Heroldsbach
Fußball

Heroldsbach: Rückkehr nach fast 30 Jahren

Armin Appelt feierte mit der SpVgg zwischen 1988 und 1990 als Torwart große Erfolge, im Sommer kehrt der aktuelle Weisendorf-Coach als Trainer zurück.
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Armin Appelt stand von 1988 bis 1990 bei der SpVgg Heroldsbach zwischen den Pfosten, im Sommer 2018 kehrt er als Trainer zurück. privat
Armin Appelt stand von 1988 bis 1990 bei der SpVgg Heroldsbach zwischen den Pfosten, im Sommer 2018 kehrt er als Trainer zurück. privat
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Vor wenigen Wochen hatte Stefan Hiltl bekanntgegeben, dass er nach zum Saisonende der Fußball-Kreisliga 1 ER/PEG als Trainer der SpVgg Heroldsbach aufhört. Auch Armin Appelt, Coach des ASV Weisendorf in der Bezirksliga, kündigte bereits seinen Abschied im Sommer an. Jetzt fanden der 50-Jährige, der einst selbst für Heroldsbach auf dem Platz stand, und die SpVgg zusammen. Die Gespräche seien von Anfang an gut verlaufen, wie Mirko Strässer von unserem Partnerportal anpfiff.info erfahren hat.

"Ich habe gesagt, dass ich mir alles anhöre. Und da ich eine Heroldsbacher Vergangenheit habe, war das Angebot natürlich sehr interessant für mich", sagt Appelt, der Ende der 80er zwei Jahre für die SpVgg als Torwart auflief und mit dem Verein von der damaligen B-Klasse in die Bezirksliga durchmarschierte. "Dirk Mideck und Patrick Steube haben sich sehr um mich bemüht, das war deutlich anzumerken und hat mir imponiert", berichtet Appelt von den Gesprächen mit dem Abteilungsleiter und dessen Stellvertreter, an deren Ende die Zusage des 50-Jährigen stand.


"Sind auf einer Wellenlänge"

"Wir haben gleich gemerkt, dass sich seine Vorstellungen mit unseren decken, was das Sportliche und die Teamführung angeht. Bezüglich der Ziele waren wir auf einer Wellenlänge", erzählt Mideck, der auch mit anderen Kandidaten gesprochen habe. "Auch mit potenziellen Spielertrainern, aber Armin war unser Wunschkandidat. Ich bin der Meinung, dass ein reiner Trainer für unsere junge Mannschaft momentan das Beste ist. Vor allem ein Trainer mit dem Wissen und der Vita vom Armin."

Auch der Weisendorfer Erfolgscoach - mit dem ASV gelang ihm ebenfalls der Aufstieg aus der Kreisklasse in die Bezirksliga - hatte weitere Angebote auf dem Tisch liegen, "Worauf ich Wert lege, ist die eigene Jugend. Heroldsbach hat von der A-Jugend abwärts viel Potenzial. Das ist wichtig, wenn du bei einem Verein etwas aufbauen willst", erläutert Appelt seine Entscheidung. Jetzt freue er sich, zu dem Verein zurückzukehren, mit dem er einst erfolgreich kickte.

Bis dahin steht aber sowohl für Appelts jetzigen als für seinen künftigen Klub der Kampf um den Klassenerhalt auf dem Programm. Aufsteiger Heroldsbach steht zur Winterpause auf dem ersten Abstiegsplatz. "Wir wollen die Liga mit aller Macht halten", sagt Mideck. Die Nennung von Zielen unter dem neuen Trainer ist angesichts der unsicheren Lage schwer. Aber klar ist: Appelt käme auch im Falle des Abstiegs. "Die Klassenzugehörigkeit hat für mich keine große Rolle gespielt. Für mich sind die Jugend und die mittel- bis langfristige Zielsetzung wichtig", berichtet der Weisendorfer. "Natürlich wäre es mir lieber, Heroldsbach steigt nicht ab, aber ich würde auch für die Kreisklasse kommen."

Die "Reise" zum Trainingsplatz wird sich für Appelt auf jeden Fall verlängern, denn in seinem Wohnort hatte er es nicht weit zum ASV-Sportgelände. Da er sich nach seinem leichten Schlaganfall vor gut einem Jahr wieder völlig fit fühle, sei die Fahrt allerdings kein Problem. "Mir geht es gesundheitlich gut. Natürlich ist jetzt die Bequemlichkeit weg, die ich in Weisendorf hatte. Und auch von der Struktur her können aktuell vermutlich nicht viele Vereine mit dem ASV mithalten", findet der Übungsleiter. "Die Aufgabe reizt mich aber unheimlich."


Gefahr von hinten lauert

In den kommenden Monaten hat er allerdings eine schwere Aufgabe in der Bezirksliga. Sein Team hat zwar zehn Punkte Vorsprung auf die Gefahrenzone, aber zwei Spiele mehr bestritten als die unten stehenden Konkurrenten. mist
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