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Fußball

Heroldsbach steigt ab, Weilersbach bleibt Kreisklassist

Die Auf- und Absteiger im Spielkreis ER/PEG stehen fest. Entscheidungsspiele sind nicht nötig, aber Reuth muss in die Relegation. Ein Überblick:
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Die Enttäuschung beim ATSV Forchheim war groß. Sportfoto Zink
Die Enttäuschung beim ATSV Forchheim war groß. Sportfoto Zink
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Nachdem sich der SV Buckenhofen Titel und Direktaufstieg geholt, Heßdorf Relegationsplatz 2 eingetütet sowie Hallerndorf, Kersbach, Röttenbach und Lonnerstadt ein weiteres Jahr im Kreisoberhaus gesichert hatten, gab es vor dem letzten Spieltag der Kreisliga 1 ER/PEG nur noch eine offene Frage: Wer begleitet Burk und Hemhofen in die Kreisklasse? Die SpVgg Heroldsbach hatte den Klassenerhalt zwar in der eigenen Hand, im Gemeinde-Derby beim SC Oesdorf aber die deutlich schwerere Aufgabe, als der einen Punkt schlechtere FSV Großenseebach, der den geretteten Neuling aus Kersbach zu Gast hatte. Unser Mitarbeiter Andreas Bär konnte sich zwar nicht zweiteilen, wagt aber den Versuch eines Abstiegskonferenzberichts:


Kreisliga 1 ER/PEG: Heroldsbach oder Seebach?

Die Voraussetzungen sind klar. Großenseebach braucht einen Sieg und Schützenhilfe aus Oesdorf, um sich zu retten. Heroldsbach darf patzen, aber nur, wenn der FSV nicht über ein Remis hinauskommt.
7. Minute: Oesdorf geht durch Senad Bajric in Führung. Aktuell wäre damit ein Entscheidungsspiel um den Klassenerhalt zwischen Heroldsbach und Großenseebach nötig.
10. Minute: Bajric schnürt den Doppelpack. Es wird eng für Heroldsbach. Durchschnaufen und fokussieren.
18. Minute: Fabian Dotzauer bringt Heroldsbach auf 1:2 ran.
25. Minute: Großenseebach liegt hinten, Kersbachs Spielertrainer Oli Wurzbacher trifft den FSV ins Mark. Jetzt wäre Heroldsbach wieder gerettet.
33. Minute: Sebastian Jakobs trifft für Seebach. Damit wären wir wieder bei einem Ritterspiel.
38. Minute: Christian Müller knipst für die Uebler-Truppe. Jetzt wäre der FSV gerettet - zumal in Oesdorf nichts passiert.
43. Minute: Der FSV will den Sack zumachen. Jakobs schnürt einen Doppelpack: 3:1 für die "Gelb-Schwarzen".
Halbzeitpause: Großenseebach hat vorgelegt. Hilft aber nichts, sollte Heroldsbach das Spiel in Oesdorf drehen. Das große Zittern beginnt.
51. Minute: Der FSV ist durch. Zumindest mit dem eigenen Spiel. Martin Schnappauf stellt auf 4:1. Jetzt glühen die Telefondrähte nach Oesdorf.
60. Minute: Oesdorf legt in Person von Sebastian Raasch nach. 3:1 für den SC. Jetzt wird es richtig hart für Heroldsbach.
88. Minute: Masaru Ebayashi mit dem fünften Seebacher Tor. Jetzt herrscht hier nur noch Jubel. Und der wird gleich noch lauter.
89. Minute: Eine halbe Stunde lang passiert hüben wie drüben nichts. Dann macht Nicolas Tannigel den Deckel drauf: 4:1 für Oesdorf.
Schlusspfiff: Schockzustand in Heroldsbach. Der Neuling muss wieder runter in die Kreisklasse. Euphorie dagegen in Großenseebach. Der Kreisliga-Dino rettet sich mit den letzten Atemzügen und darf für die zehnte Saison am Stück im Kreis-Oberhaus planen.

