Forchheim
Fußball

Forchheim verliert Abstiegsduell

Mit den Fans von Dynamo Dresden und dem Wind im Rücken gewinnt der ASV Vach das Kellerduell gegen Jahn Forchheim..
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Jahn Forchheims Tom Jäckel (rechts) entwischt Manuel Esparza. Im Abstiegskampf müssen sich die Forchheimer gegen Vach jedoch mit einer 1:2-Niederlage arrangieren. Foto: Marco Galuska
Jahn Forchheims Tom Jäckel (rechts) entwischt Manuel Esparza. Im Abstiegskampf müssen sich die Forchheimer gegen Vach jedoch mit einer 1:2-Niederlage arrangieren. Foto: Marco Galuska

Ein Traumstart mit früher 2:0-Führung per Doppelpack von Rico Röder war die Grundlage zum 2:1-Heimsieg des ASV Vach im Kellerduell der Bayernliga Nord gegen Jahn Forchheim. Eine besondere Note bekam das Geschehen durch die lautstarken Fans von Dynamo Dresden, die die Spielabsage im Ronhof zum Ausflug in die Bayernliga nutzten und mit den Hausherren den wichtigen Heimsieg feierten.

Der FSV Erlangen-Bruck lullte die Quecken im Erlanger Stadtderby bis zum 1:1-Remis ein. Der ATSV Erlangen verliert gegen Ammerthal mit 0:4 zu hoch, obwohl die erste Halbzeit ausgeglichen war.

ASV Vach - Jahn Forchheim 2:1

Die Vorgabe war klar im Kellerderby zwischen Vach und Forchheim. Nach dem beidseitig erfolgreichen Auftakt in der Vorwoche galt es im Abstiegskampf gegen einen direkten Konkurrenten nachzulegen. Für den Jahn winkte ein Sieben-Punkte-Polster zum letzten Rang, Vach würde mit einem Sieg die Rote Laterne an Neumarkt abtreten.

Furioser Start der Hausherren

Es sollte kein alltägliches Spiel werden, das war eigentlich schon vor Anpfiff klar. Im benachbarten Ronhof wurde die Partie der 2. Bundesliga wegen der angekündigten Orkanböen abgesagt. Rund 50 Anhänger von Dynamo Dresden wollten aber nicht ohne Fußball den Sonntag in Mittelfranken verbringen und unterstützten von Beginn an lautstark die Hausherren. Diese zeigten sich von den Umständen wohl derart beflügelt, während Forchheim die ersten zehn Minuten komplett verschlief.

Nach drei Minuten legte Yuri Meleleo für Rico Röder ab, der maßgenau rechts unten zum 1:0 traf.

Sechs Zeigerumläufe später legte Röder nach. Der pfeilschnelle Julian Konrad war nur per Foul zu stoppen. Beim fälligen Elfmeter schickte Röder Jahn-Keeper Stahl in die falsche Ecke. Doch die Gäste fingen sich und zeigten eine gute Reaktion. Gerade Tom Jäckel war ein steter Unruheherd. Zunächst von Christopher Uwadia gerade noch gestoppt (13.), dann per abgefälschten Schuss an Jonas Dirr gescheitert (19.), belohnte sich der Stürmer nach 23 Minuten mit einem satten Kopfball, reichlich unbedrängt, nach einem Freistoß von Firat Güngör. Timo Noppenberger ging im Strafraum zu Boden, einen Elfmeter sah der gute Referee Benjamin Mignon dabei aber nicht (40.).

Jahn mit Rückenwind

Den besseren Start aus der Kabine hatten wieder die Vacher zu verzeichnen. Nach Strafstoß roch es, als Patrick Schwesinger gelegt wurde, doch Mignon hatte gute Sicht und verweigerte einen zweiten Elfmeter für den ASV. Forchheim musste mehr liefern und hatte durch Drazen Misic zumindest einen Lattentreffer zu vermelden (61.). Auch die beste Phase des Jahn im zweiten Durchgang brachte aber nicht den erhofften Ertrag, weil Noppenberger recht kläglich im Zentrum den Ball Dirr in die Arme schob und Jäckels Abschluss auch kein Problem für den Vacher Schlussmann war (73.). So versandete die mögliche Schlussoffensive samt Rückenwind, während die Gastgeber in der Nachspielzeit beinahe noch auf 3:1 erhöht hätten. Doch David Mai stand auf der Linie goldrichtig, um Röders dritten Streich zu verhindern. Ein echter Trost war das für die Springer-Elf freilich nicht.

Jahn: Stahl - Uttinger, P. Mai, Petschner (77. Gumbrecht), Hagen, Misic, Goldammer, (46. Müller), Noppenberger, Güngör, Nagengast (46. Wartenfelser).

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