Forchheim
Triathlon

Eklatante Gegensätze in der 2. Liga

Während die Damen des SSV in Roth gewinnen, ist es bei den Herren wie verflixt: Nach einem erneuten Sturz steht das Team schon wieder auf dem letzten Platz.
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Auf dem Rad ist sie eine Klasse für sich: Lena Gottwald führte die Damen des SSV Forchheim zum ersten Platz beim Rennen in der 2. Bundesliga Süd in Roth.SSV Forchheim
Auf dem Rad ist sie eine Klasse für sich: Lena Gottwald führte die Damen des SSV Forchheim zum ersten Platz beim Rennen in der 2. Bundesliga Süd in Roth.SSV Forchheim
Pure Freude bei den Damen, großes Pech bei den Herren: Mit Platz 1 hat die erste Damenmannschaft des SSV Forchheim das Triathlon-Rennen in der 2. Bundesliga am Rothsee beendet. Für die erste Herrenmannschaft blieb an gleicher Stelle nur der letzte Platz - erneut mit Sturzpech.

Den Regionalliga-Herren manglte es am letzten Punch. Sie reisten mit Platz 10 unter 15 Teams zurück vom Mannschaftswettkampf im schwäbischen Lauingen.

In der Bayernliga musste eine Rumpftruppe von nur drei Mann die Kurzdistanz in Erding bestreiten.


2. Bundesliga, Damen und Herren

Für die Damen hätte es besser nicht laufen können, keines der anderen acht Teams konnten Lena Gottwald (3.), Hanna Krauß (6.), Juliane Gärtner (13.) und Vera Krammel (26.) die Stirn bieten. Schwimmspezialistin Krauß absolvierte als erste die 750 Meter lange Strecke im Rothsee. Auf dem Rad schlug die Stunde von Gottwald, die ihre berüchtigte Aufholjagd auf der 20 Kilometer langen Strecke startete und als erste in die Laufschuhe wechselte. Krauß musste sich in die erste Verfolgergruppe um Mannschaftsführerin Gärtner zurückfallen lassen. Diese zeigte bei ihrem Bundesligadebüt nach Verletzungspause eine mehr als zufriedenstellende Leistung. Auch Krammel fand immer besser in den Wettkampf und komplementierte das Damenteam. Am Ende musste sich Gottwald nur zwei Starterinnen geschlagen geben, auch Krauß konnte mit der achtschnellsten Laufzeit auf der fünf Kilometer langen Strecke das Rennen versöhnlich beenden.

Das Herrenteam, vertreten durch Manuel Heilmann (39.), Christoph Prem (49.), Teamkapitän Steffen Lotter (56.) und Matthias Türk (47.), wurde erneut vom Pech verfolgt. Wie im ersten Rennen sorgte ein Sturz für den wiederholt letzten Platz in der 13 Teams starken 2. Bundesliga Süd. In der zweiten von drei Radrunden passierte das Unglück, erneut wurde Prem unverschuldet in einen Sturz verwickelt, der dazu führte, dass er das Rennen bis zum Wechsel in die Laufschuhe alleine gegen den Wind am Ende des Feldes bestreiten musste. Gepackt vom Ehrgeiz wandelte er die Aggression in die schnellste Laufzeit des Teams um. Das fehlende Lauftraining bei Heilmann sowie Atembeschwerden bei Türk ließen sie nach starken Radsplits hinter ihren Erwartungen bleiben. Nur bei Lotter verlief das Rennen, speziellen das Schwimmen, besser als beim Auftakt.

Mit diesem Ergebnis schrauben sich die SSV-Mädels auf Platz 2, das Herrenteam hat weiter die rote Laterne inne. jg


Regionalliga, Herren

Als ersten Teil des dritten Ligarennens musste ein Swim&Run im Team absolviert werden. 850 Meter Schwimmen, drei Kilometer Laufen. Das Schwimmen gelang noch gut mit Platz 6 beim Wechsel in die Laufschuhe, dann büßte der SSV auf der Laufstrecke zwei Plätze ein. Nach 23:55 Minuten war der Vormittagspart erledigt. Der Mannschaftsstart zu den 24,5 Kilometern Radeln und 2,4 Kilometern Laufen erfolgte mit der Zeitdifferenz vom Vormittag. Zunächst waren Andreas Kalb, Florian Loos, Andreas Maiwald, Frank Müller und Michael Stirnweiß noch optimistisch, den zehnsekündigen Rückstand zufahren zu können. Doch das gelang dem mit im Schnitt 37 Jahren deutlich ältestem Team nicht. Stattdessen wurde man von der TSG Roth überholt.

So ging man als neuntes Team auf die 4x600-Meter-Runde im Stadtzentrum. Schnell war klar, dass das Ziel nur sein kann, Platz 9 zu verteidigen. Jeder war aufgrund kleiner Probleme jedoch so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass es nicht gelang, den Schwächsten im Team zu ziehen und zu schieben. Genau darauf kommt es in einem Teamrennen an. RSC Kempten und Post SV Tria Nürnberg machten es den Forchheimern vor und überholten diese auf den letzten Metern. Glücklicherweise profitierten die SSVler von einer Disqualifikation, so stand mit Platz 10 abermals ein Rang im mittleren Drittel zu Buche. In der Tabelle verliert der SSV einen Platz und rangiert an siebter Stelle. sti


Bayernliga, Herren

Das Schwimmen fand im Kronthaler Weiher mit zwei Runden je 750 Meter und einen dazwischen liegenden Landgang von 200 Metern statt. Das Schwimmen verlief für die Forchheimer im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut: Chris Dels suchte das Getümmel im vorderen Feld, während Wolfgang Gößwein und Martin Schulz an der Seite das ruhigere Fahrwasser bevorzugten. Beim Landgang machte Dels einige Plätze gut, Gößwein und Schulz hielten ihre Position. In die Wechselzone kam Dels als 14., eine für ihn sehr gute Platzierung, die er als starker Radfahrer gleich verbesserte. Letztlich fuhr er über 41,5 Kilometer auf Platz 3 vor, den er auch im 10-Kilometer-Lauf behauptete.
Gößwein hielt sich beim Schwimmen aus den Kämpfen raus und konnte als 35. den Weg in die Wechselzone antreten. Als einer von wenigen Athleten war er nicht mit dem Triathlon-Rad, sondern mit dem Rennrad unterwegs. Dennoch verlor er hier etliche Plätze, so dass er als 48. seine Aufholjagd zu Fuß startete. Dies tat er auch und kam als 38. der Bayernliga ins Ziel. Mit 2:17:50 Stunden war dies in der Altersklasse 50 der bayerische Vizemeister-Titel.

Für Schulz verlief es nicht nach Wunsch: Das Schwimmen war aufgrund der fehlenden Trainingskilometer mehr als respektabel, beim Radfahren blieb er aber schon unter seinen Möglichkeiten, da er Probleme im Oberschenkel bekam. Im Laufen trieb ihn nur noch der Wille an und das Wissen, finishen zu müssen, um ein Ergebnis für die Mannschaft zu haben. So kämpfte er sich als 56. ins Ziel - was für das Team Rang 12 von 15 Mannschaften bedeutete. wg


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