Forchheim
Handball

HC Forchheim blüht am Ende der Saison auf

Trotz des zweiten Heimsiegs ist der Abstieg für die Herren aus der Landesliga nicht mehr zu vermeiden. Die Damen schließen die BOL-Saison erfolgreich ab.
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Eigentlich Spieler, diesmal aber an der Seitenlinie: Unter Aushilfs-Trainer Florian Schindler feierten die Herren des HC Forchheim einen 33:29-Sieg gegen die HSG Fichtelgebirge. Sportfoto Zink
Eigentlich Spieler, diesmal aber an der Seitenlinie: Unter Aushilfs-Trainer Florian Schindler feierten die Herren des HC Forchheim einen 33:29-Sieg gegen die HSG Fichtelgebirge. Sportfoto Zink
Den Handball-Herren des HC Forchheim ist in der Landesliga der zweite Heimsieg gelungen - es war die wohl beste Leistung der Saison. Der Abstieg ist trotzdem nicht mehr zu verhindern. Die Damen setzten sich in der Bezirksoberliga ebenfalls durch.


Herren, Landesliga

HC Forchheim - HSG Fichtelgebirge 33:29
Es war das vorletzte Heimspiel der Saison, die Flippers wollten unbedingt Trainer Matthias Gieck in seiner Einschätzung bestätigen, der seiner Mannschaft in den letzten Wochen eine positive Entwicklung attestiert hatte. Es wartete aber ein schwerer Gegner, fünf Siege in Folge hatte die HSG zu verzeichnen. Gieck war aus privaten Gründen verhindert und wurde von Florian Schindler vertreten. Ein erfreuliches Comeback gelang Rechtsaußen Hendrik Epp nach längerer Verletzungspause. Dadurch konnte Philipp Opitz auf Halbrechts im Rückraum eingesetzt werden, was sich in der Offensive als positiv erwies.

Die Gastgeber begannen konzentriert, die Abwehrreihe war beweglich mit einem gut aufgelegten Clemens Rein im Kasten. Der Angriff agierte geduldig und effizient. Schnell lag der HC mit 3:1 in Führung, bevor die HSG zum Ausgleich kam (6:6/10.). Sefan Bauer musste sich mit blutiger Nase behandeln lassen, das brachte den HC-Spielfluss ins Stocken. 7:10 lag der HC hinten, die Gäste schienen ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Aber nun zeigte sich, dass das Team tatsächlich gereift ist. Es brach nicht ein, sondern hielt dagegen. Ab dem erneuten Ausgleich (12:12) erarbeitete sich Forchheim eine ständige Führung bis zum Halbzeitpfiff (19:17).

Im zweiten Abschnitt ahndeten die Referees eine etwas übermotivierte Abwehraktion der HSG mit einer Roten Karte. Das Spiel drohte hektisch zu werden, aber Coach Schindler sorgte dafür, dass sich seine Mannschaft davon nicht anstecken ließ. Den Flippers gelang es, die Führung auszubauen. Spätestens beim 30:23 zehn Minuten vor Abpfiff war die Partie entschieden. Am Ende leuchtete ein verdienter 33:29-Sieg auf der Anzeigetafel, die Flippers hatten sich mit ihrer besten Saisonleistung den zweiten Heimsieg verdient. Egal, wer auf der Platte stand, die Mannschaft spielte wie aus einem Guss. Einziger Wermutstropfen waren die Ergebnisse aus den anderen Hallen: So ist jetzt die letzte rechnerische Möglichkeit dahin, durch vier Punkte aus noch zwei Spielen den Relegationsplatz zu erreichen. Dies war angesichts des nächsten Auswärtsspiels bei Meister SG Regensburg zwar ohnehin reine Theorie, aber nun steht der Abstieg definitiv fest.
HC Forchheim: Rein, Albrecht - Sitzmann (3), Klingert, Mückusch, Regelmann (1), Thiel (3), Epp, Radina (3), Bauer (8), Kist (3), Opitz (8), Fürch (4/3)


Damen, Bezirksoberliga

HC Forchheim - Mintraching/Neutr. II 31:25
Zum letzten Saisonspiel gastierte die bereits als Absteiger feststehende SG Mintraching/Neutraubling II in Forchheim. Die Flippers gingen in den letzten sechs Partien als Sieger vom Feld. Die Erwartungshaltung war also klar. Auf Seiten des HC verlief der Start etwas holprig. Zunächst wurden die ersten Chancen vergeben, zusätzlich zeigte die Abwehr nicht die gewohnte Konsequenz. Erst als Theresa Nemeth die Lücke in der SG-Abwehr erkannte und zwei Treffer in Folge erzielte, fanden die Flippers ins Spiel (5:3, 7:4).

Der Angriff schloss nun durch Tempospiel und beherzte Eins-gegen-eins-Aktionen ab und erarbeite sich einen Vier-Tore-Vorsprung (11:7). Nach 20 Minuten schwächelte der HC-Abwehrverband, so dass Trainer Thomas Ihrke die Auszeit zückte. Das Ergebnis waren drei Forchheimer Tore in Folge, wodurch der Vorsprung auf angenehme sechs Zähler wuchs. Beim 19:14 ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel war lange noch nicht Schluss: Mintraching hatte nicht vor, die Punkte herzuschenken und verkürzte auf 18:20. Binnen fünf Minuten war aber der Sechs-Tore-Vorsprung wieder hergestellt. Im weiteren Verlauf schafften es die Gäste zwar, den Abstand bis auf drei Tore zu verkürzen (26:23, 28:25), gefährlich wurden sie den Forchheimerinnen aber nicht mehr. Der HC knackte noch die 30-Tore-Marke (31:25) und schließt die BOL-Saison auf dem fünften Rang ab. red
HC Forchheim: Heid - H. Nemeth (8), T. Nemeth (4), Gareis (1) Gärtner (4), Sauer (1/1), Zettelmeier (4), Gößwein (1), Molls (4/3), Rothenbücher (2), Irnstorfer (1), Hofmann, Kohnen (1)


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