"Dieses Spiel war nicht entscheidend. Wir haben den Klassenerhalt vorher verspielt", resümierte Heroldsbachs Trainer Stefan Hiltl, für den der Ausgang besonders bitter ist: "Wir haben hier in den vergangenen Jahren etwas aufgebaut und jetzt muss ich mich mit dem Abstieg verabschieden. Daran werde ich eine Weile zu knabbern haben", sagte der zum TSV Ebermannstadt wechselnde Coach. Oesdorf habe keine Nachbarschaftshilfe leisten, sondern klarstellen wollen, wer die Nummer 1 in der Gemeinde ist. Zudem seien sämtliche Pläne des 50-Jährigen nicht aufgegangen.
Freude und Erleichterung herrschten dagegen beim früheren Jahn-Spieler Andreas Uebler: "Ich habe drei Stunden gebraucht, bis ich das Ganze realisiert hatte. Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft, die auf den Rückstand bockstark reagiert hat." bär


Kreisliga 2 ER/PEG

Am letzten Spieltag der Fußball-Kreisliga 2 ER/PEG gab es zwei Fernduelle: Im Rennen um den Aufstiegsrelegationsplatz setzte sich Neunkirchen dank eines 3:3 gegen Meister Diepersdorf gegenüber dem FC Ottensoos durch, dem der Sieg gegen Absteiger Sittenbachtal somit nichts nutzte. Der SC Uttenreuth versetzte den SV Moggast durch einen 5:2-Heimsieg gegen Pottenstein in die Kreisklasse. Damit war auch das 3:0 des SVM gegen Reichenschwand wertlos.


SC Uttenreuth - TSC Pottenstein 5:2

"Die Jungs waren gut drauf, ich habe sie aus der Ferne auf das letzte Spiel eingestellt", sagte Uttenreuths Trainer Heiko Liebig lachend, der auf Mallorca verweilte, während seine Jungs ihr Abstiegsendspiel gegen Pottenstein bestritten. Er ließ sich von Ralf Klieber und David Kühl vertreten, die die Mannschaft in- und auswendig kennen. Während es auf der Baleareninsel am Sonntag regnete, war der größte Gegner des SCU die sengende Hitze.

Knipser Christian Wollny (14., 64.) und Steffen Popp (62.) stellten dennoch auf ein komfortables 3:0. Fabian Haas traf für die Gäste zwar zum 1:3 (67.), aber der Rückstand und die Temperaturen waren zu hoch für eine Aufholjagd. Zudem antwortete wiederum Wollny mit dem 4:1 (71.). Sebastian Pezoldt verkürzte nochmals (77.), mit seinem vierten Treffer machte Wollny aber einen Haken unter den Klassenerhalt (87.). "Wir sind alle glücklich, dass es jetzt vorbei ist, und wir den Klassenerhalt erreicht haben", sagte Liebig, der beste Glückwünsche von der Urlaubsinsel zu seinen Jungs schicken lässt.


SV Moggast - FC Reichenschwand 3:0

Aufgrund des Sieges der Uttenreuther spielte der Heimsieg des SV keine Rolle mehr. Aber das wusste das Team, das seit vier Jahren im Kreisoberhaus unterwegs ist, natürlich nicht und versuchte alles. Stefan Richter (14.) und Nico Schneider (36.) hielten die Hoffnung auf den Klassenerhalt aufrecht. Als Hannes Fetzer auf 3:0 erhöhte (80.), war die Stimmung in Moggast trotzdem auf dem Tiefpunkt, da das Parallel-Ergebnis durchgesickert war.

Die Jungs von der Bölwiese hätten ihre Punkte vorher holen müssen. Der eine in der Endabrechnung fehlende Zähler lässt sich schnell finden. Beispielsweise beim 1:1 gegen den ASV Pegnitz II, der in 30 Spielen nur vier Punkte sammelte. Somit verabschiedet sich Moggast aus der Kreisliga und das scheidende Trainerteam Alexander Roth, Christian Staatz zum TSV Brand sowie Rüdiger Beck in eine eventuelle Pause.


