Forchheim
Laufsport

Forchheim: Mehr Teilnehmer, selber Sieger

Unbeeindruckt von der erneuten Rekordzahl an Startern hat Josef Katib aus Fürth seinen Titel beim Nikolauslauf der LG Forchheim verteidigt.
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Die Nikoläuse im Selfie-Modus (v. li.): Holger (SC Kemmern) und Birgit Ganschow (Sparkasse Forchheim), Regisseur Peter Ehler, Heike Grampp und Volker That (beide Erlebnislauf-Team) Fotos: Picturedreams
Die Nikoläuse im Selfie-Modus (v. li.): Holger (SC Kemmern) und Birgit Ganschow (Sparkasse Forchheim), Regisseur Peter Ehler, Heike Grampp und Volker That (beide Erlebnislauf-Team) Fotos: Picturedreams
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Joseph Katib vom Fürther Team Fitter-Tec hat erneut den Nikolauslauf der LG Forchheim gewonnen. Der 36-Jährige verteidigte seinen Titel in 31:44 Minuten mit deutlichem Vorsprung auf Lokalmatador Christopher Dels vom SSV Forchheim (33:03). Katibs Teamkollege Florian Lang komplettierte das Treppchen im Hauptlauf der Männer über zehn Kilometer. Zwei weitere Fitter-Tec-Läufer schafften es unter die besten Zehn. Damit war die Teamwertung in neuer Rekordzeit von 2:47:25 Stunden eine klare Sache für die Fürther.

Bei den Frauen setzte sich Brendah Kebeya von den Böge-Runners in 36:22 Minuten vor der SSV-Triathletin Lena Gottwald (TSV Zirndorf) durch. Zweitbeste Mannschaft war der SSV Forchheim mit Dels sowie Ralf Gärtner (36:23), Michael Dom (36:48), Alexander Ditter (37:08) und Tobias Friedrich (37:21, Gesamt: 3:00:43) vor dem TV Coburg (3:05:31). Die Teamwertung bei den Damen ging an den SC Vorra, vor dem TB Erlangen und dem SC Kemmern.

Beste Bedingungen

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Die gerade zum eigenständigen Verein ernannte Leichtathletik-Gemeinschaft hatte bei der 42. Auflage ihrer Veranstaltung auf der Forchheimer Sportinsel beste Bedingungen. Die Regenunterbrechung war groß genug, um bei milden Temperaturen und leichten Sonnenstrahlen über die Disziplinen hinweg ein Rekordteilnehmerfeld von mehr als 740 Startern zu begrüßen. Besonders erfreut war die LG über die auf knapp 300 gestiegene Zahl an Kindern und Jugendlichen, darunter fast 80 Schüler des Ehrenbürg-Gymnasiums, die sich auf den Distanzen zwischen 1,2 und zehn Kilometern rund um das Altwasser bewegten.

Die 380 Teilnehmer des Hauptlaufs wurden von Oberbürgermeister Uwe Kirschstein auf die vier Runden um die Sportinsel geschickt. Neben Vorjahressieger Katib gab der Bamberger Dels erstmals sein Stelldichein in Forchheim. Das erwartete Duell an der Spitze zwischen dem diesjährigen Weltmeister auf der Triathlon-Mitteldistanz (1,9, 90 und 21,1 Kilometer) und Katib blieb allerdings aus, zu groß war die Überlegenheit des Fürthers, der bereits in der erste Runde davonzog und Ende der zweiten Runde die ersten Überrundungen schaffte.

Dahinter blieb es allerdings spannend: Eine sechsköpfige Verfolgergruppe mit Dels in der Mitte blieb bis auf die letzen Meter eng beieinander und hielt das Tempo hoch. Vorne machte Katib derweil alles klar und blieb nur 15 Sekunden unter seiner Marke von 2017. Eine Erkältung in der Vorwoche verhinderte womöglich eine noch bessere Zeit. In respektvollem Abstand folgte Dels knapp vor den Laufspezialisten Lang und Jürgen Wittmann aus Neustadt an der Aisch. Die Läufer auf den Plätzen 5 bis 7 blieben ebenfalls unter 33 Minuten, was für eine enorme Leistungsdichte spricht.

Bei den Frauen gab es den erwarteten Favoritensieg, schließlich hatte die in Forchheim wohnhafte Kebeya heuer bereits eine Zeit von 33:37 Minuten über diese Distanz erzielt und an selber Stelle vor zwei Jahren in 35:24 gewonnen. Gottwald verbesserte sich als Zweite im Vergleich zu vor zwölf Monaten um 45 Sekunden. Den letzten Platz auf dem Podest schnappte Angela Lindberg (geborene Kühnlein, Brehm-Titan-Runners) der Betzensteinerin Babinja Wirth weg.

Rupp verbessert Rekord der W55

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Einen neuen Altersklassenrekord gab es bei den 55-jährigen Frauen: Brigitte Rupp verbesserte die Marke auf 42:46 Minuten. Apropos Rekord: So hoch wie diesmal war die Beteiligung auf der Kurzstrecke über 5,3 Kilometer noch nie. Fast 160 Hobbyläufer und Jugendliche standen an der Startlinie. Die Jugend gab den Ton an: In neuer Bestzeit von 17:21 Minuten siegte der 18-jährige Dion Heindl vom TV 48 Erlangen vor seinem gleichaltrigen Vereinskollegen Jannik Hoffmann. Die schnellsten weiblichen Jugendlichen kamen aus Bamberg und sind Schwestern: Julia (20:17) gewann vor Anna Barth und Cosima Gundermann von der ausrichtenden LG.

Bei den Erwachsenen ging der Titel an den Coburger Michael Kalb (17:41) vor dem Bayreuther David Gärtlein, schnellste Dame war die Münchnerin Maria Paulig (20:33). Im gleichzeitig gestarteten Schülerlauf über 2,9 Kilometer verbesserte der Forchheimer Nachwuchs-Triathlet Jan Pluta den Streckenrekord deutlich auf 9:40 Minuten.

150 Kinder absolvierten die Schülerläufe über 1,2 Kilometer: Seine starke Form unterstrich der Neunkirchener Simon Nanke: Der hochgewachsene Elfjährige senkte die Bestmarke auf 4:02 Minuten. Schnellstes Mädchen war die Zirndorferin Antonia Müller (W11, 4:47). Im Lauf der U10 kam der Sieger, Phil Scholl (4:39), ebenfalls aus Zirndorf. Dahinter landeten die Forchheimer Jan Hartmann, Michael Bongartz und Marlene Kohnheiser. Spaß hatten und machten auch die nahezu 80 Bamini über 560 Meter. Dean Jackson aus Hemhofen kam vor den Ebermannstadtern Janoah Deschner und Romy Albert an.



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