Ahorn
Karate

Ganz Oberfranken kämpft in Ahorn bei Coburg

Die Forchheimer Karateka gewannen bei den oberfränkischen Meisterschaften im Kreis Coburg 14 Goldmedaillen. 240 Athleten starteten in sechs Klassen.
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Die Forchheimerin Livia Lowry (li.) mit perfektem Karateschlag "Mawashi Geri" zum Kopf der Gegnerin Nina Lifinzew aus Marktredwitz.  Fotos: privat
Die Forchheimerin Livia Lowry (li.) mit perfektem Karateschlag "Mawashi Geri" zum Kopf der Gegnerin Nina Lifinzew aus Marktredwitz. Fotos: privat
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Die Begegnungsstätte des Sports für Behinderte und Nichtbehinderte in der Gemeinde Ahorn war Austragungsort der Bezirksmeisterschaft Oberfranken der Kinder, Schüler, Jugend, Junioren, Leistungs- und Masterklasse.

Karate soll Spaß machen und deshalb gebe es am Jahresende eine Sportveranstaltung für die Athleten zum Saisonabschluss, sagte Frank Hörner, Vorsitzender Bezirksverbandes Oberfranken. "Von 50 oberfränkischen Vereinen hätten nur zwölf Vereine ihre Karatekas nach Ahorn entsandt", merkte Hörner etwas kritisch an. Er zollte zugleich den Trainern und Helfern ein dickes Lob, denn sie hätten ihre Schützlinge auf diesen Wettkampf vorbereitet.

"Kämpfen muss Spaß machen". Es sei nun seine dritte Amtsperiode als Bezirksvorsitzender Oberfranken im Bayerischen Karatebund und alle sollte sich Gedanken um seine Nachfolge machen, hob Frank Hörner in seiner Rede deutlich hervor. An den Oberfränkischen Meisterschaften gingen 215 Athleten in den Wertungen Kinder, Schüler, Jugend, Junioren, Leistungs- und Masterklasse an den Start. Der TSV Scherneck sei deutschlandweit der einzige Verein, der in nur einem Jahr gleich drei hochkarätige Meisterschaften ausrichtet, betonte der Wettkampfleiter des Bayerischen Karatebundes Walter Sosniok. Er selbst habe in den vergangenen zehn Jahren sieben Events für den Deutschen Karateverband veranstaltet.

Im Jahr 2000 war es die WM in München und 2017 den World Karate Day ebenfalls in der Bayerischen Landeshauptstadt. Seit fast drei Jahrzehnten ist Walter Sosniok gefragt, wenn es um eine Ausrichtung eines Events ist. Er sei stolz auf sein Team vom TSV Scherneck, lobte Sosniok.

Gerne sei er Schirmherr eines Wettkampfes im Karatesport, sagte Ahorns Erster Bürgermeister Martin Finzel, in der Begegnungsstätte des Sports hätten schon einige Karate Veranstaltungen stattgefunden. Die Besten aus dem Regierungsbezirk Oberfranken seien nun zu Gast in der Gemeinde Ahorn und hätten für diesen Tag hart trainiert. Den Karatesport, so Finzel, könne man sein Leben lang betreiben und er sei über die tolle Nachwuchs- und Jugendarbeit in den Dojos erfreut.

Kampfrichterreferent Gunnar Anton ist in der Vestestadt kein Unbekannter. Viele Trainingseinheiten hatte er selbst in der Vestestadt absolviert und stehe nun in der Kampfrichterriege weit oben. Insgesamt kamen bei den Bezirksmeisterschaften 15 Kampfrichter (vier Bundeskampfrichter, fünf Landeskampfrichter und sechs Bezirkskampfrichter) zum Einsatz.

Bei diesen Meisterschaften würden sowohl Super-Talente wie auch Newcomer an den Start gehen. So eine Meisterschaft sei auch dafür geeignet Wettkampferfahrung zu sammeln und den Ablauf eines solches Events kennenzulernen, sagte Anton.

Die gerade einmal siebenjährige Finja Hengel ging für den TSV Scherneck an den Start und erreichte mit ihrer Kata den Titel der Oberfränkischen Vizemeisterin. Marvin Ahmad ist elf Jahre alt und betreibt seit drei Jahren beim SV Hut den Karatesport. Mit der anspruchsvollen Meisterkata "Nijushiho" konnte er sich klar gegen seinen Vereinskameraden Emir Karelioglu, der die Kata "Jion" zeigte, durchsetzen und holte sich damit den Meistertitel.

Für das Karatedojo Naila waren die Coburger Karatekas Tom Kaebel, David Löffler, Helena Brunner, Mira Drechsel, Viktoria Syrkina und Johann Drechsel angetreten. Ihr Trainer Stefan Müller (6. Dan) bereitete sie auf diesen Wettkampf optimal vor.

Das Shotokan-Karate-Zentrum Forchheim war bei den oberfränkischen Karate-Meisterschaften in Ahorn der erfolgreichste Verein. 14 Titel räumten die Königsstädter bei dem Wettbewerb im Landkreis Coburg ab. Dazu kamen zehn zweite und acht dritte Plätze. Mit 32 Medaillen landeten die Forchheimer vor dem Post-SV Bamberg mit 27 Plaketten - und das, obwohl das SKZ mit 29 Teilnehmern etwas weniger Starter schickte als im Vorjahr.

Zwei Forchheimer Doppelmeister

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Livia Lowry und Oliver Schnell holten sowohl in der Disziplin Kata als auch im Kumite der Kategorien Jugend und Junioren den Titel. Mit Lennart Dietsch , Amelie Hagitte, Simona Kindler, Jonas Hutterer, Nova Lowry und Milena Stefanova standen weitere Talente ganz oben auf dem Podest. Ein Novum bei diesen Meisterschaften war ein rein Forchheimer Finale im Kata-Teamwettbewerb: Oliver Schnabel, Jutta Zimmermann und Georg Gittelbauer standen Andreas Polster, Hans Rosemann und David Terbeck gegenüber. Terbeck, Landestrainer des Bayerischen Karate-Bunds, der nach vielen Jahren der Wettkampf-Abstinenz wieder ins Geschehen eingriff, war eine enorme Verstärkung für Team 2. Trotzdem war der ersten Mannschaft der Sieg nicht zu nehmen.

Auch das weibliche Forchheimer Kumite-Schüler-Team und die männlichen Kata-Junioren belegten den ersten Platz. SKZ-Neuzugang Adrian Necula trat erstmals bei einer Meisterschaft an. In der Kumite-Leistungsklasse holte er sogleich Bronze.hro

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