Forchheim
Swim & Run

Forchheim: Temperatur treibt die Sportler an

Nicht nur das Wetter war bei der 17. Auflage deutlich besser als 2018. Angetrieben von der Sonne war der Sieger fast eine Minute schneller als der Vorgänger
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Felix Günther (re.) übernahm beim Laufen schnell die Führung und behauptete im Ziel einen Vorsprung von 23 Sekunden auf Vorjahressieger Patrick Kilian.  Fotos: Felix Grampp
Felix Günther (re.) übernahm beim Laufen schnell die Führung und behauptete im Ziel einen Vorsprung von 23 Sekunden auf Vorjahressieger Patrick Kilian. Fotos: Felix Grampp
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Ein Jahr nach der frostigen 16. Ausgabe fand der 17. Swim & Run des SSV Forchheim unter positiv frühlingshaften Bedingungen statt. Wäre das Außenbecken des Königsbads bereits mit Wasser gefüllt, hätten die Schwimmwettbewerbe getrost im Freien stattfinden können. So aber wies der Kampfrichter darauf hin, dass Neoprenanzüge verboten sind. Auch ohne die textilen Hilfsmittel brachten die Athleten ordentliche Zeiten zustande.

Youngster schlägt Titelverteidiger

Den Hauptwettkampf der Männer über 600 Meter Schwimmen und fünf Kilometer Laufen entschied der Jüngste aus dem Favoritenkreis für sich: Felix Günther vom SV Bayreuth (18) kam zwar nur als Zweitschnellster aus dem 25-Meter-Becken, doch der Führende, der gleichaltrige Elija Krewer (Klinikum Nürnberg), ließ auf den zwei Runden um die Sportinsel sechs Konkurrenten vorbeiziehen. "Ich habe ihn schnell eingeholt. In den Kurven habe ich dann nach hinten geblickt und die Verfolger teilweise gesehen. Ansonsten habe ich mich aber auf mich konzentriert", berichtete Günther, der nach 23:51 Minuten gestoppt wurde.

Silber holte Vorjahressieger Patrick Kilian aus Freising (21, Tristar Regensburg), der sich mit Sebastian Bleisteiner ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferte und den 14 Jahre älteren Athleten vom Team Memmert um eine Sekunde auf Rang 3 verwies. Bester Forchheimer im 43-Feld war der SSVler Andreas Maiwald auf Platz 6.

Bei den Frauen verteidigte Lokalmatadorin Cosima Gundermann (SSV) ihren Titel, obwohl sie rund eine halbe Minute langsamer war als 2018. Die Ursache hatte sie schnell gefunden: "Auf der engen Bahn bin ich jemandem auf den Rücken geschwommen", erzählte die 20-Jährige außer Atem. Sie verwies Marie Schwagerova (TB Erlangen) und Cindy Regner (MTP Hersbruck) dennoch klar auf die Plätze. Kaum Konkurrenz hatten die zusammen mit den Erwachsenen gestarteten A-Jugendlichen Maxim Jakimenko (26:15 Minuten) und Vera Ahlers (beide SSV, 30:40).

Viel Verkehr auf der Sportinsel

Das schöne Wetter lockte etliche Ausflügler auf die Sportinsel, so dass die knapp 150 Swim-&-Run-Teilnehmer deutlich mehr Gegenverkehr hatten als bei der Winter-Veranstaltung vor zwölf Monaten. Entsprechend waren die Helfer vom Schwimmsportverein damit beschäftigt, Athleten, Radler und Spaziergänger voreinander zu warnen. Die Pause zwischen den beiden Disziplinen hatte der Veranstalter heuer um eine halbe Stunde verkürzt. Los ging es um 10 Uhr im Königsbad, die Siegerehrung inklusive Wertung zur oberfränkischen Meisterschaft ging gegen 15 Uhr auf der Sportinsel über die Bühne.

Einen Favoritensieg gab es bei der männlichen Jugend. Zwar hatte Jan Pluta vom SSV nach den zwölf Bahnen im Königsbad einen Rückstand von sechs Sekunden auf den drei Jahre jüngeren Lennart Köhler, "aber ich kannte seine ungefähre Laufzeit und wusste, dass ich in dieser Disziplin deutlich schneller bin", erzählte der 14-Jährige, der sich zwei Wochen zuvor zum bayerischen Swim-&-Run-Meister gekrönt hatte. Nach den 2,5 Kilometern erreichte Pluta (12:04) das Ziel auf der Tartanbahn mit fast 40 Sekunden Vorsprung auf Ben Kaufmann; Köhler wurde Dritter. Der Eggolsheimer vertrat die sportlichen Plutas diesmal alleine, da der Rest der Familie krankheitsbedingt schwächelte.

Brust, Kraul und Rücken

Etwas weniger stand der Leistungsgedanke bei den Kindern im Vordergrund. Bis auf Delphin waren auf den kurzen Schwimmstrecken alle Stile zu beobachten, wobei sich die Krauler in der Regel durchsetzten. Mit Brustschwimmen nahmen Marlena (11) und Luisa Bothe (8) ihren ersten Wettkampf in Angriff. "Wir spielen eigentlich Handball und haben nicht so viel dafür geübt", sagte die Jüngere, die ihre Trainingsbestzeit fast um eine halbe Minute unterbot. Verantwortlich dafür war wohl auch Moderator Carsten Wink, der nahezu jeden Teilnehmer persönlich begrüßte und - wenn nötig - motivierende Worte durchs Mikrofon brüllte.

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