Forchheim
Triathlon

Forchheimer Regenschlacht in Schongau

Der normalerweise wegen niedriger Temperaturen gefürchtete Lech war den Regionalliga-Männern des SSV diesmal lieber als die Disziplinen an Land.
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Ralf Gärtner sprang nach längerer Wettkampfpause aus Personalmangel ein und führte die erste Triathlon-Mannschaft des SSV Forchheim in Mühlacker auf Rang 11.
Ralf Gärtner sprang nach längerer Wettkampfpause aus Personalmangel ein und führte die erste Triathlon-Mannschaft des SSV Forchheim in Mühlacker auf Rang 11.
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Die Regionalliga-Mannschaft des SSV kämpfte in Schongau nicht nur mit einem steilen Anstieg, sondern auch mit Niederschlag. In der 2. Triathlon-Bundesliga kamen die Forchheimer Männer und Frauen zu Achtungserfolgen.


Herren, Regionalliga

Prasselnder Regen erwartete die Athleten in Bayerns höchster Triathlonliga in Schongau. Wo das Schwimmen im kalten Lech normalerweise zur Mutprobe wird, war die Auftaktdisziplin bei 19 Grad Wassertemperatur noch der wärmste Part. Während sich Andreas Maiwald mit der elftbesten Schwimmzeit des Tages gleich weit vorne positionierte, erwischten Frank Müller als 21. und Michael Stirnweiß als 53. die zweite bzw. dritte Verfolgergruppe. Martin Schulz, der kurzfristig einsprang, stieg als 67. der 75 Athleten aufs Rad und war lange Zeit auf sich allein gestellt.

Maiwald stellte seine starke Form auch auf dem Zweirad unter Beweis, half ordentlich bei der Führungsarbeit und behauptete sich auch bei den giftigen Anstiegen hinauf in die Schongauer Innenstadt, wo es technisch anspruchsvoll auf Kopfsteinpflaster weiterging. Der anhaltende Regen verschärfte die Bedingungen. So war besonders bei den Abfahrten höchste Vorsicht geboten. Müller hatte in seiner Radgruppe zunächst das Nachsehen und wurde von Stirnweiß' Gruppe eingeholt, die bis zum Wechsel einen 45-sekündigen Vorsprung herausfuhr. Schulz kämpfte wacker und arbeitete sich in seiner Paradedisziplin auf Platz 64 vor.

Auch die Laufstrecke hatte es in sich. Zu absolvieren waren vier Runden durch die verwinkelte Altstadt, über den Marienplatz und auf Schotterwegen entlang der Stadtmauer. Solide Zeiten bescherten den Forchheimern die Einzelplatzierungen 32 (Maiwald, 2:10:07 Stunden), 43 (Stirnweiß, 2:13:25), 44 (Müller, 2:13:36) sowie 62 (Schulz, 2:30:19). In der Teamwertung reichte es für Rang 12 unter den 15 Regionalligisten. In der Tabelle rangiert der SSV vor dem letzten Rennen in Beilngries Ende August auf Position 8.


Herren, Bayernliga

Die Bayernliga gastierte zum dritten von vier Rennen am Ammersee. Für das ersatzgeschwächte SSV-Team um die erfahrenen Florian Loos und Thomas Schmidt sowie den 16-jährigen Maxim Jakimenko bei seinem Ligadebüt reichte es nur zum letzten Platz. Ein Blick auf die Tabelle lässt vermuten, dass die Liga für das dritte Forchheimer Herrenteam nur noch ganz schwer zu halten sein wird. mst


Herren und Damen, 2. Bundesliga

Der Austragungsort für den dritten Wettbewerb in Baden-Württemberg ist unter Ausdauersportbegeisterten als Heimat des Welt- und Europameisters Sebastian Kienle bekannt. Die hügelige Landschaft rund um die kleine Altstadt von Mühlacker versprach einen anstrengenden und selektiven Kurs, der im Gegensatz zu den vorherigen Rennen auf dem Rad entschieden werden sollte. Im Vorfeld des Sprints über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5,4 Kilometer Laufen hatten die von Verletzungspech und privaten Angelegenheiten geplagten Forchheimer trotz erster Erfolge in der Nachwuchsarbeit Mühe, ihre Mannschaften zu formieren. Zumal die Zweite zur selben Zeit in Schongau am Start war.

Um das Herrenquartett zu komplettieren, sprang Ralf Gärtner nach zehnmonatiger Sportpause ein. Die Damen traten ebenfalls in Minimalbesetzung an. Beide Teams mussten also alle Starter ins Ziel bringen, um überhaupt in die Wertung zu kommen. Mit maximal sechs Athleten pro Schwimmbahn im Freibad riefen zunächst sowohl die Forchheimer Mädels als auch die Jungs unter fairen Bedingungen ihre Leistungen voll ab.

Hanna Krauß wechselte wieder als erste Athletin aufs Rad, auch Juliane Gärtner war als 13. in Schlagdistanz. Sonja Müller kam als 22. von 28. Teilnehmerinnen zu ihren starken Disziplinen und begann mit der Aufholjagd. Matthias Hohlrieder, Swen Sundberg und Steffen Lotter befanden sich nach dem Schwimmen als 14., 23. und 30. mitten im Hauptfeld. Mit viel Erfahrung und eisernem Willen ließ auch Ralf Gärtner bei der Auftaktdisziplin acht Athleten hinter sich.
Das bergige Radprofil änderte die Platzierungen kaum. Auf zwei Runden musste der "Feuerstein" von Mühlacker mit rund 160 Höhenmetern doppelt absolviert werden. Lediglich Krauß konnte Rang 1 nicht verteidigen und musste eine fünfköpfige Spitzengruppe ziehen lassen.

Mit 30 Richtungsänderungen auf dem verwinkelten Laufkurs reichten die Kräfte trotz des harten Radfahrens bis ins Ziel. Mit herausragender Renneinteilung lief Ralf Gärtner sogar noch an weiteren Athleten vorbei und sicherte sich den 43. Platz (1:09:45 Stunde). Den größten Saisonerfolg (Rang 11 von 13 Teams) für die Herren machten Hohlrieder als 29. (1:07:29), Sundberg als 35. (1:08:31) und Lotter als 40. (1:09:16) perfekt.

Auch die Damen erfüllten mit dem vierten Platz die Erwartungen. Kraus erlief sich Rang 7 (1:13:38), Juliane Gärtner Rang 13 (1:16:26) und Müller Rang 20 (1:21:22). In den folgenden beiden Rennen werden alle Disziplinen als Team absolviert, was den Forchheimern erfahrungsgemäß entgegenkommt. stl


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