Forchheim

Ein Tag im Zeichen des Fallens

Vorwärts, rückwärts oder zur Seite? Der richtige Sturz bewahrt vor Verletzungen. Die Warriors lernten, was man in scheinbar aussichtsloser Lage tun kann.
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Jule beim Üben der Hechtrolle, der Referent, Thomas Rohr, übernimmt die Funktion des Hindernisses.
Jule beim Üben der Hechtrolle, der Referent, Thomas Rohr, übernimmt die Funktion des Hindernisses.
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Sowohl die kleinen als auch die großen Krieger kamen bei den Forchheimer Warriors auf ihre Kosten. Für die "Little Dragons" (Altersklasse 6 bis 12 Jahre) stehen demnächst die Prüfungen ins Haus, die Teilnehmer müssen dafür einen Vorbereitungs-Workshop besuchen. Dieser stand unter dem Motto "Aus der Balance - wie falle ich richtig?". Angeleitet wurde der Lehrgang vom 2. Vorsitzenden des Martial-Arts-Teams, Thomas Rohr, der Kindertrainer Manfred Ziegert assistierte ihm.

Auch zwei Erwachsene nutzten die Chance, im Bereich "Fallschule" dazuzulernen, so dass zehn Teilnehmer im Warriors-Gym versammelt waren. Nach einem kurzen knackigen Aufwärmen ging es mit Gleichgewichtsübungen weiter. Es wurden mit den Füßen Zahlen in die Luft geschrieben sowie die Standwaage, der Kopfstand, der Handstand und vieles andere geübt. Die Kinder sollen ein polysportives Grundgerüst erhalten, weshalb neben der Koordination die Balance nicht zu kurz kommt.

In der Fallschule standen der Purzelbaum sowie die Rolle vorwärts und rückwärts, der Sturz zur Seite, der Sturz vorwärts und rückwärts auf dem Programm. Die Mutigen versuchten sich an der Hechtrolle. Zum Abschluss gab es ein wenig Theorie, wobei die Hygieneregeln und das Notwehrgesetz besprochen sowie Fragen der Teilnehmer beantwortet wurden.


"The Mount" richtig besteigen

Die Grappling-Gruppe hatte den Mixed-Martial-Arts-Weltmeister Björn Schmiedeberg zu Gast, der das Thema "The Mount" behandelte, also die Reitsitzposition, bei der man sprichwörtlich auf dem Gegner sitzt. Der Referent, der auch den Brazilian-Jiu-Jitsu-Braungurt besitzt und ein versierter Bodenkämpfer ist, erläuterte den Teilnehmern, dass sie sich in dieser Position als Rodeo-Reiter oder Surfer versuchen sollten, um länger oben zu bleiben.

Im vierstündigen Lehrgang erklärte Schmiedeberg einige weitere Mount-Variationen, gefolgt von verschiedenen sogenannten "Submissions", sprich Aufgabe- und Haltegriffen. Von Hand-, Schulter- und Armhebeln hin zum gefürchteten "Darth Vader choke" war alles dabei. Der Referent legte großen Wert darauf, schon vor Beginn jeder Technik die korrekte Position sauber einzunehmen.

Nach einer kurzen Pause wurde die Sache umgedreht. Die Frage lautete: "Was kann man tun, wenn jemand auf einem sitzt?" Auch dazu wusste Schmieding einige effektive Möglichkeiten. Im Gegensatz zur weitläufigen Meinung, ein am Boden liegender Kämpfer sei gegenüber dem Gegner wehrlos, wissen die Teilnehmer nun, dass dem nicht so ist.
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