TSV Neunkirchen - SpVgg Diepersdorf 3:3

Auf Neunkrichen wartete mit dem Meister eine harte Nuss. Oliver Eichenmüller brachte die Gäste in Führung (8.). Manuel Menges blockte Torwart Tim Seidl und erzielte so das 1:1 (13.). Danach legte Patrick Schütze mit einem Heber aus dem Gewühl heraus über den Torwart hinweg das 2:1 oben drauf (21.). Bis zum Seitenwechsel trafen jedoch wieder die Diepersdorfer. Christian Kohlenbach (24.) und Philipp Knogl (42.) stellten auf 2:3.

In der Pause hieß das für Trainer Joachim Müller im dritten Spiel in Folge, seine Jungs wachzurütteln. Kevin Hofmann mit einem Schuss aus 25 Metern erzielte prompt das unhaltbare 3:3 (61.). "Auch wenn Diepersdorf nicht mehr alles gegeben hat, mussten wir uns nach diesem Lucky-Punch hüten", sagte Menges. "Erst nach dem Schlusspfiff fiel die Anspannung bei ihm, seinem Team sowie Funktionären und Zuschauern ab. "Jetzt freuen wir uns auf die Relegation. Solche Partien sind ein Traum für jeden Fußballer", erklärte der Kapitän. uwke


Kreisklasse 2 ER/PEG

Alle Blicke in der Kreisklasse 2 ER/PEG waren in den Süden der Tabelle gerichtet, wo vier Mannschaften auf drei Fußballplätzen die übrigen zwei Absteiger unter sich ausmachten. Als Bester des Quartetts schließt der SV Weilersbach ab, der - gegen die jetzt abgestiegenen Willersdorfer - als Einziger gewann. Die Aufholjagd des ATSV gegen Eggolsheim wurde nicht belohnt, so dass die Spvgg Hausen mit dem Remis in Schlaifhausen drin bleibt.

Der SV Langensendelbach hatte sich in der Vorwoche über die Meisterschaft gefreut, der Baiersdorfer SV über die Drei-Punkte-Strafe und die Pleite im Spitzenspiel geärgert. Gegen Wimmelbach stimmte sich die Landesliga-Reserve mit einem 3:0 auf die Relegation ein. Der SV Hetzles trat zu seinem letzten Spiel vor dem Zusammengehen mit Kleinsendelbach zu Hause gegen Effeltrich nicht an.


SV Weilersbach - DJK Willersdorf 2:1

"Der ganze Landkreis wollte uns unten sehen, aber wir sind unabsteigbar", jubelte Kevin Erlwein, der Weilersbacher Routinier, nach dem 2:1, das in Kombination mit den Ergebnissen auf den anderen Plätzen zum Klassenerhalt reichte. Sein Team begann engagiert und hatte eine große Möglichkeit durch René Schrettenbrunner, der nach einem gewonnenen Kopfballduell allein auf Gästetorwart Holger Arneth zulief. Er vertändelte jedoch und wurde letztlich geblockt (24.). Danach hatte die Gloria, die die ganze Saison über mit den Schiedsrichtern haderte, das Glück auf ihrer Seite. Christian Rzonsa wurde im SV-Sechzehner grenzwertig abgegrätscht, aber Referee Reiner Ziegler ließ weiterlaufen (41.).

Fast im direkten Gegenzug bekam Weilersbach einen ebenfalls umstrittenen Freistoß rund 25 Meter vor dem Tor zugesprochen. Erlwein drosch den Ball zentral aufs Tor und durch die Hände von Arneth zum 1:0 (43.). Nach der Pause war Willersdorf bemüht. Ein Unentschieden hätte der Eintracht zum Klassenerhalt gereicht. Weilersbach hingegen brauchte den Dreier. Abermals Schrettenbrunner hätte die Vorentscheidung besorgen können, doch wieder scheiterte er allein vor dem Tor und schob den Ball vorbei (63.).

