Forchheim
Fußball-Bayernliga Nord

Jahn Forchheim: Einsatz ist im Derby gefragt

Zum vorletzten Spiel des Jahres ist die SpVgg Jahn Forchheim zu Gast bei der DJK Don Bosco Bamberg.
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Tino Stahl, Forchheims Nummer 1, will zusammen mit seinem Team den siebten Heimerfolg der Don Bosco Bamberg am Freitagabend verhindern. Foto: Uwe Kellner, Archiv
Tino Stahl, Forchheims Nummer 1, will zusammen mit seinem Team den siebten Heimerfolg der Don Bosco Bamberg am Freitagabend verhindern. Foto: Uwe Kellner, Archiv

Zum letzten Spiel des Jahres empfangen die Fußballer der DJK Don Bosco Bamberg (8.) in der Bayernliga Nord an diesem Freitag unter Flutlicht (19 Uhr) auf der Rudi-Ziegler-Sportanlage den oberfränkischen Nachbarn SpVgg Jahn Forchheim (16.), der am vergangenen Wochenende spielfrei war. Für die Forchheimer ist es allerdings erst das vorletzte Spiel, die Heimpartie gegen den TSV Großbardorf wurde auf den 1. Dezember (14 Uhr) verschoben.

Obwohl die Forchheimer sehr ansprechend in die Saison gestartet sind, läuft es derzeit nicht so rund, wenngleich der vergangene Auftritt vor knapp zwei Wochen in Ansbach die starke Moral innerhalb der Truppe des Ex-Profis Christian Springer erahnen lässt. Sechs Minuten nach der Halbzeitpause kassierte der Jahn das 4:1 und schien hoffnungslos unterzugehen. Doch innerhalb von 20 Minuten wandelte er den Rückstadt in eine 5:4-Führung um.

Am Ende standen ein bemerkenswertes 5:5 und ein wichtiger Zähler für den 16. der Tabelle, was nach drei Niederlagen zuvor (0:4 in Seligenporten, 0:2 gegen Erlangen-Bruck und 1:2 gegen die Würzburger Kickers) Auftrieb geben dürfte. Die Mannen um den 30-jährigen Sturmführer Tom Jäckel, der in Ansbach zwei Treffer beisteuerte, wollen den Schub mit nach Wildensorg nehmen und sich für die 0:1-Vorrundenniederlage revanchieren, zumal sich das Verletztenlager gelichtet hat. Vor allem die Rückkehr des 25 Jahre alten Vizekapitäns Sandro Gumbrecht, der verletzungsbedingt (Adduktoren) lange ausgefallen war und in Ansbach zum zweiten Mal wieder 90 Minuten durchspielte, wurde herbeigesehnt.

Gefährliche Offensive des Jahn

Er soll der stark verjüngten Truppe vor allem im Defensivverbund als rechter Außenverteidiger wieder mehr Stabilität verleihen. Mit 51 Gegentoren ist der Jahn die Schießbude der Liga. Dagegen sind 38 erzielte Treffer in 20 Partien bei weitem kein Beleg für einen Rang in der gefährdeten Zone der Tabelle. Nur fünf Teams verbuchten bisher mehr. Neben Jäckel (7 Tore) sind Jens Wartenfelser (10, 22 Jahre, intern bester Torschütze) und Philipp Nagengast (5, 25) gefährliche Offensivkräfte, die meist auf den Außenbahnen agieren. Zudem glänzen sie als Vorbereiter. Trainer Springer, der die SpVgg nach dem Aufstieg auf Rang 6 führte und trotz aktueller Misere fest im Sattel sitzt, verlangt Einsatzwillen und Kampfgeist von seinem Team und wird sie vor dem Vergleich in Bamberg auf ihre dominanten Auswärtssiege in Sand (2:4) und Neumarkt (0:3) sowie beim ATSV Erlangen (1:6) hinweisen, als die Mannschaft die offensiv bevorzugte Gangart effektiv umsetzte.

Kann die Don-Bosco-Elf erneut die Wucht der gegnerischen Stürmer im Zaum halten und eine trotz mancher Rückschläge bisher meist überzeugende Spielzeit mit dem siebten Heimerfolg krönen? Sollen diese Vorhaben realisiert werden, bedarf es abermals eines überzeugenden Auftritts in der Defensive, die beim Gastspiel in Erlangen-Bruck nichts zuließ. Dagegen ließ die DJK im Angriff wieder zahlreiche Möglichkeiten liegen. Letztendlich sorgte Torgarant Johannes Rosiwal mit seinem elften Treffer in dieser Saison für strahlende Gesichter im Lager der "Gelb-Grünen", die sich ein zweistelliges Punktepolster zur Abstiegsregion aufbauten.

Von der Papierform her müssen sie deshalb die Favoritenbürde stemmen, zumal der Sieger der letzten vier direkten Vergleiche in Pokal und Bayernliga durchweg DJK Don Bosco Bamberg hieß. Deren Trainer Mario Bail kennt aber die Gesetze von Derbys. "Uns ist bewusst, dass es ein sehr enges Spiel wird. Die Akteure kennen sich untereinander. Keiner will verlieren. Wir freuen uns aufs Derby und danach auf den Bockbieranstich im Sportheim. Wir sind alle hochmotiviert und wollen den ,Dreier‘ ziehen, um ein sehr gutes Jahr erfolgreich abzuschließen." Bail plant trotz Erkältungen und leichter Blessuren mit dem gleichen Kader wie zuletzt.

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