Basener, Max Bauernschmitt und Thomas Roas beim FSV. Auf Jahn-Seite haben Sandro Gum-brecht, Patrick Hagen, Jens Wartenfelser sowie Patrick und David Mai eine Brucker Vergangenheit.


Ungünstige Ansetzung

Das Spiel hätte eigentlich am Samstag stattfinden sollen, gespielt wird nun aber am Sonntag. Und das bereits um 13 Uhr. Ein Umstand, der vor allem für die Fans schwierig wird. Um 13.30 Uhr bestreitet fast zeitgleich der ATSV Erlangen sein brisantes Derby gegen den SC Eltersdorf.

"Wenn ich ehrlich bin, dann ist es schon eine Frechheit, dass am ersten Spieltag beide Partien angesetzt werden. Wir können nicht am Samstag spielen, weil bei uns der Platz belegt ist, der ATSV konnte auch nur Sonntag spielen. Ich hätte mir gerne das andere Spiel angeschaut, so wie wahrscheinlich die Spieler aller vier Mannschaften. Das tut einfach weh", findet Selmani klare Worte aufgrund der kuriosen Einteilung des Verbandes.

So werden sich die neutralen Zuschauer entscheiden müssen, ob sie um 13 Uhr nach Bruck oder um 13.30 Uhr zum ATSV gehen. Beide Spiele finden aufgrund des WM-Finales (Sonntag, 17 Uhr) bereits so früh statt.

Eine besondere Brisanz sieht Normann Wagner nicht im Ringtausch von Adem Selmani und Tom Jäckel, die jeweils in anderen Trikots am Sportplatz auftauchen werden. Jäckel ist urlaubsbedingt zwar erst später in die Vorbereitung eingestiegen und noch nicht bei 100 Prozent, der Jahn baut aber voll auf seinen Sturmtank. "Er kann viel mit seiner Erfahrung regeln. Er weiß, wohin er laufen und wo er stehen muss. Alleine schon sein Name auf dem Spielberichtsbogen bringt Spannung für den Gegner", sagt Jahn-Teammanager Mesut Kimiz.
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