Glück für die DJK, die diese Nachlässigkeit zudem bestrafte: Auf der rechten Seite wurde Christian Seeberger geschickt, im Sechzehner fand er die Lücke im kurzen Eck (75.). "Hätten wir uns nach dem Ausgleich ein paar Minuten länger konzentriert, hätten wir den Klassenerhalt wahrscheinlich geschafft", bedauerte Trainer Michael Hobner. Denn nur zwei Zeigerumdrehungen später sprang der Ball vor die Füße von Gloria-Joker Christian Rammler. Er nahm Maß und vollstreckte (77.).

"Weilersbach war besser und hat verdient gewonnen. Dass wir direkt absteigen, ist bitter, aber die Tabelle lügt nach dem 30. Spieltag nicht", sagte Hobner, dessen Team keine Möglichkeiten mehr kreierte. Die Weilersbacher feierten den Klassenerhalt wie einen Aufstieg "Der Schlüssel war das schnelle 2:1", erklärte Coach Simon Dimter. "Wir sind überglücklich über diesen Ausgang, nachdem uns viele vor ein paar Wochen bereits abgeschrieben hatten." uwke


FC Schlaifhausen - Spvgg Hausen 2:2

Die Gäste legten zwei Mal vor, lagen aber nur in etwa vier der 90 Minuten in Führung, so dass Hausens Abteilungsleiter Matthias Kaube am Spielfeldrand nicht nur aufgrund des Wetters mächtig ins Schwitzen kam. Marco Petsch verwertete ein Zuspiel von Motiz Kupfer (41.) und traf auf André Schmitts Pass in die Schnittstelle. Daniel Kremer glich jeweils per Einzelleistung aus (43, 63.). "Da waren wir zwei Mal nicht clever genug, ein Foul zu machen", kristisierte Kaube. Zwar hatte die Spvgg Chancen zur abermaligen Führung, doch auch Schlaifhausen hätte den Gegner in ein Entscheidungsspiel schießen können. "Ich freue mich natürlich riesig, aber nach so einer Saison dauert es wahrscheinlich eine Weile, bis ich sie rauslassen kann", beschrieb der Abteilungsleiter seine Gefühlslage.


ATSV Forchheim - DJK Eggolsheim 3:4

Die Forchheimer waren nach 53 Minuten mit mehr als einem Bein in der A-Klasse. "Eggolsheim war übermächtig, wir konnten nichts unternehmen", räumte ATSV-Abteilungsleiter Oskar Baumann nach den Treffern von Lutz Reinhold (12.), Sebastian Amon (35.) und Tobias Seeberger ein. Zudem gab der Schiedsrichter einen möglichen Elfmeter für die Heimelf nicht und Alexander Löw fischte einen Schuss von Marc Baumann aus dem Winkel. Doch die Hausherren gaben nicht auf.

"Plötzlich waren wir extrem stark, alle Tore waren super herausgespielt", sagte Baumann zum schnellen Ausgleich durch Jeremy Hopkins (61.), Benjamin Wesolowski (67.) und seinen Sohn Marc (73.). Dann wendete sich das Blatt erneut. Ein weiter Strafstoß blieb dem ATSV verwehrt und Hopkins sah für ein Foul "Gelb-Rot" (89.). Als Forchheim alles nach vorne warf, ein Remis hätte nämlich nichts genutzt, besiegelte DJK-Coach Reinhold das Schicksal der Mannschaft von Spielertrainer Tekin Atar. rup


Kreisklasse 3 ER/PEG

Der Dauer-Zweikampf an der Spitze der Kreisklasse 3 ER/PEG erlebte auch am letzten Spieltag keine Überraschung: Der ASV Michelfeld machte den Titelgewinn mit einem 5:0 in Forth perfekt. Der SV Gößweinstein wartet vergeblich auf einen Ausrutscher und muss den Aufstieg über die Relegation versuchen. Auch für Egloffstein gab es keine Wunder. Der SC verlor in Hiltpoltstein klar und hätte selbst bei einem Sieg keine Chance gehabt, da Troschenreuth und Wichsenstein aus eigener Kraft das rettende Ufer erreichten.


