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Leichtathletik

Forchheim: Eckner springt der Kälte davon

Dominik Eckner von der LG Forchheim hat bei eisigen Temperaturen den Weitsprung beim Rolf-Watter- Sportfest in Regensburg gewonnen.
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Dominik Eckner von der LG Forchheim gewann den Weitsprungwettbewerb in Regensburg mit 6,79 Metern. Foto: Theo Kiefner
Dominik Eckner von der LG Forchheim gewann den Weitsprungwettbewerb in Regensburg mit 6,79 Metern. Foto: Theo Kiefner
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Zum Saisoneinstieg hatten die erwachsenen Sportler der Leichtathletik-Gemeinschaft Forchheim das traditionsreiche Rolf-Watter-Sportfest in Regensburg gewählt, um die Form zu testen. Trotz eisiger Temperaturen und starkem Wind traten 114 Vereine mit über 500 dick eingepackten Athleten an. Kurzfristig organisierten die Regensburger sogar Glühwein für die verfrorenen Zuschauer.

Im Weitsprung setzte Dominik Eckner (Jahrgang 1998) seine Erfolgsgeschichte fort. In einem spannenden Wettkampf kam er mit den widrigen Bedingungen am besten zurecht, wies sogar den amtierenden bayerischen Meister aus München in die Schranken und siegte mit ausgezeichneten 6,79 Metern. Bei seinem weitesten Versuch maßen die Juroren 2,8 Meter pro Sekunde Rückenwind. Ein Rekord wäre bei diesem Wert nicht gültig gewesen.

Sprintass Jonas Saffer (U18), der in der vergangenen Saison wegen Verletzungen nicht antrat, hatte mit seinem 100-Meter-Lauf in 11,34 Sekunden einen sehr guten Einstieg ins Wettkampfjahr und setzte einen Haken hinter die Quali für die "Bayerische". Die Norm für die deutsche Meisterschaft verpasste er um vier Hundertstel. Auf die doppelte Distanz verzichtete Saffer aufgrund des bei Kälte erhöhten Verletzungsrisikos.

Janina Buck verkaufte sich im Weitsprung gegen starke Konkurrenz aus Bayern und Tschechien sehr gut. Allerdings war auch hier der Wind das K.o.-Kriterium. Mal wehte er von vorne, mal blies er von hinten. So übertrat Buck mehrmals, haute im letzten Versuch aber einen Satz auf 5,19 Meter und Platz 6 raus. Mit einem fulminanten Start katapultierte sie sich über 100 Meter aus dem Startblock, gewann ihren Lauf in 12,89 Sekunden und wurde erneut Sechste. Knapp hinter ihr platzierte sich Teamkollegin Katharina Eckner (13,06 s). Beide profitierten vom böigen Rückenwind.

Dieser blies deren Trainerin Christine Priegelmeir unglücklicherweise entgegen, weshalb sie mit 13,11 Sekunden über 100 nur auf Rang 9 landete. Mehr Glück hatte sie bei den 200 Metern. Dank ihres gewohnt souveränen Kurvenlaufs und Rückenwind auf der Zielgeraden erreichte sie in 26,38 Sekunden den siebten Platz. Mit Gegenwind in der Kurve platzierte sich Lina Ende (27,25 s) knapp hinter ihrer Trainerin und bestätigte die insgesamt gute Frühform der Forchheimer. mme

Saisonstart lieber spät als nie

Die Sportler des TSV Ebermannstadt nahmen an den oberfränkischen Titelkämpfen im Mehrkampf in Hof teil. Alenka Hussong (W14) und Cosmo von Lange (M12) erwiesen sich mal wieder als die Aushängeschilder des Vereins. Mit Gold und Silber im Blockwettkampf Lauf kehrte das Duo von der Bezirksmeisterschaft zurück.

Der Start in die Saison erfolgte für die TSV-Leichtathleten nach der wetterbedingten Absage einer Forchheimer Veranstaltung ungewöhnlich spät. Die Trainer hatten sich das ganz anders vorgestellt, schließlich wollte man den Schwung aus dem Ostertrainingslager in Riva möglichst zeitnah auf die Bahn bringen. Auch in Hof war es kalt und windig, dennoch waren die Ebser erfolgreich.

Für "Nordbayerische" qualifiziert

Hussong sicherte sich den Titel im Block Lauf der W14 souverän mit 2401 Punkten und übererfüllte damit deutlich die Qualifikation (2000 Punkte) für die nordbayerische Mehrkampfmeisterschaft in Oberasbach (Landkreis Fürth). Mit großer Anspannung ging die Athletin des bayerischen E-Kaders erstmals über die 80 Meter Hürden an den Start und lieferte in 13,30 Sekunden ihr zweitbestes Tagesergebnis (509).

Den Höchstwert verzeichnete sie im Weitsprung (530). Mit persönlicher Bestleistung im Ballwurf von 45 Metern füllte sie ihr Punktekonto üppig auf. Ihre Zeit über die 100 Meter wurde wegen Pannen bei der Messung von 13,38 auf 13,62 Sekunden korrigiert. Dennoch hatte sie auch nach dem abschließenden 2000-Meter-Lauf die Nase vorn.

Cosmo von Lange absolvierte seinen ersten Lauf-Mehrkampf, wobei auch er vom Trainingslager und den Hürdeneinheiten profitierte. In seiner stärksten Disziplin, den 75 Metern, sorgte er mit 11,61 Sekunden und 385 Punkten für einen soliden Beginn. Bei seinem Debüt auf den 60 Metern Hürden (12,94 s) erzielte er ein weiteres gutes Ergebnis.

Der sehr gute Ballwurf (39 m) sicherte ihm Rang 2, nachdem sein Weitsprung genauso wie der 800-Meter-Lauf vom Winde verweht worden war. Mit 1594 Zählern reichte es für Silber. esc



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