ASV Forth - ASV Michelfeld 0:5

Mitte der ersten Halbzeit ging der Spitzenreiter durch einen schönen Freistoß von Markus Schäffner in Führung (29.). Kurz darauf machte Daniel Meier den Doppelschlag der Gäste perfekt und stellte die Weichen Richtung Aufstieg (32.). Auch die Entscheidung durch das zweite Tor von Meier fiel noch vor dem Seitenwechsel (42.). Nach der Pause glich das Spiel einem Auslaufen der Michelfelder. Da es auch für die Forther um nichts mehr ging, plätscherte die Begegnung vor sich hin. Paul Gropp blieb nach toller Vorarbeit eiskalt und stellte auf 0:4 (56.). Den Schlusspunkt in einer einseitigen Partie setzte Thomas Kohl (87.). "Der Gegner hat uns in der Anfangsphase alles abverlangt, aber wir haben uns sowohl diesen Sieg als auch diesen Aufstieg mehr als verdient", sagte Gästetrainer Ilker Caliskan, dessen Team in 17 Partien ohne Gegentor blieb. ffr


A-Klasse 3 ER/PEG

Der TSV Gräfenberg ließ zum Saisonfinale in der Fußball-A-Klasse 3 ER/ PEG nichts mehr anbrennen und sicherte sich hinter dem SV Pretzfeld und vor den Verfolgern aus Reuth und Thuisbrunn den zweiten Aufstiegsplatz. Letzterer schaut trotz Siegs komplett in die Röhre, weil die SpVgg Reuth den noch nötigen Punkt holte, um wenigstens Rang 3 und damit die Teilnahme an der Relegation zu sichern.


TSV Gräfenberg - FC Stöckach 4:1

Gräfenberg wollte Platz 2 sichern, und entsprechend engagiert ging der TSV zu Werke. Ruhiger Spielaufbau war das Motto, und so kam Stöckach kaum zu Chancen in der Anfangsphase. Nach 21. Minuten war es Simon Leibinger, der seine Mannschaft in Front brachte. Vom Anstoß weg ging Stöckach dann nach vorne, Alessandro Poukamissas erzielte den Ausgleich. Gräfenberg war aber nicht geschockt, spielte weiter auf Sieg: Michael Hauenstein und Alexander Schiller schossen eine 3:1-Führung heraus. Nach dem Wechsel war es Christian Kuschnig, der in der 50. Minute das 4:1 erzielte und somit den Endstand herstellte. Der Rest war Sommerfußball und Jubel der TSV-Anhänger. mgö


FC Thuisbrunn - FC Leutenbach 5:0

Die Heimelf musste auf einen Ausrutscher von Reuth hoffen und selbst gewinnen, um noch Chancen auf die Relegation zu haben. Die Mannschaft um Coach Steffen Staudinger ging das Spiel auch entsprechend konzentriert an. Bereit nach elf Minuten führte die Heimelf durch zwei Treffer von Niko Schwandner und Tobias Preiß mit 2:0. Kurz vor der Halbzeit dann die große Chance zur Entscheidung, aber den Elfmeter vergab Thuisbrunn. Nach der Pause machte der FC weiter Druck und kam durch die jeweils zweiten Treffer von Preiß und Schwandner zum 4:0, ehe Fabian Beierlein mit dem 5:0 alles klar machte. Am Ende reichte der Sieg aber nicht, da Reuth einen Punkte holte. mgö


SpVgg Reuth - SV Mittelehrenbach 2:2

Mit diesem Punkt sicherte sich Reuth den dritten Platz, der zur Relegation berechtigt. Bis es soweit war, mussten die Zuschauer lange zittern. In der ersten Hälfte sahen sie kein gutes Spiel, beide Seiten vergaben ihre Chancen. Nach dem Wechsel war es Tobias Meixner, der den SV in der 47. Minute in Front brachte. Reuth brauchte kurz, um sich zu schütteln, aber Routinier Bernd Kilcher schaffte den Ausgleich. Mit dem nächsten Spielzug war allerdings wieder der SVM am Zug, und Christian Kirchner erzielte das 1:2. Jetzt warf Reuth alles nach vorne, aber Mittelehrenbach verteidigte gut. Als viele schon mit der Niederlage rechneten, war es Robert Schmitt, der den umjubelnden Ausgleich erzielte. mgö


Frauen, Relegation um die Kreisliga

Genau vor einem Jahr war kurzfristig ein weiterer Platz in der Frauenfußball-Kreisliga ER/PEG frei geworden. Die SG Obertrubach/Kirchenbirkig trat als Zweiter der Kreisklasse 2 gegen den Vizemeister der Kreisklasse 1 an, unterlag dem SC Oberreichenbach in Schlaifhausen aber verdient mit 2:4. Zwölf Monate später wiederholen sich die Ereignisse, nur dass der Kontrahent am Fuße des Walberlas vor rund 250 Zuschauern Gremsdorf heißt - und trotz Überlegenheit verliert.


SC Gremsdorf - SG Obertrubach n.E. 7:8

Die erste Chance im Relegationsspiel um den Aufstieg in die Kreisliga hatte Gremsdorf, aber der Schuss von Vanessa Herberger sorgte für keine Gefahr (14.). Auch ihr zweiter Schuss nach der Trinkpause fand nicht den Weg ins Obertrubacher Tor (30.). Nach einem starken Angriff über die rechte Außenbahn war die auffällige Herberger wenige Minuten vor dem Seitenwechsel mit ihrem dritten Versuch erfolgreich (41.). Noch vor dem Pausenpfiff gelang der SpVgg der Ausgleich durch Christina Merz, wobei die SC-Torhüterin beim Freistoß aus mehr als 30 Metern nicht gut aussah (45.).

Die erste richtig gute Chance nach der Halbzeitpause hatte Gremsdorf in Person von Spielertrainerin Verena Oeser, die mit ihrem Versuch aus 16 Metern aber am Aluminium scheiterte (67.). Da es bis zum Ablauf der regulären Spielzeit torlos blieb, ging es für die Akteure in die Zugabe der Saisonverlängerung. Doch auch in den 30 Extraminuten gab es keine Entscheidung, so dass das Elfmeterschießen über den Aufstieg entschied. Dort hatte Obetrubach die besseren Nerven und mit Nadja Brütting die bessere Torhüterin. Die "Bixn" führten 3:2, ehe eine Gremsdorferin beim fünften Versuch den möglichen Siegtreffer vergab. Das vierte K.o.-Duell brachte dank Corinna Kiesl die Entscheidung.

Oeser war nach der Partie verständlicherweise bedient: "Wir haben viel mehr in dieses Spiel investiert und hatten mehr Chancen als die SpVgg. Zwei Mal war in der regulären Spielzeit das Aluminium im Weg und das Gegentor war unser einziger Fehler im gesamten Spiel. Unser Gegner hatte ansonsten keine Chance, aber das Glück auf seiner Seite." Dass sich ihre "Bixn" im Duell vom Punkt beugen mussten, mache es nur noch bitterer.

SpVgg-Trainer Nils Lukat schloss sich dieser Analyse an: "Wir hatten sehr viel Glück, alleine schon bei dem Lattentreffer. Der Gegner war besser, vor allem in der ersten Halbzeit war Gremsdorf überragend. Das Elfmeterschießen war wie immer Lotterie, aber nun fahren wir erstmal mit dem Traktor durchs Dorf und feiern unsere Krönung der Saison. Da wir den Aufstieg schon abgehakt hatten, ist es für uns alle umso schöner." ffr
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